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[Rezension] Oneiros

Titel: Oneiros - Tödlicher Fluch
Autor: Markus Heitz 
Broschiert: 624 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426505908
ISBN-13: 978-3426505908

Inhalt: "In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …" Quelle: Oneiros


Meine Meinung: 
Von diesem Autor habe ich schon das eine oder andere Buch gelesen und auch noch welche hier liegen, daher war ich auch Oneiros, welches mir rein zufällig in die Hände gesprungen ist, sehr gespannt. 
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, auch wenn man bei dem Thema Untot vermutlich in allererster Linie an Vamnpire, aber das ist weit gefehlt. 
 Wer nicht gespoilert werden will, sollte an dieser Stelle vielleicht nicht weiterlesen.. 




Konstantin Korff ist Bestatter und Thantologe, jemand der sich mit dem Zurechtmachen von Toten zur Aufbahrung beschäftigt. Keiner ist dem Tod damit vermutlich so nahe wie kein anderer und doch trägt er schon seit Jahren ein Geheimnis mit sich rum, was es ihm schwer macht, überhaupt jemanden näher an sich heranzulassen, gerade nachts.

Als ein Airbus A380 auf unerklärliche Weise in Paris abstürzt und es nur einen einzigen Überlebenden gibt, steht nicht nur die Polizei vor einem Rätsel. Um die Tochtes des Marquis, welche mit an Bord war, für ihre Beerdigung herzurichten, wird Korff nach Paris bestellt. Dort trifft er auf seinen alten Freund Jester, welchen ihn davon zu überzeigen versucht, dass er sich ihm anschließen soll, um den Fall und einige andere mysteriöse Todesfälle aufzuklären.

Korff, welcher in Iva verliebt ist, welche er förmlich vergöttert, versucht selbst etwas gegen diesen Fluch zu finden, denn er weiss, dass Iva nie einfach so neben ihm einschlafen kann.. zumindest nicht, ohne selbst nie wieder aufzuwachen, denn Korff ist einer von vielen Todesschläfern. Sie können selbst nicht sterben, da sie für den Tod nahezu unsichtbar sind, aber wann immer sie selbst einschlafen, wird jeder, der sich mit ihnen in unmittelbare Nähe befindet sterben.. dabei, kann es schon mal "vorkommen", dass auf einen Schlag ein ganzes Stadion mit über 80.000 Menschen förmlich ausgelöst wird.
Auf seiner Suche nach einem Gegenmittel für diesen Fluch gerät er schon bald zwischen die Fronten anderer Todesschläfer, einer zwielichtigen Ärztin, welche das Leben ihres Sohnes retten will, um ihn von der sogenannten Insomnia zu befreien und seinen eigenen Freunden, von denen er nicht mal mehr weiss, wem er letztendlich trauen kann oder soll und wem nicht.

Ich glaube, am unsympatischten war mir in diesem Buch die Ärztin Dr. von Windau. Klar, sie versucht alles, um ihrem Sohn ein normales Leben zu ermöglichen, um zu verhindern, dass die Insomnia bei ihm ebenso ausbricht wie bei ihr, aber auf welche Art und Weise sie es versucht, war mir so manches Mal wirklich ein bisschen.. suspekt. Und allein die Tatsache, dass sie sich nur selbstsicher fühlt und nur dann nicht zu Stottern beginnt, wenn sie vorher Wodka oder irgendwas anderes Alkoholisches intus hat, war doch ein wenig befremdlich. Selbst, als sie nur mit ihrem Exmann Anatol über eine Webcam gesprochen hat, hat sie sich bei dem Inhaber des Internet-Cafes ( wobei ich auch seltsam fand, dass der dort sowas überhaupt anbietet) eine Flasche Wodka geordert. 

Der Anfang hat wirklich flüssig begonnen, man lernt Konstantin und seine Arbeit kennen, versteht teilweise sein Handeln und doch ließ es meiner Meinung nach dann doch etwas nach. 
Nach und nach wurde mit neuen Figuren und vor allem mit etlichen neuen Toten einfach nur so um sich geschmissen, ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste. 
Das Ende... im Grunde war es eigentlich schon vorhersehbar, wer zumindest der mehr oder weniger heimliche Held ist, trotz das das Buch zum Schluss hin nochmal ein wenig an Fahrt aufgenommen hatte. 
Das Ende selbst hingegen ist doch recht offen und würde eine Fortsetzung sinnvoll erscheinen lassen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich es mir wirklich zulegen würde. 
Das Cover, mit dem Ring, welcher in dem Buch eine große Rolle spielt, passt dagegen wirklich gut zu dem Buch und er war - zusammen mit dem Klappentext - auch ausschlaggebend, dass ich mich an dieses Buch des Autors gewagt habe.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich anhand des Klappentextes und auch der Meinungen, die ich vorher gelesen habe, ein bisschen etwas anderes erwartet hätte.
Aber vielleicht waren auch meine eigenen Erwartungen einfach ein bisschen.. zu hoch?
Alles in allem bekommt das Buch von mir gute 3 Sonnenblumen und es ist meine eigene Meinung, jeder andere Leser wird das vermutlich anders sehen... egal in welche Richtung.


 
Bis dahin,
Shou

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