Direkt zum Hauptbereich

Last Post ♥

[ bloggeraktion ] montagsstarter

  Moin, ihr Lieben, Heute gibt es den Montagsstarter wieder etwas später, weil ich schon ein paar Dinge erledigt habe. Bevor am Nachmittag wieder die Arbeit wartet, möchte ich die Woche natürlich wieder mit dem Montagsstarter beginnen.  Wenn ihr auch mitmachen möchtet, dann schaut unbedingt mal bei Anni und ihrem Blog vorbei. Dort gibt es auch viele andere schöne Posts zu entdecken.  ❶ Ich habe entschieden,   dass ich mit einem Buch von Marie Lu in den November zu starten. Bislang habe ich noch gar nichts von ihr gelesen.  ❷ In der Küche wartet   nicht nur ein Ständer mit Wäsche, sondern gleich zwei. Davon gibts hier auf jeden Fall genug. ❸ Den Geruch von gebrannten Mandeln, die es bald wieder auf den Weihnachtsmärkten geben wird ,  kann ich schon riechen. ❹ Dafür, dass ich ab und an mal für ein paar Minuten oder länger  offline bin, sorgt Vodafone manchmal schon von ganz allein . ❺ Diese Woche ist die erste von vier Wochen, bevor ein Jobwech...

[Rezension] Hinter den Spiegeln

Titel: Hinter den Spiegel - Das Wiener Vermächtnis
Autor: Ulrike Schweikert

ISBN 978-3-95649-064-4464 Seiten
19,99 EUR [D] 20,60 EUR [AT] 28,90 sFr [CH]
ISBN eBook 978-3-95649-373-7 14,99 EUR [D] 

Inhalt:  "Lieben, Lügen und Intrigen: Ulrike Schweikerts opulente Familiensaga im Schatten der untergehenden Donaumonarchie!

Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen?
Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen..."Quelle: Luise

Erstmal gilt mein Dank dem Mira Taschenbuch - Verlag, dass sie mir das Rezensionsexemplar haben zukommen lassen. Ich habe es via Blogg dein Buch bekommen und fand es von der Aufmachung und vom Klappentext her einfach toll, sodass ich mich einfach dafür bewerben musste.
Wie ihr seht, auch erfolgreich.



Wien, 1892. Die junge Komtess Luise von Waldenberg stürzt bei einem tragischen Unfall vom Pferd und verliert ihr Gedächtnis. Nichts ist mehr, wie es einmal war, an nichts kann sie sich wirklich erinnern. Und gerade das öffnet ihr dennoch die Augen.
Warum hat sie nie gemerkt, wie verlogen der Hofadel eigentlich war? War sie früher wirklich genauso? Und warum wird die Kluft zwischen Bedienstetenimmer größer, was ihr völlig falsch erscheint.
In der Zuckerbäckerei Stephan Brucker's hingegen fühlt sie sich verstanden, fühlt sie sich fast schon frei und glücklich.
Doch was passiert, wenn sie gegen unbeschriebene Gesetze des Landes verstößt oder sich wieder an ihr früheres Leben erinnert?

Ich muss ehrlich sagen, der Schreibstil der Autorin hat mir sofort gefallen. Bereits mit dem Anfang der Geschichte wird man in die Story hineingeschmissen und ich habe mich von Beginn an... fast schon wohlgefühlt.
Durch Tagebucheinträge, die Luixe im Laufe des Buches von sich selbst liest, war sie mir anfangs wirklich ein wenig unsympatisch, aber man hat deutlich gemerkt, dass sie von sich selbst geschockt war, dass sie einfach nicht verstehen konnte, dass sie wirklich mal SO war.

Stephan war mir ebenso sympatisch, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass er ein wenig naiv wirkt. Er vergöttert Luise schon lange, schon weit vor ihrem Unfall und dennoch kann ihn nichts und niemand davon abbringen, etwas für "seine" Luise zu empfinden.
Irgendwo fand ich das allerdings auch schon wieder süß und ich habe es wirklich genossen, die beiden zu lesen, ihnen in Stephans Backstube über die Schulter blicken zu können.

Der geschichtliche Aspekt darf natürlich auch nicht vergessen werden. Während des Lesens bekommt man einen Eindruck aus dem damaligen Leben im 19. Jahrhundert vermittelt. Über die Gepflogenheiten des Adels und über Dinge, die damals - und vermutlich teilweise auch noch heute - einfach unter den Teppich gekehrt wurden.
Erst durch ihren Unfall bemerkt Luise, dass das eigentlich gar nicht so das Leben ist, was sie führen möchte, auch wnen ihr im Grunde nicht mal wirklich eine Wahl bleibt.
Nach und nach versucht sie zudem die Umstände um den Tod ihrer Bruder zu klären, welcher bei dem Unfall, bei welchem sie ihr Gedächtnis verlor, ihr eigenes Leben verloren hat.

Den typischen Anto - Protagonisten gab es natürlich auch und der war in meinem Fall sogar mehrfahr vertreten. Louise's Cousin Maximilian und seine Familie waren mir einfach so dermassen.. unsympatisch, dass ich am liebsten ins Buch krabbeln wollte, um sie ordentlich durchzuschütteln.
Seine Schwester Gabriella hat sich im Buch etwas gewandelt, was ich wirklich angemessen und auch gut fand.
Ich hatte zwar eine Ahnung, wer sich hinter all dem verbirgt, wer wirklich für die Intrige um den Unfall verantwortlich ist und es hat mich auch nicht überrascht, dass es am Ende wirklich so war, aber das hat mir den Lesefluss auf gar keinen Fall genommen.

Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht und hätte jetzt große Lust auf eine Städtereise nach Wien.
Klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich wirklich auf eine Fortsetzung und weitere Bücher der Autorin.


Kommentare