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[Rezension] Leons Erbe

Titel: Leons Erbe
Autor: Michael Theißen

Verkauf erfolgt durch DigitalStores GmbH
Download-Größe: 1 MB
Bastei Entertainment
Thriller
300 Seiten
ISBN: 978-3-7325-2510-2
Ersterscheinung: 02.05.2016


Inhalt: "Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit – nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet ..."
Quelle: Leons Erbe

Erstmal danke ich dem Autoren dafür, dass er mich über Mail angeschrieben hat und zusätzlich danke ich dem Verlag, dass sie mir das Rezensionsexemplar hinterher zur Verfügung gestellt habe.
Das Cover fand ich schlicht, aber total toll und den Klappentext sehr vielversprechend, aber konnte es auch halten, was es verspricht?

Für Katja ist nichts mehr, wie es einmal war. Nicht nur, dass ihr geliebter Sohn durch einen tragischen Verkehrsunfalls ums Leben gekommen ist, auch ihre Schwester ist schon seit Monaten verschwunden.
Katja ist mit den Nerven am Ende und weiß nicht mehr ein, noch aus. Als sich ein Notar bei ihr meldet und ihr mitteilt, dass er ihr etwas von ihrem verstorbenen Sohn übergeben soll, gerät nicht nur ihr eigenes Leben noch weiter aus den Fugen.
Wie kam Leon an das Armband, welches einst ihrer Schwester gehörte? Was will er ihr dadurch mitteilen?


Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil sofort gefallen hat. Das buch wird hauptsächlich aus Katjas Sicht erzählt.
Sie erführt vom Tod ihres Sohnes und dieser ominösen Kiste, sie erfahrt von dem Privatdetektiv, den ihr Mann engagiert hat, um den Unfallverursacher zu finden und sie erfährt auch mehr über das Verschwinden ihrer Schwester.
Ich hatte das Gefühl, mich in Katja hineinversetzen zu können und wenn ich ehrlich sein soll, wüsste ich nicht, wie ich mich an ihrer Stelle verhalten würde.
Wie ich mit dieser Situation umgehen würde.

Der Autor hat den Spannungsbogen aufrecht erhalten und immer, wenn ich das Gefühl hatte, jetzt habe ich es, hat er mich auf eine andere Fährte geführt.
Das Ende kam für mich ziemlich überraschend, denn mit diesem habe ich so in der Form nicht gerechnet.
Was nichts schlechtes ist, eher im Gegenteil. Ich mag es, wenn ich bis zuletzt auf falsche Fährten geführt werde und selbst nicht richtig weiß, ob ich überhaupt noch auf der richtigen Spur bin.

Das einzige, was mich vielleicht ein wenig gestört hat, war die... sagen wir, die Routine, mit der Katja an die ganze Sache herangegangen ist.
Klar, ihr Sohn ist verstorben, ihre Schwester verschwunden, sie mobilisiert all ihre Kräfte, um die Hintergründe aufzudecken, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie sich zu sehr darauf versteift. Obwohl ihr Mann einen Privatdetektiv angeheuert hat, obwohl die Polizei in alle Richtung ermittelt, ist es ausgerechnet Katja, die die Hinweise findet, bei denen alle anderen völlig im Dunkeln tippen.
Das fand ich manchmal ein wenig... zu weit hergeholt.

Ansonsten war es ein E-Book, welches mir durchaus gefallen hat und ich hoffe von dem Autoren in Zukunft hoffentlich mehr vor die Linse bekommen.

Melanie

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