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[Rezension] Die Sonne in deinen Zeilen

Titel: Die Sonne in deinen Zeilen
Autor: Nancy Salchow

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 631 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 286 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07K7QN97D
Inhalt: "Als sich die einander völlig Fremden Luisa und Jakob kennenlernen, steckt vor allem ein Ziel dahinter: sich über den Umstand auszutauschen, Angehörige von Krebspatienten zu sein. Während Luisa um ihre kranke Zwillingsschwester bangt, hofft Jakob auf die Heilung seiner Mutter.
Was als tröstender Austausch zwischen Jakob und Luisa beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Gefühl, die tiefer geht, als beide je erwartet haben.
Sofort liegt eine unerklärliche Bindung zwischen ihnen. Eine Bindung, die den beiden endlich wieder Hoffnung und Zuversicht schenkt. Aber was ist es, das Luisa vor Jakob verbirgt? Und wird es ihm gelingen, ihre Mauer zu durchbrechen und sie daran zu erinnern, wie sich echtes Glück anfühlt? Quelle: Die Sonne zwischen deinen Zeilen

(Folgenden Link kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: Quelle:Die Sonne zwischen deinen Zeilen )

Dieses Buch der Autorin habe ich mir selbst über die Kindle App gekauft. Als ich erfahren habe, dass es erscheint, musste ich es direkt haben. Aus mehreren Gründen.
Erstens, weil mich der Klappentext angesprochen hat.
Zweitens, weil ich das Cover total schön finde.
Und drittens, weil ich zwar längst noch nicht alle Bücher der Autorin gelesen habe, aber ihren Schreil einfach unglaublich toll finde.

Luisa und Jakob lernen sich unter Umständen kennen, die nicht mal annähernd normal sind. Beide sind Teil eines Schreibprogrammes, dass Angehörigen von Krebspatienten dabei helfen soll, sich untereinander auszutauschen. 
Was mit einem Brief - bzw. Mailkontakt beginnt, entwickelt sich zu einer Freundschaft, bei der beide das Gefühl haben, sich einfach mal fallen lassen zu können.
Gedanken und Gefühle auszusprechen, die man nicht mit anderen Angehörigen oder Freunden teilen kann, geben beiden das Gefühl, nicht alleine zu sein.
Luisa, die ihrer Zwillingsschwester nahe steht wie niemand anderem, oder Jakob, der auf die Heilung seiner Mutter hofft.
Beide spüren das erste Mal wieder Hoffnung. Zarte Bänder der Zuversicht, die schneller zerreissen können, als beide es bei ihren ersten Begegnungen ahnen.


Es gibt Bücher, bei denen schiebst du die Rezension etwas vor dich her. Nicht, weil das Buch schlecht war, sondern weil du einfach nicht richtig weißt, wie du ausdrücken sollst, was beim Lesen in die vorgegangen ist. Dieses Buch war so eines.
Ich habe es bereits vor fast zwei Wochen ausgelesen, aber die Rezension dazu ist mir unglaublich schwer gefallen. 
Wie ich oben schon erwähnt habe, mag ich den Schreibstil von Nancy Salchow total gerne. Sie hat in diesem Buch ihre eigene Vergangenheit bewältigt, was das Buch noch eine Spur emotionaler macht. Auch der Hintergrund der Geschichte, der mir wahrlich nicht unbekannt ist.

Luisa und Jakob waren mir als Charaktere direkt sympatisch. Luisa, die versucht für ihre Schwester stark zu sein, hat einfach eine Art an sich, die man direkt mögen muss.
Ihr Gegenpart Jakob ist einfach genauso. Schon bei den ersten Brief - und Mailwechseln der beiden Protagonisten habe ich mich ihnen quasi nahe gefühlt.
Ich habe das Gefühl gehabt, ein Teil von mir würde auch diese Briefe schreiben. Das klingt jetzt echt komisch, oder?
Aber die Autorin hat mir mit diesem Buch das Gefühl vermitteln, als wäre ich dabei. Vielleicht auch gerade deswegen, weil es autobiographisch ist.
Der Aspekt, dass Nancy Salchow all das, was sie niederschreibt, auch fast direkt so erlebt hat oder erlebt haben könnte, hat dazu begetragen, dass ich das Buch ganz anders wahr genommen habe.
Sie schreibt von Hoffnung, die schreibt von Liebe und Vertrauen. Aber auch über das Sterben und den Tod.
Es mag vielleicht blöd klingen, aber ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen und wollte gar nicht, dass es endet.
Ich wollte weiterlesen und wollte doch nicht, dass es endet.
Nancy Salchow zeigt mir ihrer Geschichte, dass man gegen das Schicksal keine Chance hat. Was es eimal beschlossen hat, lässt sich nicht ändern.
Man muss sich gegenüber dem Schicksal nur öffnen.
Danke, liebe Nancy, dass ich diese wunderbare Geschichte lesen und einen Teil deiner Vergangenheit sein durfte.
Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.


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