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[Rezension] E.J. und das Drachenmal



Titel: E.J. und das Drachenmal
Autor: Anika Oeschger

Fantasyroman
Hardcover
mit Schutzumschlag
304 Seiten
19,90 Euro / 22,90 CHF
ISBN 978-3-9524463-2-4
Jugendbuch ab 12 Jahren

Inhalt: "Merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper werfen die16-jährige Emilia Jane, die sich lieber nur E. J. nennen lässt, aus der Bahn. Nachdem sie mit ihrer Familie von Schottland nach Zürich gezogen ist, hat sie sich gerade erst an das gewöhnt, was die Pubertät mit ihr anstellt. Aber ein blauer Ausfluss, wo keiner sein sollte, und Hitzewallungen, die so heiß werden können, dass ihre Bettdecke Brandflecken bekommt, sind ein ganz anderes Kaliber als Pickel und Mitesser. Als sich dann auch noch ein unerklärlicher Ausschlag über ihren ganzen Körper ausbreitet, landet sie in der Quarantänestation der Stadtklinik.

Schon bald stellt E. J. fest, dass sie eine Gezeichnete ist, Trägerin des Drachenmals, das ihr einerseits ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte verleiht, aber gleichzeitig einen ihr unbekannten Feind aus den Tiefen einer längst vergessenen Epoche auf den Plan ruft. Das dunkle Etwas, das ihr nach dem Leben trachtet, kommt rasend schnell näher und scheint unbesiegbar zu sein ..." Quelle: EJ

Bei diesem Buch muss ich an erster Stelle dem Riverfield - Verlag danken, dass sie mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Ich habe das Buch selbst schon Anfang Dezember beendet, die Rezension aber irgendwie immer ein wenig vor mich her geschoben.
Warum möchte ich euch hier an dieser Stelle etwas erklären.. oder es zumindest versuchen.

Emilia Jane, kurz E.J. könnte eigentlich ein ganz normales Mädchen sein.. wäre da nicht dieser Moment, in welchem sie sich im Arbeitszimmer ihres Vaters an einer Art Scheibe schneidet.
Nicht nur, dass sie sich eh schon mit den üblichen Pubertätsproblemen eines Teenagers rumschlagen muss, nun hat sie auch noch ganz anderes Probleme: Blaues Wasser, dass sie in der Schultoilette erbricht, Hitzewallungen, die sogar in ihrer Bettdecke in Flammen aufgehen lassen.
Als sie dann auch noch aufgrund eines merkwürdigen Ausschlags unter Quarantäne gesteckt wird und erfährt, dass sie eine Gezeichnete  - eine Trägerin des Drachenmals - ist, scheint ihr Leben völlig aus den Fugen zu geraten.
Das dunkle Etwas, was ihr nach dem Leben zu trachten scheint, kommt immer näher und E.J. muss lernen, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bringen, um es aufzuhalten.

Ich bin mir auch nach über zwei Monaten noch nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll, wie ich am besten ausdrücken soll, was ich dabei empfunden habe.
Den Anfang fand ich wirklich gut. E.J. ist völlig überfordert, mit dem, was gerade alles auf sie einprasselt und dennoch verliert sie ihren Humor nicht.
Oder sagen wir eher, die Autorin hat es so beschrieben, dass man oftmals einfach nur ein Schmunzeln auf den Lippen hatte.
Irgendwie fand ich aber im Laufe des Buches, dass sich E.J. etwas verändert und das meine ich nicht im positiven Sinne.
Es mag komisch klingen, aber ich kann nicht mal genau sagen warum. Sie legt halt oftmals einfach dieses.. zickige Teenagerverhalten an den Tag, welches man - der eine mehr, der andere weniger - von sich selbst auf früheren Tagen kennt. Und ernsthaft, nach einer Weile ging es mir echt auf die Nerven.
Mit keinem der Charaktere bin ich eigentlich wirklich warm geworden und zum Ende hin, war es für mich einfach auch einfach viel zu vorhersehbar.
E.J., welche natürlich so fast gar keine Probleme damit hat, ihre Kräfte zu kontrollieren, findet sogar  - nennen wir sie Gleichgesinnte -, welche ihr näher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte.
Irgendwie war mir das ein wenig zu.. naja, zu vorhersehbar eben.
Ich hätte mir ein paar mehr Überraschungen gewünscht, ein bisschen mehr Hintergrund wissen und auch ein bisschen mehr Gefühl im Umgang mit einigen Situationen, gerade der, in welcher die Eltern E.J. plötzlich verschwinden.
Das war mir irgendwie etwas zu emotionslos.

Ich muss durchaus sagen, dass die junge Autorin Potenzial hat, dass das Buch und ihr Schreibstil durchaus ausbaufähig sind, aber leider muss ich bei diesem Teil sagen, dass ich zu dem Fazit "Kann man lesen, muss man aber nicht.", gekommen bin.


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