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[ Rezension ] Thea Hong - Prinzessin der 1000 Diebe I - Betrayed

Schön länger als lang folge ich Thea Hong auf Social Media und es gibt auch noch weitere Bücher von ihr auf meinem Handy und im Bücherregal, die ich noch lesen muss und vor allem auch möchte. 
Heute geht es um ein Buch, bei dem ich nicht mit aufgrund des Covers direkt angefixt war, sondern auch unglaublich auf die Geschichte dahin war. Gerade weil es koreanisches Setting hat. 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe 

  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 26. September 2025
  • Auflage ‏ : ‎ 1. Aufl. 2025
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 432 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3757701380
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3757701383
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    Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Verlagsund natürlich bei Thea selbst.  

    Inhalt: Sora ist die rechtmässige Erbin einer großen koreanischen Firmenimperiums. Ihre Familie verfügt seit Jahren über magische Fähigkeiten und gelangte dadurch zu Macht und Reichtum. Der Clan der Diebe. 
    Sora hingegen ist jedoch so etwas wie das schwarze Schaf der Familie, denn sie ist offenbar magielos und damit eine große Enttäuschung für ihre Familie. Und vor allem für ihren Vater. 
    Aus dem Grund lebt sie außerhalb der Großmetropole Busan auf der Insel Jeju. Mit ihrer Mutter führt sie dort ein kleines Café und kümmert sich auch gleichzeitig um ihre erkrankte Mutter. 
    Als sie eines Tages eines versiegelten Brief erhält, gerät ihre Welt vollkommen aus den Fugen. Denn durch diese Einladung trifft sie auf Menschen, die sie nie wiedersehen wollte. Und auf einen attraktiven gefangenen Gott, der seine Hilfe genauso sehr braucht, wie sie seine. 
    Aber ist sie diesem neuen Lebensabschnitt überhaupt gewachsen? Oder vielmehr, will sie sich überhaupt mit ihm auseinander setzen? 
    Sora muss Entscheidungen treffen, die nicht immer auf Gegenliebe treffen und fragt sich einmal mehr, ob das, was sie bislang alles geglaubt, wirklich der Wahrheit entspricht oder ihr Leben eine einzige Lüge war. 


    Der Schreibstil von Thea Hong ist wunderbar. Schon auf den ersten Seiten lernt man eine Protagonistin kennen, die schon früh lernen musste, dann man weniger wert ist, wenn man nicht den Vorstellungen der Familie entspringt. Dadurch, dass sie kein Mana besitzt und somit wertlos im Gegensatz zu allen anderen Mitgliedern des Clans ist, zieht sie mit ihrer kranken Mutter auf die Insel. Ausgemustert sozusagen. 

    Der Brief ihres Vaters verändert alles und obwohl sie sich dagegen wehrt, die Insel zu verlassen, weiß sie auch, dass sie sich ihrem Schicksal fügen muss. 
    Das dieses Schicksal daraus besteht, mit ihrer Halbschwester Jia um die Gunst des Vaters zu kämpfen, stand allerdings nicht auf ihrer Agenda. Und die Tatsache, dass ihr dabei ein gefangener Gott zur Seite steht, der mit ihr auf eine Art und Weise verbunden ist, die sie nicchdt erwartet hat, schon lange nicht.
    Die Höllenprüfungen, die ihr Vater und die Götter ihr auflegen, bringen nicht nur Sora an ihre Grenzen, aber sie kämpft sich durch. 
    Und sie wächst dabei einmal mehr über sich hinaus. 

    Und hallo, können wir bitte mal darüber reden, wie toll Thea Hong der gefangene Gott gelungen ist, mit dem sich Sora rumärgern muss? Der Schlagabtausch zwischen den beiden Protagonisten hat mir unglaublich gut gefallen und auch, wenn es auch viele ernsthafte und wichtige Momente zwischen Sora und Ran gibt, kommt auch der Humor nicht zu kurz. 7Mit Ran hat sie außerdem einen besonderes vielschichtigen Charakter, den ich manchmal gar nicht richtig einschätzen konnte. Immer wenn ich gedacht habe, ich habe ihn ein wenig durchschaut, hat er genau gegenteilig gehandelt. 
    Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst sind, liebe ich genau das an einem Charakter. Auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig komisch klingt. 
     
    Auch Nebencharaktere wie Jia haben dazu begetragen, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Am Anfang war ich ultragenervt von ihr, aber wenn man erst einmal hinter ihre Fassade geschaut hat, fängt man als Leser an, sie zu verstehen und ihre Handlungen zu hinterfragen. 
      
    Dieses Buch ist der Auftakt einer Diologie und dieser erste Band hat es bereits in sich. Ein roter und vor allem spannender Faden zieht sich durch das komplette Buch und endet in einem Cliffhänger, bei dem man sich fragt, wie Thea Hong es selbst mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, den Leser so sehr auf die Folter zu spannen.  

    Ein Auftakt nach Mass, der neugierig auf mehr macht. Mit Charakteren, die über sich hinauswachsen und sich erst selbst verlieren müssen, um sich wiederfinden zu können. Vertrauen und Verrat, Familie und Freundschaft. Hingabe und Aufgabe. Alles das vereint Thea Hong in einem Auftakt, der zu einem echten Lesehighlight für mich geworden ist und ich freue mich bereits jetzt auf den Abschlussband der Diologie.  

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