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[Rezension] Saskias Gespenster

Titel: Saskias Gespenster
Autor: Corinna Antelmann

304 Seiten | 12,5 x 20 cm | Paperback | Klebebindung |

Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-94-0

Inhalt: "
Saskia hasst das Leben. Und sie hasst das Heim, in das sie nach dem Tod ihrer Eltern gesteckt wurde.
Vertrauen fasst die 12-Jährige allein zu einigen Gespenstern, die auf einem nahegelegenen Waldfriedhof hausen. Und sie auf die Idee bringen, dass ihre Eltern vielleicht doch noch leben, irgendwo. Sie bieten Saskia Unterstützung bei der Suche nach ihnen an. Allerdings nicht ohne Hintergedanken …
Und dann ist da noch Oskar, der Einzige aus dem Heim, den sie an sich heranlässt. Er will Saskia wieder auf die Seite des Lebens ziehen. Aber dann passiert etwas Unerwartetes. Und stellt Saskias aufkeimende Lebensfreude erneut auf den Prüfstand." Quelle: Saskias Gespenster

Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Verlag von Monika Fuchs. Sie hatte mich per Mail gefragt, ob ich nicht Lust hätte, das Buch der Autorin Corinna Antelmann zu lesen.
Den Klappentext fand ich irgendwie.. ich will nicht sagen niedlich, aber er hat mich neugierig gemacht, also habe ich zugestimmt.
Nach scheinbar endlos langen Wochen habe ich es nun endlich geschafft, das Buch auch zu lesen.


Saskia ist gerade mal 12 Jahre alt, als sie ihre Eltern bei einem Autounfall verliert. Das junge Mädchen denkt, sie habe ihn mitverursacht und zieht sich in dem Heim, in welchem sie fortan aufwachsen soll völlig zurück.
Ihre Zimmernachbarin Natalie geht ihr sowieso auf die Nerven und mit dem Doktor des Heimes will sie erst recht nicht reden.
Nur Oscar, ein eher unscheinbarer Junge, mit jeder Menge Flausen im Kopf schafft es zu ihr durchzudringen und sogar das eine oder andere Lächeln zu entlocken.
Doch was hat es mit den Gespenstern auf sich, die Saskia auf dem Waldfriedhof begegnen. Die Gespenster, die nur sie zu sehen scheint und zu denen sie doch so viel Vertrauen aufbaut, dass sie sogar darüber nachdenkt, ob ihre Eltern vielleicht nicht tot, sondern doch noch am Leben sind.
Oscar will sie wieder auf die Seite des Lebens ziehen und scheint auch damit Erfolg zu haben, bis etwas passiert, was Saskia doch wieder völlig aus der Bahn wirft.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ganz gut gefallen. Man merkt deutlich, dass es auf die angeschriebene Altersklasse abgestimmt ist. Es ist verständlich geschrieben und baut eine gewisse Spannung auf, die für 12 - Jährige genau passend erscheint.
Die Autorin hat auch die Gespenster so "ins Leben gerufen", dass man sie einfach gern haben muss und selbst als Leser, als junger Leser, auch verstehen kann, was es mit dem Leben und dem Tod auf sich hat.
die Erklärungen, warum sich ein jedes , kleines Gespenst noch immer ein wenig an sein Leben klammert fand ich auch sehr gut geklungen und verständlich und haben mich so manches Mal sogar zum Schmunzeln bringen können.

Als kleinen Kritikpunkt muss ich aber auch sagen, dass mir Saskia manchmal nun wirklich nicht wie eine 12jährige vorkam. Oftmals wirkte sie erwachsener, als sie vielleicht sein musste. Dann hat man aber auch wieder gemerkt, dass sie eben noch so jung ist, gerade im Umgang mit Oscar und dessen Geheimnis. Manchmal war sie mir einfach ein wenig zu.. sprunghaft.

Oscar hingegen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er war einfach ein Junge, den man gern haben musste. Obwohl er ein Geheimnis mit sich rumträgt, was nur eine Person aus dem Heim zu kennen scheint, lässt er sich nicht unterkriegen und lässt nichts unversucht, um Saskia ein Stück seiner Lebensfreude abzugeben.
Gerade im Umgang mit Saskias Geistern konnte er mich zum Schmunzeln bringen und ich glaube, ich habe mich sogar ein kleines bisschen in ihm wiedererkannt.

Die Thematik, welche sich mit Leben und Tod beschäftigt und dem, was sich dazwischen vielleicht befinden könnte, war kindgerecht und verständlich geschrieben. Der Schreibstil locker und leicht. Eine Mischung aus Spannung und etwas Humor hat es mir ermöglicht, über den kleinen Kritikpunkt mit dem Verhalten Saskias hinweg zu sehen.
Ich bin mir sicher, dass es definitiv nicht das letzte Buch, was ich von Corinna Antelmann und auch aus dem Verlag von Monika Fuchs gelesen habe.
 
Melanie



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