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[Rezension] Der dunkle See

 
Titel: Der dunkle See
Autor: Conny Schwarz
Kriminalroman
Originalausgabe
ca. 318 Seiten, Taschenbuch
H19,0 x B12,5 cm

EUR 9,99 [D]
Erstverkaufstag: 20.05.2015
ISBN 978-3-8321-6309-9

Inhalt: "

Der zweite Fall für Thea Dombrowski

Lokalreporterin Thea Dombrowski hat sich mit ihrer Tochter inzwischen halbwegs in Wartenburg eingelebt. Was daran liegen mag, dass in der idyllischen Kleinstadt mehr passiert, als sie gedacht hätte. Als Thea eines Morgens zu Recherchezwecken einen Jäger begleitet, machen sie eine schockierende Entdeckung: Ein Mann wurde in seinem am Waldrand gelegenen Haus auf brutale Weise ermordet. Spuren deuten darauf hin, dass der Mann in der rechten Szene aktiv war. Vor einiger Zeit wurden die Bewohner eines Flüchtlingsheims in der Gegend bedroht − könnte hier ein Zusammenhang bestehen? Die Stimmung in der Stadt heizt sich auf, bei sogenannten Montagsspaziergängen wird gegen die »Lügenpresse« gehetzt. Thea ist alarmiert. Kurze Zeit später verschwindet auch noch Benjamin Ullreich, der Sohn ihrer Nachbarin, spurlos. Offenbar hat sich Benjamin intensiv mit dem NSU und dem Heilbronner Polizistenmord auseinandergesetzt. Spätestens jetzt ist klar, dass schnell etwas passieren muss, damit die Situation nicht völlig außer Kontrolle gerät ... " Quelle: Der dunkle See

Erstmal gilt mein Dank auch an dieser Stelle wieder dem DuMont Buchverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Flüchtlingsheime und deren Bewohner sind nicht nur momentan ein großer Thema und natürlich ist mir auch der Heidelberger Polizistenmord ein Begriff. Schon damals, als es passiert ist - und auch heute noch - verfolge ich die Geschehnisse drum herum mit großem Interesse, daher war das Buch selbst für mich von ebenso großem Interesse, aber konnte meine Neugierde auch gestillt werden?

Zu erst muss ich sagen, dass ich den ersten Band nicht kenne, aber persönlich hatte ich jetzt keine Probleme, irgendwelche Zusammenhänge nicht zu verstehen, die unbedingt mit dem ersten in Verbindung stehen und die Dinge, die vielleicht ein wenig unverständlich waren, wurden mir als Leser entweder erklärt oder ich konnte sie mir selbst zusammenreimen.


Dieses Buch beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Flüchtlingsstrom, welcher schon seit geraumer Zeit in vielen Teilen Deutschlands das Gesprächsthema ist. Die NSU - Prozesse und den Mord an der Heidelberger Polizistin spielen dabei eine ebenso große Rolle.
Als ein Mord geschieht und anschließend der Nachbarssohn der Mutter der Hauptprotagonistin verschwindet, scheint das Chaos perfekt und Lea befindet sich mittendrin.
Die Ermittlungen selbst leitet Daniel, welcher ein alter Schulfreund von Thea ist. Im Gegensatz zu Thea bin ich mit ihm nie so richtig warm geworden und konnte ihn auch selten wirklich einschätzen.
Thea selbst ist ein wenig chaotisch, lebt mit ihrer Tochter wieder bei ihrer Mutter, was nicht nur einmal zu Reiberein führt.
Als Benni, der Nachbarssohn verschwindet, ermittelt Thea auf eigene, nicht immer legale Weise und befindet sich schon bald inmitten eines Kriminalfalls, in welchen sie so vermutlich nie verwickelt sein wollte.

Ich war mir lange Zeit nicht sicher, was ich wirklich von den Charakteren halten sollte, weil ich einfach mit niemandem wirklich warm geworden bin. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich den ersten Band der Reihe wirklich nicht gelesen habe.
Thea's Humor hat mich manchmal zum Schmunzeln gebracht, auch wenn es eigentlich manchmal gar nicht zum Schmunzeln war und ihr Verhältnis zu ihrer Mutter hat mich so manches Mal an mein eigenes - nicht vorhandenes - Verhältnis zu meiner eigenen Mutter erinnert.

Ich muss auch sagen, dass ich mit dem Schrift und Email - Verkehr am Anfang und zwischen drin recht wenig anfangen konnte, es teilweise schon als ein wenig störend empfunden habe.
Nicht unbedingt, des Inhalts wegen, sondern eher allgemein. Sie waren in meinen Augen einfach.. unnötig?
Alles in allem ist es ein Buch, was man lesen kann, aber nicht unbedingt gelesen haben muss und außerdem denke ich, dass man sich schon ein wenig mit der Szenarie auseinander setzen muss, um einiges besser verstehen zu können.
Der Schreibstil ist gut, wenn manchmal auch etwas langatmig und wirkliche Krimielemente gab es nur am Ende des Buches, als es um die Aufklärung des ganzes Falls ging.



 


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