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[Aktion] Schon ein Loch im Bauch - Part II

Hallo ihr lieben Leserinnen und Leser.. ( habe ich überhaupt männliche Leser :D),

heute steht schon wieder eine neue Ausgabe von

ins Haus. Ich habe euch diesmal Romy Fischer ausgesucht, von welche ich vor nicht allzu langer Zeit das Buch Panikattacke Deluxe lesen und rezensieren durfte.


1. Wann hast du mit dem Schreiben angefangen und wer oder was hat dich dazu animiert?
 
Ich habe schon als Kind immer mal wieder Kurzgeschichten gemalt/geschrieben. In der Jugendzeit hatte das zeitweilig mal nachgelassen, aber als junge Erwachsene habe ich wieder damit angefangen. Als Kind waren es ganz klassische Themen wie Weihnachten, Ostern, oder andere Dinge, die ein Kind beschäftigen. Mit dem Alter wuchsen dann auch die Themen an. Animieren tut mich demnach das Leben – alles, was mich umgibt, kann mich unter Umständen reizen.
 
2. Wir läuft so ein Schreibnachmittag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen Kapiteln? Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht?
 
Musik kann ich leider nicht hören, während ich schreibe, da es mich zu sehr ablenkt. Ich würde dann wohl eher mitsingen (falls man das als singen bezeichnen kann), als dass ich mich auf den Text konzentrieren könnte. Deshalb ist Musik tabu. Manchmal läuft jedoch leise im Hintergrund Fernsehen. Warum auch immer, aber manchmal hilft es – sofern kein „Reality TV“ läuft bzw. Gerichtssendungen oder Übertragungen aus dem Dschungel. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich es möglichst bequem habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass so meine Ideen am besten fließen.
 
3. Hast du selbst einen Lieblingsauto oder ein Lieblingsbuch?
 
Ich mag Tommy Jaud sehr, aber auch Dave Barry und Christopher Moore. Und wer gerne Hundegeschichten mag, dem empfehle ich dringend von Gerritje Krieger „Die Mops-Monologe“. Einfach herrlich!
 
4. Welcher ist dein größter - mit dem Schreiben - verbundener Traum?
 
Darf ich größenwahnsinnig sein? Ein Bestseller zu landen wäre nicht schlecht. Aber prinzipiell würde ich mich schon sehr darüber freuen, wenn ich die nötige Zeit aufbringen könnte, um mich für einige Zeit in irgendeinem Ferienhäuschen an der Nordsee zurückzuziehen und dort bei diesem Panorama durchgehend schreiben zu können.
 
5. Oder dein größter nicht mit dem Schreiben verbundener Traum?
 
Raus aus der Stadt, irgendwo auf dem Land oder wenigstens Ortsrand, mit eigener Familie, Hund, Katze, Maus.
 
6. Bestimmst du die Titel deiner Bücher selbst oder holst du dir dabei Hilfestellungen, wie z. B. Ideen derer, die dir nahe stehen oder deine Leser?
 
Prinzipiell kann ich mir die Titel selbst aussuchen. Allerdings will das alles gut überlegt sein. Denn mit einem Titel kann man Menschen entweder neugierig machen, oder sie langweilen bzw. sogar abschrecken. Deshalb frage ich oft auch im privaten Bereich herum, welcher Titel besser gefällt. Notfalls kann man auch immer noch auf eine PR-Agentur zurückgreifen.

 
7. Wie lange schreibst du ungefähr an einem Buch und welches liegt dir besonders am Herzen?
 
Das hängt von mehreren Faktoren ab. Muss ich vielleicht erst noch länger zu einem Thema recherchieren, oder steckt Selbsterlebtes drin. Wie leicht fallen mir Dialoge und wie stimmig sind sie. Muss ich vielleicht später einiges Streichen und gegen Neues austauschen. In der Regel stecken aber meist mindestens 6 Monate harte Arbeit in meinen Projekten, oder aber sogar 1 Jahr. Derzeit liegt mir mein aktuelles Buch "Panikattacke Deluxe" sehr am Herzen. Ich berichte darüber, wie sich das Leben verändert, wenn man die Diagnose "Angststörung" gestellt bekommt und mit Panikattacken zurechtkommen muss. Das ganze Leben steht auf dem Kopf. Zum einen möchte ich über diese Erkrankung aufklären, die immer mehr Menschen betrifft - nur die wenigsten outen sich (mittlerweile sogar schon 14% aller Europäer!) - und ich möchte Betroffenen Mut machen, die oftmals nicht mehr wissen, wie sie ihr Leben gestalten sollen und wie sie mit dieser Erkrankung überhaupt umgehen sollen.
 
8. Entwirfst du deine Buchcover selbst oder übernimmt das jemand anders?
 
Auch hier habe ich freie Entscheidungsgewalt. Doch auch hier hole ich mir gerne bei den ersten Entwürfen Feedback ein.
 
9. Wenn du keine Autorin geworden wärst, womit würdest du dann jetzt deine Bücher verdienen bzw. reicht dir das Veröffentlichen deiner Bücher, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten?
 
Leider reicht es noch nicht ganz aus, um davon leben zu können. Es wäre allerdings ein großer Wunsch von mir. Ich komme ursprünglich aus dem sozialen Arbeitsfeld.

 
10. Hast du schon mal eine Lesung organisiert oder würdest du gerne mal eine für deine Leser veranstalten?
 
Ich habe bereits in der Vergangenheit Lesungen organisiert. Momentan steht mir da jedoch leider meine Krankheit im Weg, die es verhindert, dass ich das momentan leisten kann. Dies habe ich in meinem aktuellen Buch „Panikattacke Deluxe“ verarbeitet. Und darin wird dem Leser auch schnell klar, dass ich derzeit auf Situationen angewiesen bin, die wenig Unruhe in mein Leben bringen. Eine Lesung wäre jedoch mit recht viel Aufregung verbunden. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich das in Zukunft irgendwann wieder machen kann. Es ist ein großer Wunsch von mir. Bis dahin bleiben Video-Lesungen von mir, die ich dann und wann veranstalte und über meine Webseite abrufbar sind.

 
11. Wenn du nicht gerade schreibst, womit verbringst du dann deine Nachmittage? Hast du ein Hobby, welches dir neben dem Schreiben sehr am Herzen liegt?
 
Ich habe 2 Katzen und einen Pflegehund 1-2 Mal pro Woche, mit denen ich gerne viel Zeit verbringe. Ansonsten bin ich gerne kreativ im Handarbeitsbereich, ich male und bin gerne mit Freunden zusammen.

So, das war nun mein Interview mit Romy.  Das nächste steht auch bereits in den Startlöchern, da warte ich nur noch auf die Rücksendung der Fragen und dann.. mal schauen, wen ich mir als nächstes zum Ausquetschen kralle.
Freiwillige vor? :D 
Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Freude an dem Interview wie Romy und ich.. und Romy, falls du mal wieder jemanden zum Rezensieren eines Buches brauchst, stehe ich dir gerne zur Verfügung. 

Bis dahin, 

 

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