Direkt zum Hauptbereich

[Rezension] Sveta und der Junge aus dem Wald


Titel: Sveta und der Junge aus dem Wald
Autor: Axel Saalbach & Ramona Mädel

Seitenzahl: 286
Verlag:SelfPublishing
Leseprobe

Kaufen?

Inhalt: "Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird ... [ Quelle: amazon ] [ Quelle: Sveta ]

Heute möchte ich euch das Buch von Axel Saalbach und Ramona Mädel vorstellen. Der Autor hatte mich selbst via Mail angeschrieben und angefragt, ob ich sein Buch lesen und rezensieren möchte. Ich kannte vorher weder etwas von ihm, noch von seiner Co - Autorin, aber der Klappentext hat mich sofort gefallen und das .. sagen wir, recht dunkle Cover ebenso.

Aber worum geht es überhaupt?
Sveta ist 16 Jahre alt und lebt in Berlin. Berlin, das nicht mehr so ist, wie wir es eins kannten. Ihr Vater, ein meist betrunkener und auch gewalttätiger Mann, arbeitet für die dortige Regierung und hatte eigentlich gehofft, irgendwann noch höher aufsteigen zu können.
Aufgrund mehrerer Fehler wird er jedoch bestraft und nach Dunkeltann versetzt, in welchem er nur als Ortsvorsteher fungieren soll.
am Vorabend des Umzugs kommt es zu einem großen Streit zwischen Svetas Eltern, nach welchem ihr Vater sofort nach Dunkeltann aufbricht - mit Sveta und ihrem Bruder Jan.

Von da an ändert sich Svetas Leben schlagartig. Unter der Obhut ihrer Mutter noch fast schon behütet aufgewachsen, fungiert sie in ihrer neuen Heimat nur noch als Magd für alles und bekommt das auch oft genug von ihrem Vater und ihrem Bruder zu spüren.
Ihr Leben scheint recht trostlos.. bis sie auf jedem trifft, der nicht nur sie aus ihrer.. nennen wir es Lethargie reissen soll.


Ich habe mir ehrlich gesagt, in den letzten Tagen mehrfach Gedanken darüber gemacht, wie ich am besten beschreiben kann, wie ich das Buch empfunden habe.
Ich hatte Anfangs ein paar Probleme, wirklich in das Buch zu finden, wenngleich es auch erst nach dem Prolog angefangen hat.
Vorweg muss ich sagen, dass man nicht gemerkt hat, dass der Roman von zwei Autoren gleichzeitig geschrieben wurde. Oftmals bemerkt man ja an Perspektiv - und/oder Wortwechseln, dass mehrere Autoren am Werk waren, aber hier hatte ich nie das Gefühl.

Sveta war eigentlich ein Charakter, der durchaus selbstbewusst aufgetreten ist. Sie verzweifelt wenig - meist nur dann, wenn die Sehnsucht nach ihrer alten Heimat, nach ihrer Mutter, besonders groß ist und lässt sie sich nicht richtig unterkriegen.
Allerdings kam sie mir in einigen Situationen auch etwas naiv. Sie gibt sich zwar mir ihrem Schicksal nicht wirklich zufrieden und beweist ein wenig Mut, als es darauf ankommt, aber manchmal hat sie, zumindest, was mein eigenes Empfinden angeht, auch etwas überstürzt gehandelt.

Ihren Vater konnte ich von Anfang an nicht leiden. Er war mir als Protagonist einfach total unsympathisch, was sich komplett durch das Buch gezogen hat und er ist auch nicht der einzige Charakter geblieben, bei dem ich so empfunden habe.
Bei den Kindern aus dem Wald, habe ich lange überlegt, was genau ich dazu schreiben soll. Im Grunde.. waren es Kinder, die mir irgendwie schon.. übermenschlich vorkamen. Okay, übermenschlich wäre hier nun das falsche Wort, aber sie waren mir teilweise einfach zu gut, zu mutig, zu selbstbewusst und kampferprobt.
Es war für mich eigentlich recht schnell klar, wohin das alles letztendlich hinauslaufen würde, gerade auch, wie sich Svetas Vater verhalten hat.

Svetas Bruder hingegen, hat ein kleines Wechselbad der Gefühle bei mir hinterlassen. Anfangs fand ich ihn einfach nur arrogant, total überheblich und ich fand es regelrecht grauenhaft, wie er mit seiner Schwester umgegangen ist, aber im Laufe des Buches konnte man doch deutlich die Veränderung spüren, die in ihm vorgegangen ist - auch, wenn da ein klein wenig.. Nachhilfe notwendig war.

Das Ende war für mich persönlich irgendwie schon vorhersehbar und ich möchte auch nicht näher darauf eingehen, um an Ende nicht doch noch zu viel verraten.
Für mich war es ein Buch, welches sich für zwischendurch recht schnell lesen lässt, welches meiner Meinung nach, aber noch viel Potenzial hat, was mir bislang verborgen geblieben ist.
Ich werde mir allerdings noch andere Bücher des Autors irgendwann einmal vornehmen, vielleicht habe ich dann eine noch bessere Meinung.
Die jetzige ist weder gut noch schlecht, so ein Zwischending eben, ala "Kann man durchaus lesen, muss man aber nicht  zwingend tun."

Melanie


Kommentare