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[Rezension] Das wilde Herz des Wacholders

 
 
Titel: Das wilde Herz des Wacholders
Autor: Vanessa Roggeri
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Inhalt: "In einem sardischen Dorf kommt in einer stürmischen Gewitternacht ein Mädchen zur Welt. Für die Familie Zara kein freudiges Ereignis: Einem alten Volksglauben nach ist jede siebte Tochter eine Coga, eine Hexe, die Unheil verbreitet. Damit das Unglück abgewendet werden kann, muss sie noch in derselben Nacht sterben. Die älteste Tochter Lucia rettet ihre kleine Schwester - Ianettas Schicksal scheint dennoch besiegelt: Von Anfang an wird sie gefürchtet und geächtet. Nur Lucia kämpft gegen den Aberglauben. Mit ihrer Hilfe wächst Ianetta zu einer jungen Frau heran, stark und unbeugsam wie wilder Wacholder." Quelle: Wacholder
 
 
Erstmal gilt mein Dank dem dtv - Verlag, welcher mir auch diesmal dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich habe es eine Weile vor mich hergeschoben und auch die Rezension ließ nun doch etwas länger auf sich warten.
Ich hoffe, ich kriege überhaupt noch zusammen, was ich während des Buches gedacht habe, denn wirkliche Notizen habe ich mir diesmal nicht gemacht. oô
Also los..

In einem kleinen Dorf auf Sardinen erblickt Ianetta in einer stürmischen Gewitternacht das Licht der Welt. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass Ianetta das 7. Kind der Familie ist, ist sie auch noch das 7. Mädchen.
Damit ist das Kind automatisch eine "Coga", eine Art Hexe. Ihr Schicksal scheint bereits besiegelt, als sich ihre ältere Schwester Lucia ihrer annimmt.
Doch was bedeutet das für sie? Hat sie damit wirklich einen Fluch über ihre Familie gelegt?

Ianetta wächst zwar weiterhin im Haus auf, aber wirklich zur Familie gehören tut sie nicht. Alles, was dem Haus und deren Bewohnern in Zukunft negatives widerfährt wird auf Ianetta zurückgeführt, immerhin ist sie eine Coga, eine Hexe.
Einzig und allein Lucia glaubt nicht an diesen Aberglauben, aber ist das wirklich die richtige Entscheidung oder hat ihre Familie und der Rest des Dorfes am Ende doch recht? Ist an allem wirklich Ianetta schuld?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich sehr damit getan habe, um überhaupt in das Buch zu finden.
Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es gelegen hat, denn der Schreibstil an sich, war gar nicht so schlecht. Es war vermutlich einfach das Drumherum selbst. Vielleicht auch an der deutschen Übersetzung, auch wenn ich die Originalausgabe auf Italienisch nie lesen werde.

Einem Teil von mir hat es jedoch wirklich gefallen, zu lesen, was der Glaube an Aberglaube alles bewirken kann. Die Familie Ianettas und Lucias glauben mit aller Macht an dieser Vorhersehung und lassen es Ianetta auch von Anfang an spüren. Sie hat einen sehr schweren Stand in ihrer Familie und das schon von Geburt an. Lucia nimmt sich ihrer zwar ein wenig an, aber ich hatte manchmal das Gefühl, dass sie sich einfach doch noch viel zu sehr von ihrer Familie beeinflussen lässt.

Über das Buch hinweg entwickelt sich auch eine zarte Liebesgeschichte, zwischen Lucia und einem jungen Doktor, was mir selbst eigentlich ganz gut gefallen hat. Allerdings scheint auch diese unter keinem guten Stern zu stehen, woran ihre jüngere Schwester nicht ganz unschuldig ist - vorallem, wenn es nach dem Glauben ihrer Familie geht. Immerhin ist Ianetta eh immer an allem schuld.
Ich will auf das Ende selbst nicht länger eingehen, aber ich muss ehrlich gestehen, dass es aufgrund einiger Schilderungen im Buch, einiger Anspielungen nun wirklich nicht mehr überraschend war.
Ich denke, es ist ein Buch, welches sich zwar gut für zwischendurch lesen lässt, aber keinen wirklichen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

 

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