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[ rezension ] nicolas mueller - der tengu von tokio

Dieses Buch hat über Netgalley den Weg auf mein Handy gefunden. Nicht nur, weil schon das Wort "Tokio" auf dem Cover stand, sondern auch weil mich der Klappentext dazu sehr angesprochen hat. Mit Japan als Setting und der Hintergrundgeschichte, die Fantasy - Elemente verspricht, war ich sofort angefixt. 


  • ASIN ‏ : ‎ B0D2PQBGH
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 19. Juli 2024
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Dateigröße ‏ : ‎ 9.1 MB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 431 Seiten
  • PageFlip ‏ : ‎ Aktiviert
  • Buch 1 von 3 ‏ : ‎ Thron der Chrysanthemen Trilogie
  • Lesealter ‏ : ‎ 14–18 Jahre
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    Inhalt: Leo kann es nicht fassen, als er für sein Auslandssemester ausgerechent nach Japan geschickt wird. Mit dem Heimatland seiner Eltern wollte er absolut nichts mehr zu tun haben und jetzt muss er das nächste Jahr an dem Ort verbringen, den er am liesbten aus seinem Leben streichen würde. 
    Obwohl er sich anfangs dagegen wehrt, bleibt ihm schließlich keine andere Wahl und er reist ans andere Ende der Welt. 

    In Japan lernt er die mysteriöse Naomi kennen, die ihm als Mentorin zur Seite stehen soll. Obwohl sie ihm eigentlich nur die japanische Kultur ein wenig näher bringen soll, wird Leo schließlich Zeuge, wie Naomi sich mit einem Mann trifft, der als sich Tengu von Japan entpuppt. Ein Fabelwesen, als dass sich der Mann verkleidet. 
    Leo findet sich in mitten einer unglaublichen Jadg wieder, dessen Geheimnis am Ende auch ihn beinflusst. Die Grenzen zwischen japanischer Mythologie und Realität verschwimmen und Leo muss sich einmal mehr fragen, was genau passiert, wenn sie es nicht schaffen, den Tengu zu schnappen, um eine Katastrophe verhindern?



    Ich muss gestehen, dass ich etwas zwiegespalten bin, was dieses Buch angeht. Der Hintergrundaspekt der japanischen Mythologie hat mir wirklich gut gefallen und sie war auch der Grund, warum ich hauptsächlich zu dem Buch gegriffen habe. 
    Mit Leo als Protagonist hatte ich anfangs allerdings wirklich meine Probleme. Er wirkt nicht wie ein typischer Student, sondern eher wie ein Teenager, der noch nicht so richtig weiß, wohin er im Leben eigentlich will. 
    Der Storyverlauf plätschert anschließend nur so vor sich hin und bringt gerade zu Anfang nicht wirklich viel Spannungselemente mit sich. Vielmehr dreht es sich um Leos Verhältnis zu seiner japanischen Vergangenheit und seinem Betreben, dort auf gar keinen Fall hinreisen zu müssen. 

    Erst im Laufe der Geschichte hat sich auch die japanische Mythologie herauskristallisiert und das wiederrum hat mir sehr gefallen. Und mir auch wieder neues Hintergrundwissen vermitteln konnte. Der Tengu, der als Himmelshund als geflügeltes Wesen gilt, hat datzu beigetragen, dass auch Leo sich in eine Richtung entwickelt hat, die mir am Schluss des Buches nicht mehr ganz so negativ aufgefallen ist. Er konnte mich zwar nicht komplett von sich und seinem Handeln überzeugen, aber er ist auch auf eine Art und Weise über sich hinausgewachsen, die seine Lernfähigkeit unter Beweis gestellt hat. 

    Unter dem Hauptthema der japanischen Mythologie hat mich das Buch war überzeugen können, aber die Charaktere blieben viel zu blass. Leo und Naomi, aber auch andere Nebencharaktere. Obwohl man merkt, dass Nicolas Mueller's Herzblut in diesem Buch steht, konnten der Schreibstil und die teilweise vor sich hinplätschernde Handlung mich nicht ganz so sehr überzeugen, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. 
    Wer sich allerdings mit dem Thema japanische Mythologie beschäftigen will oder noch mehr darüber erfahren will, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben.
    Für mich war es leider nicht der richtige Zeitpunkt. Oder nicht das richtige Buch. 

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