[ rezension ] tina s.k. - sullivian sisters I - the secrets, she doesn't know
Was wäre ein Monat ohne eine Rezension zu einem Buch von Tina SK? Ich habe inzwischen schon so viele Bücher von ihr verschlungen, dass ich sie gar nicht mehr zählen kann. Auch wenn ich immer noch auf das Buch warte, in dem Tina über verlorene Socken in der Waschmaschine schreibt. *kicher*
Schon im letzten Monat habe ich ein weiteres Buch von ihr gelesen und heute sollt ihr euch endlich die Rezension dazu bekommen.
Bei diesem Band handelt es sich zum den ersten Band der Diologie und ich glaube, ihr könnt euch auch diesmal bereits denken, wohin diese Rezension am Ende führen wird.
Mehr Informationen zu Tina und ihren Büchern gibt es natürlich wieder auf ihrem Instagramprofil.
Cameron.
Er ist verschlossen, gefährlich und überall dort anzutreffen, wo sich auch Dakota aufhält. Je mehr sie nach Antworten sucht, desto tiefer gerät sie in eine Welt, die ihre größere Schwester Kelly bislang vor ihr verschlossen hat. Aus Schutz.
Ohne, dass sie es kontrollieren kann, fühlt sie sich zu Cameron hingezogen, obwohl sie weiß, dass sie ihm auf gar keinen Fall vertrauen sollte.
Trotzdem entsteht zwischen ihnen ein Band, dass auch Dakota nicht mehr ignorieren kann. Und auch nicht will, als sie hinter seine Fassade blickt und einen Menschen erkennt, der seine eigenen Narben tief unter seiner eigenen Haut verborgen hat.
Sie beginnt sich nicht nur selbst zu hinterfragen, sondern auch den Mann, den sie bislang zu Unrecht für ihr Unheil verantwortlich gemacht hat. Ohne zu wissen, mit welchen Wahrheit sie damit konfrontriert wird und was sie mit ihren Nachforschungen wirklich in Gang setzt.
Wie schon bei den anderen Büchern aus dem Genre Dark Romance, in die mich Tina SK entführt hat, habe ich mich auch hier direkt ins Geschehen werfen lassen.
Tina SK hat einen Schreibstil, in dem man sich sofort verliebt. Da dieses Buch - wie schon erwähnt - dem Dark Romance Genre angehört, beschönigt sie auch hier nichts. Und das von der ersten Seite an. Schon von Anfang an fühlt man Dakotas Schmerz und ihren Zwiespalt, überhaupt in die Stadt zurückzukehren, die ihr alles genommen hat.
Ihre Entwicklung hat mir im Laufe des Buches ausserdem am Besten gefallen. Obwohl sie von der ersten Seite an kein Blatt vor den Mund nimmt, merkt man auch deutlich, dass sie über sich hinaus wächst. Gerade, weil sie mit Dingen konfrontriert wird, die ihr die Luft zum Atmen nehmen.
Und obwohl sie anfangs von der Wut auf den vermeintlichen Mörder ihrer Schwester angetrieben ist, verändert sich ihr Mindset auch, umso mehr sie hinter die Fassade dieses Mannes blickt. Sie fängt an ihm - zuerst notgedrungen, dann bewusst zu vertrauen und lernt ihn dabei auch besser kennen. Und eine Seite an ihm, die sie niemals für möglich gehalten hätte.
Der Spannungsbogen des Buches zieht sich wie ein roter Faden durch das komplette Buch. Als Leser klebt man regelrecht an den Seiten, wobei es Tina SK sogar geschafft hat, mich mit einer Sache wirklich zu überraschen. Dakota als Charakter war unglaublich toll. Von der Trauer um ihre Schwester gefangen genommen, schafft sie es anfangs kaum, um ich selbst zu kümmen. Mit dem Gedanken, dass sie den Mörder ihrer Schwester zur Rechenschaft ziehen will und auch muss, schafft sie es, sich aus ihrem Schneckenhaus zu befreien. Durch Umstände, die sie nicht erwartet hat, wird sie schneller als ihr lieb ist, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Und ausgerechnet der Mann, der in ihren Augen für den Tod ihrer Schwester verantwortlich ist, wird zu ihrem Retter.
Aber kann er sie auch davor bewahren, ihr Herz an ihn zu verlieren? Oder machen ihm gar seine eigenen Gefühle dabei den größten Strich durch die eigentlich ganz einfache Regel: Verliebe dich nicht in die Schwester deiner Chefin. Und schon gar nicht in die Frau, die du beschützen sollst. Auch vor der mehr als schmerzhaften Wahrheit, die ihr Leben bislang beherrscht hat.
Hach, ich könnte euch jetzt hier einen ganzen Roman schreiben, aber ich habe das Gefühl, dass kein Wort der Welt überhaupt dem gerecht werden könnte, was ich beim Lesen empfunden habe. Schon mit dem Prolog hat mich Tina in eine Geschichte geworfen, die mich nicht mehr losgelassen hatte. Worte haben sich in mein Gedächtnis gebrannt. Gefühle in mein Herz.
Tina SK hat es wieder einmal geschafft, dass sich meine Gefühle auf eine reine Achterbahnfahrt begeben haben und das direkt mit dem ersten Kapitel.
Trauer und Wut, Gefühlschaos und Leidenschaft, zusammen mit einer Spannung, die manchmal kaum auszuhalten war. Gerade durch diesen unglaublichen Cliffhänger am Ende.
Eine Leseempfehlung ist hier definitiv nötig. Zumindest von meiner Seite aus.
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