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Lesemonat April '26

Der letzte Tag im April ist fast vorbei und ich habe natürlich auch in diesem Monat wieder einen Rückblicker für euch, den ich euch nicht vorenthalten möchte.  Diesmal habe ich weniger gelesen, als im letzten Monat. 1610 Seiten, um genau zu sein. Aber das Lesen soll ja keine Wettkampf sein, nicht wahr?  Jeder soll das lesen, was er schafft. Das Leben ist schon stressig genug, da muss man sich nicht auch noch innerhalb der Bookbubble an die Gurgel gehen, weil einer mehr und einer wenigen gelesen hat, oder?  Aber darum soll es hier ja gar nicht erst gehen, sondern viel mehr um die Bücher, die mich diesen Monat begleitet habe.  Angefangen habe ich mit dem Buch "Du weißt 'nen Scheiss über Sterne" von Petr Hanel. Und naja, was soll ich sagen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen. Der Klappentext klang zwar schon interessant, aber ich habe es tatsächlich nur geschafft, bis Seite 208 zu kommen, bevor ich zum nächsten Buch gegriffen habe.   Inhalt: "Mark...

[Rezension] Wir werden glücklich sein

Titel: Wir werden glücklich sein
Autor: Aurelie Silvestre

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (9. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453292014
  • ISBN-13: 978-3453292017
  • Originaltitel: Nos 14 Novembre
Inhalt: " »Das Einzige, was wir tun können, ist, uns jeden Tag noch mehr zu lieben.«
Am 13. November 2015 nimmt der Terror Aurélie Silvestre ihre große Liebe. Doch Aurélie lebt weiter, denn sie erwartet ihr zweites Kind. In ihrem bewegenden Bericht erzählt sie von der Trauer um Matthieu in jenem Herbst bis hin zur Geburt ihrer Tochter im darauffolgenden Frühjahr. Voller Kraft und Klarheit setzt sie dem Verlust ihren Lebenswillen und ihre Hoffnung entgegen." Quelle: Wir werden glücklich sein

Mein Dank gilt an dieser Stelle erst einmal Randomhouse. Der Verlag hat mir dieses Rezensionsexemplar über das Bloggerportal zukommen lassen. Ich habe den Klappentext gelesen und wusste sofort, dass muss ich lesen.
Ich bin sehr froh darüber, dass es mit der Bereitstellung geklappt hat und kann euch schon jetzt sagen: Ich hatte es innerhalb weniger Stunden durch und das liegt nicht nur daran, dass es allgemein nur 256 Seiten hat.
Lest hier, ob mich auch der Inhalt "überzeugen" konnte.

Aurélie Silvestre könnte nicht glücklicher sein. Mit Matthieu hat sie den Mann ihres Lebens gefunden. Er hat ihr bereits einen wunderbaren sohn geschenkt und inzwischen ist sie mir ihrer gemeinsamen tochter ein weiteres Mal schwanger.
Es könnte alles perfekt sein. Bis zum 13.November 2015.
Dem Tag, der Aurélies Welt in allen Grundfesten erschüttert. Bei einem Terroranschlag, der nicht nur Paris lähmt, verliert ihr geliebten Matthieu im Bataclan sein Leben.
Für Aurélie zerbricht alles, was sie sich jemals aufgebaut oder erträumt hat und doch weiß sie, dass sie weitermachen muss.
Für Gary, für ihre ungeborene Tochter. Für Matthieu und für sich selbst.

Dieses Buch kann man gar nicht richtig bewerten. Es beschreibt die Geschichte einer Frau, die alles, woran sie bislang geglaubt hat, verloren hat.
Genommen durch Menschen, die skrupellos den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen haben.
“Je suis Paris” ... diee Worte werden zum Symbol einer ganzen Nation. Aurélie Silvestre beschreibt in ihrem Buch Momente, die sich kaum einer vorstellen, der sie nicht selbst erlebt hat. 
Ihre Erinnerungen und Gedanken stehen für Momente voller Schmerz und Ungewissheit. Momente, in denen sie verzweifelt und einfach nicht weiter weiß.
Wie soll sie ihrem dreijährigen Sohn erklären, dass sein Vater nie wieder kommt? 
Wie soll sie ihrer ungeborenen Tochter erklären, dass sie ihren Vater nie kennenlernen wird?
Und wie soll sie vor allem ihrem eigenen Herzen und Verstand erklären, dass sie nie wieder neben Matthieu aufwachen wird? Ihn nie wieder umarmen kann? 

Ich habe Aurélie wirklich für ihren Mut bewundert. Für ihren Mut darüber, von Anfang an ehrlich zu den Menschen zu sein, die sie liebt. Vor allem zu ihrem Sohn. Obwohl sie oft genug an ihren Erinnerungen und Gefühlen zu zerbrechen droht, versucht sie stark zu bleiben. 
Sie versucht sich ein neues Leben ohne Matthieu aufzubauen. Aurélies Erzählungen zeigen deutlich, wie dankbar sie dafür ist, in diesen schweren Momenten nicht alleine zu sein.

Zum Schreibstil muss ich sagen, dass er mir wirklich sehr gefallen hat. Ich mag es manchmal nicht, wenn Kapitel kurz gehalten sind, aber hier hat es einfach gepasst. Angehaucht an ein bisschen Lyrik war der Schreibstil melodisch, dramatisch und berührend zu gleich.
Es mag sein, dass nicht jeder mit dieser Art der Erinnerungsbewältigung zurecht kommt, aber ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen.
Es zeigt eine unglaublich starke Frau, die mit Mut und Hoffnung Aussicht auf ein neues Leben stellt: Nach dem schlimmsten Moment ihres Lebens, der ihr den wichtigsten Menschen in ihrem Leben genommen hat.. ihren geliebten Matthieu.

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