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[Rezension] Die Schwester



Titel: Die Schwester
Autor: Joy Fielding

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (16. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442477271
  • ISBN-13: 978-3442477272
  • Originaltitel: She's not there
Inhalt: "Caroline Shipley ist eine glückliche Mutter von zwei kleinen Mädchen. Doch dann wird ein Ferienaufenthalt in Mexiko zum Albtraum ihres Lebens, denn ihre zweijährige Tochter Samantha wird aus der Hotelsuite entführt. Alle Bemühungen, das Kind zu finden, sind vergebens. Carolines Ehe scheitert schließlich daran, und obwohl die Jahre vergehen, leidet sie noch immer unter ihren Schuldgefühlen. Da erhält sie eines Tages den Anruf einer jungen Frau, die behauptet, Samantha zu sein. Caroline steht unter Schock – und wird schließlich mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie von Neuem vor einen Abgrund stellt ..." Quelle: Die Schwester

Dieses Buch habe ich in diesem Jahr zum Geburtstag bekommen. Ich muss an dieser Stelle auch gestehen: Es ist mein erstes Buch von der Autorin überhaupt. Sie ist mir durchaus ein Begriff, natürlich. Aber gelesen habe ich bislang noch nichts von Joy Fiedling.
Wie war meine erste Erfahrung mit ihrem Schreibstil?
Lest selbst.

Caroline Shipley hat zwei gesunde Mädchen und einen wunderbaren Mann an ihrer Seite.
Es könnte alles wunderbar sein. Wäre da nicht dieser verhängnisvolle Urlaub in Mexiko, der alles verändert.
Ihre zweijährige Tochter Samantha wird aus dem Hotelzimmer entführt und alle Versuche das Kind zu finden, scheitern. Selbst die Polizei scheint machtlos.
Carolines Ehe zerbricht an dieser Verzweiflung und sie selbst leidet auch nach Jahren noch an ihren Schuldgefühlen.
Eines Tages erhält sie einen Anruf, der erneut alles verändert soll. Ein junges Mädchen behauptet Samantha zu sein, ihre entführte Tochter.
Caroline steht unter Schock und weiß nicht, welche Wahrheit sie glauben soll, denn die echte Wahrheit wird sie erneut bis ins Mark erschüttern.

Der Schreibstil von Joy Fielding ist wirklich flüssig und hat mir wirklich sehr gefallen. Schon auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, mich direkt in der Familie zu befinden.
Joy Fielding hat nicht nur die Entführung Samanthas beleuchtet, sondern auch die Jahre danach.
Die Jahre, in denen die Ehe der Eltern zerbricht.
Die Jahre, in denen sich die Schwester Samantha darin bestätigt sieht, dass sie nie den Stellenwert bei ihren Eltern haben wird, wie Samantha ihn hatte.
Ich konnte die Verzweiflung Carolines wirklich nachvollziehen und hatte nie das Gefühl, dass es irgendwie übertrieben wirkt.
Ich fand es manchmal allerdings etwas schade, dass sie darüber hinaus scheinbar vergisst, dass sie noch eine zweite Tochter hat.
Gerade, als die junge Frau auftaucht, die behauptet Samantha zu sein.
Natürlich will Caroline die verlorene Zeit wieder aufholen, aber Michaelle gerät dabei oft genug in den Hintergrund.
Was sich mittels Rebellion bei dem jungen Mädchen äußert. Sie traut der jungen Frau nicht über den Weg.

Ich muss sagen, dass es mich wirklich überrascht hat, wie sich das Buch entwickelt hat. Der Leser wird lange im Unklaren darüber gelassen, was damals in Mexiko wirklich geschehen ist. Diesen Umstand war ich wirklich gut und selbst ich, war bis zum Ende hin wirklich auf so vielen verschiedenen Fährten, wie schon lange nicht mehr.

Besonders gut fand ich auch die beiden Zeitebenen, die einmal die Zeit in Mexiko wiederspiegeln und einmal die Wirklichkeit, die Gegenwart.
Der Spannungsbogen wurde dadurch kontant aufrecht erhalten und das hat es mir echt schwer gemacht, das Buch an die Seite zu legen.
Das Ende und die Auflösung des ganzen Falls hätte ich so nicht erwartet, auch wenn mir gerade auf den letzten Zeiten fast schon wieder ein wenig zu schnell Friede, Freude, Eierkuchen herrschte.

Alles in allem kann ich euch das Buch aber ans Herz legen.
Spannung, Gefühl, ab und an vielleicht auch mal ein paar humorvolle Momente, haben das Buch zu einem kleinen Leseerlebnis gemacht.
Ich persönlich kann sagen, dass es gewiss nicht das letzte Buch gewesen sein wird, was ich von Joy Fielding lesen werde. 







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