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[ bloggeraktion ] scrap impulse

  Heute habe ich wieder den Freitagsfüller für euch und auch natürlich wieder etwas früher, bevor mich nachher noch die Arbeit ruft. Und weil hier wieder alles weiß und rutschig ist, gehe ich auch zu Fuss, statt mit dem Rad zu fuhren.  Kann ich sie nicht einfach zurückrufen und ihr sagen, ich komme heute nicht? *lach*   Wenn ihr beim Freitagsfüller auch mitmachen möchtet, dann schaut doch einfach mal bei Barbara und ihrem Blog scrap - impulse vorbei. ♥  1.  Ich gebe ungerne zu, dass ich eigentlich ein Hörgerät habe, dass ich aber so gut wie nie trage. 2.  Eine meiner Jogginghosen ist zwar schon uralt, aber sehr bequem. 3.  Mein Impulskauf beim Einkaufen war eine Pommestüte aus Plüsch, in der sich Stifte befanden.  Sah süß aus, musste ich haben. *lach* 4.  Manchmal möchte ich das Schreiben einfach aufgeben, weil Günni mir das oftmals einredet, aber ich will es eigentlich nicht . Dazu macht es mir trotzdem einfach viel zu viel Spaß. ...

Projekt 52 im September - Wahnsinn

Hallöchen, meine Lieben. 

Wie ihr wisst, folge ich der lieben Sari von Heldenhaushalt jetzt schon so lange und habe auf ihrem Blog schon so viele Beiträge zum Projekt 52 gelesen.  Und jetzt - wo sich das Jahr so langsam aber sicher dem Ende zu neigt, nehme ich auch endlich daran teil. 
Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, dann schaut unbedingt einmal bei Sari und ihrem tollen Blog vorbei.  

Da ich mich haupsächlich über das Schreiben auslassen kann und möchte, werdet ihr zu jedem der vorgegebenen Themen eine kleine Geschichte von mir bekommen. 

Das Wort für diese Woche ist Wahnsinn und das ist meine kleine Geschichte dazu. Diesmal ist sie etwas kürzer als sonst. 

Johannes saß in der Ecke des kahlen Zimmers und hatte die Knie an seine Brust gezogen. Die Augen waren weit aufgerissen, als könnten sie die Dunkelheit durchdringen. Die Wände schienen zu flüstern und es war ein leises, unablässiges Murmeln, das nur er hörte. 

Johannes war einst ein Gelehrter und eigentlich ein Mann von klarem Verstand, doch inzwischen war sein Geist ein Labyrinth aus wirren Gedanken.
Die Stimmen waren nachts am lautesten. Sie sangen Lieder ohne Melodie, erzählten Geschichten ohne Anfang oder Ende. 
„Hörst du es? Hörst du es auch?“, flüsterte er in die Stille, obwohl niemand da war. 
Die Uhr in seinem Zimmer tickte, doch die Zeit schien für ihn stillzustehen. Er glaubte, die Schatten bewegten sich. Sie tanzten und  lachten über ihn. Ein zerknittertes Notizbuch lag vor ihm, gefüllt mit unleserlichen Symbolen, die er für Botschaften aus einer anderen Welt hielt.
Seine Schwester kam täglich, brachte Brot und Wasser oder etwas Obst, doch er sah sie kaum an. 
„Sie ist nicht echt“, murmelte er, „sie ist nur ein Trugbild.“ 
„Johannes." Ihre Tränen perlten auf den Boden, aber für Johannes waren sie nur Tropfen in einem endlosen Meer aus Wahn. Er lächelte manchmal und es war ein schiefes, leeres Lächeln. Fast so, als hätte er ein Geheimnis entdeckt, das niemand sonst verstand.
Eines Nachts, als der Mond durch das vergitterte Fenster schien, stand Johannes auf.  Er lachte. Laut und schrill und die Wände lachten in seinem Wahn einfach mit. „Ich habe es gefunden! Endlich!“ rief er und hatte die Arme ausgebreitet, als wolle er die Welt umarmen. 
Doch das, was er gefunden hatte, blieb in den Tiefen seines zersplitterten Geistes verborgen.
Am Morgen war das Zimmer leer. Das Notizbuch lag offen da und nur ein einziges Wort in roter Tinte war zu sehen: Freiheit. Niemand wusste, wohin Johannes verschwunden war .. oder ob er je wirklich existiert hatte. In seinem absoluten Wahnsinn. 

Kommentare

  1. Wahnsinn...
    Mir wird erst jetzt bewusst, wie schwer dieses Wort wiegt.

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