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[Rezension] Whisper Island - Sturmwarnung

Titel: Whisper Island - Sturmwarnung
Autor: Elizabeth George
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Ink; Auflage: 1 (4. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960017
  • ISBN-13: 978-3863960018
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: The Edge of Nowhere
Inhalt: "Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin kurz zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen - ohne Erfolg: Das Handy ist tot. Quelle: Becca King

Dieses Buch hat es mir hauptsächlich wegen des wundervollen Covers angetan. Entgegen anderer Leser habe ich noch nie ein Buch von Elizabeth Geroge in den Händen gehalten, kann also folglich  ihren Schreibstil nicht vergleichen.
Ich hab das Buch in meiner ansässigen buchhandlung gesehen und wollte es unbedingt haben. Es war ein Mängelexemplar, bei welchem ich unmöglich nein sagen konnte.
Den Klappentext habe ich erst zuhause gelesen, fand aber auch ihn sehr ansprechend.
Lest hier, ob er halten konnte, was er versprochen hat.


Becca King ist anders, denn sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie hasst diesen Umstand. Erst recht, als ihr klar wird, dass ihr Stiefvater weiß, dass sie mitangehört hat, dass er seinen Geschäftspartner getötet hat.
Er verfolgt das Mädchen, dass zu einer Freundin ihrer Mutter fliehen will. Mit neuer Haarfarbe und komplett enuer Identität. Die einzige Verbindung zu ihrer Mutter ist ein eigens für diesen Kontakt gekauftes Handy. Doch was, wenn die Freundin ihrer Mutter bereits gestorben ist und das Handy tot? Wird Becca alleine zurecht kommen? Oder wird ihr Stiefvater sie schneller finden, als ihr lieb ist? Mit der Zeit lernt sie immer mehr Menschen kennen, die ihr helfen. Als einer davon - Derric - im Wald abstürzt, gerät sie ins Visier der Polizei und fürchtet, dass diese Ermittlungen auch ihren Stiefvater auf den Plan rufen könnten...

Der Schreibstil hat mir in diesem Buch eigentlich ganz gut gefallen. Er ist flüssig und nachvollziehbar und man merkt doch sofort, dass er dem angegebenen Alter angepasst ist. Was die Story angeht, habe ich allerdings ... naja, es hat mir eben nicht so gefallen.
Die Idee dahinter fand ich wirklich gut. Die Idee, dass Becca die Gedanken anderer Menschen höten kann und das nur unterbinden kann, wenn sie ihre sogenannte AUD - Box trägt. Ein Gerät, dass dafür sorgt, dass sie diese Hintergrundgeräusche etwas ausblenden kann.
Sie selbst als Charakter war mir zwar nicht unsymaptisch, aber wirklich warm geworden bin ich mit ihr auch nicht.
Irgendwie ist das schwer zu erklären, aber ihr Handeln war mir manchmal einfach zu ... widersprüchlich. Gerade auch, was ihre Mutter angeht oder was das Thema Vertrauen an sich angeht. Inpunkto Derric ist mir das vor allem aufgefallen.
Die Hauptstory geriet oft in den Hintergrund, was ich schade fand. Ich hätte gerne mehr über Beccas Mutter und auch ihren Stiefvater erfahren. Darüber, ob er wirklich versucht, seine Stieftochter zu finden.

Ein Pluspunkt muss ich wirklich den Landschaftsbeschreibungen geben. Elizabeth Georges Beschreibungen der Insel und Umgebung haben mir wirklich gut gefallen. Sie haben fast schon dafür gesorgt, dass ich an einigen Textpassagen das Gefühl hatte, selbst auf der Insel zu sein.

Die Idee fand ich wirklich gut, wie schon erwähnt. Allerdings hat mir die Umsetzung nicht gefallen und auch die Charaktere konnte ich mir - bis auf ein paar kleine Ausnahmen - nicht so ins Herz schließen, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir den Folgeband holen werde, auch wenn es mich schon interessiert, wie es nach dem offenen Ende weitergeht,
Mal schauen.

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