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[ bloggeraktion ] montagsstarter

  Moin, ihr Lieben, Heute gibt es den Montagsstarter wieder etwas später, weil ich schon ein paar Dinge erledigt habe. Bevor am Nachmittag wieder die Arbeit wartet, möchte ich die Woche natürlich wieder mit dem Montagsstarter beginnen.  Wenn ihr auch mitmachen möchtet, dann schaut unbedingt mal bei Anni und ihrem Blog vorbei. Dort gibt es auch viele andere schöne Posts zu entdecken.  ❶ Ich habe entschieden,   dass ich mit einem Buch von Marie Lu in den November zu starten. Bislang habe ich noch gar nichts von ihr gelesen.  ❷ In der Küche wartet   nicht nur ein Ständer mit Wäsche, sondern gleich zwei. Davon gibts hier auf jeden Fall genug. ❸ Den Geruch von gebrannten Mandeln, die es bald wieder auf den Weihnachtsmärkten geben wird ,  kann ich schon riechen. ❹ Dafür, dass ich ab und an mal für ein paar Minuten oder länger  offline bin, sorgt Vodafone manchmal schon von ganz allein . ❺ Diese Woche ist die erste von vier Wochen, bevor ein Jobwech...

[ rezension ] matti laaksonen - nach dem sturm die stille

ASIN ‏ : ‎ B0DVJ2YL9Y                                           

Bereits im letzten Jahr ist das Buch von Matti Laaksonen erschienen, auch wenn ich es erst in diesem Jahr gelesen habe. Und auch, wenn das jetzt vielleicht ein wenig komisch klingt, aber irgendwie war jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. 
Genau jetzt. 

  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 27. Februar 2025 
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Dateigröße ‏ : ‎ 2.4 MB
  • Screenreader ‏ : ‎ Unterstützt
  • Verbesserter Schriftsatz ‏ : ‎ Aktiviert
  • X-Ray ‏ : ‎ Nicht aktiviert
  • Word Wise ‏ : ‎ Nicht aktiviert
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ :  ‎388

    Mehr über Matti und seine Bücher erfahrt ihr hier. 
  • Inhalt: Kolja will einfach nur raus. Raus aus dem Alltag in der Bäckerei seiner Familie und all der Verantwortung, die diese mit sich bringt. Er ist gestresst und hat das Gefühl, dass das Leben ihn auffrisst, anstatt ihm Energie zugeben. 
    Nach Überredungskünsten an sich selbst und durch eine Mitarbeiterin der Bäckerei steigt er schließlich ins Auto und fährt einfach los. 
    Von Köln einfach irgendwohin. 
    In einem alten Planetarium trifft er auf Ruben. Der Fremde, der ihn auf irgendeine Art und Weise fasziniert, hält sich lieber Dunkelheit auf und übt sich in Zurückhaltung, je näher Kolja ihm kommt. 
    Koljas Neugier ist geweckt und er möchte Ruben unbedingt näher kennenlernen. Zwischen Sternenbildern und Planeten entsteht ein zartes Band der Zugehörigkeit, bei dem sich beide am Ende entscheiden müssen, wohin sie das Leben wirklich bringt. 




    Ich folge Matti Laaksonen schon eine ganze Weile lang auf Instagram und doch ist dieses Buch mein erstes Werk. Und eines - soviel kann ich euch bereits jetzt verraten - direkt in mein Herz geschlichen hat und für ein Lesehighlight in diesem Jahr gesorgt hat. 
    Der Schreibstil von Matti Laaksonen ist so wunderbar, dass man regelrecht an den Seiten klebt und sich in die Charaktere verliebt.  
    Schon mit dem Einstieg in das Buch wird deutlich, dass es ein Buch ist, dass man nicht einfahc mal so zwischendurch liest. Es hallt nach, es regt zum Nachdenken an und sorgt gelegentlich auch für ein paar Seufzer. In den verschiedensten Ausführungen. 

    Ruben hat mein Herz auf so viele unterschiedliche Arten und Weisen erobert. Er wächst über sich hinaus und zieht sich doch genauso schnell wieder zurück, wenn er sich von einer neuen Situation überfordert fühlt. Und Kolja bringt ihn in verdammt viele solcher neuer Situationen. 
    Matti Laaksonen beschreibt ihn auf eine so reale Art und Weise, dass ich oft das Gefühl hatte, direkt neben Ruben zu stehen. Oder gar direkt in seinem Körper zu stecken. 
    Er ist ein Charakter, der so vielschichtig ist, dass man gar nicht richtig weiß, welche Seite man an ihm zuerst entdecken will. Oder an sich selbst. 
    Durch seine psychische Erkrankung hat er in der letzten Zeit sehr zurückgezogen gelebt und so gut wie niemanden an sich herangelassen. Bis auf seinen besten Freund, der gefühlt am anderen Ende der Welt lebt und seinen alten, kauzigen Chef, den ich ebenso sehr ins Herz geschlossen habe. Aber auch bei ihm kann er sich nicht komplett öffnen und erst Kolja schafft es, Risse in die Mauern zu schlagen, die er im Laufe der Jahre um sich herum aufgebaut hat. Zumindest ein paar. 

    Und können wir bitte mal darüber reden, wie toll Kolja an sich ist? Auch wenn er sein eigenes Päckchen mit sich herumschleppt und anfangs auch nicht richtig weiß, wie er mit Ruben umgehen soll, gibt er nicht auf. Er zeigt ihm offen, dass er ihn näher kennenlernen will. Er gibt ihm Zeit, er wartet auf ihn und ist doch immer in der Nähe, wenn Ruben ihn braucht. Egal auf welche Weise. 

    Gleichzeitig lernen sie sich nicht nur selbst neu kennen, sondern auch für das einzustehen, was ihnen wichtig ist. Sprache muss nicht immer laut sein, sie kann auch leise sein. Und doch genau dadurch so viel mehr aussagen, als jedes Wort dieser Welt es je könnte. 

    Matti Laaksonen hat ein Buch geschrieben, dass sich nicht dadurch auszeichnet, indem es sonderlich viel Spannung oder Nervenkitzel enthält. Es ist ein Buch, dass mit einer Intensität an Gefühlen herbeikommt, dass man sich als Leser am besten direkt ins Buch beamen will, um die beiden Protagonisten in die Arme zu nehmen. 

    Kolja und Ruben und ihre Geschichte über Selbstfindung, Gefühlschaos und dem Wunsch nach Normalität. 
    Eine Geschichte, die nicht laut polarisiert, sondern sich leise in das Herz des Leser schleicht.
    Eine Geschichte,  die noch viel viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie bislang bekommen hat. 

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