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[Rezension] Spark - Die Elite #1

Titel: Spark - Die Elite #1
Autor: Vivien Summer

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Carlsen (21. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551317216
  • ISBN-13: 978-3551317216
Inhalt: "**Willkommen in den obersten Rängen der Gesellschaft…**
Kurz vor ihrer Volljährigkeit stellt sich heraus, dass Malia zu den Glücklichen der Gesellschaft gehört – den Menschen, denen eine außerordentliche Gabe zuteilgeworden ist. Von einem Tag auf den anderen zählt sie zur High Society des Landes: der ELITE. Aber für die verschlossene, immerzu unsichtbar bleibende Malia geht damit ein Albtraum in Erfüllung. Nicht nur richten sich plötzlich sämtliche Augen der Nation auf sie, auch muss sie sich als Trägerin eines übernatürlichen Elements ausgerechnet von dem bislang unerreichbaren High Society Boy Christopher Collins ausbilden lassen. Dem Jungen, in den sie seit Jahren heimlich verliebt ist und in dessen Augen das gleiche Feuer lodert wie in ihren…" Quelle: Autorin Vivien Summer

Zu diesem Buch gibt es eine kleine Vorgeschichte. Anfang des Monats war ich auf der Beerdigung eines für mich sehr wichtigen Menschen. Dort habe ich die Familienmitglieder der Autorin nach mehreren, wirklich sehr vielen Jahren, wiedergesehen.
Wir sind um mehrere Ecken sogar miteinander verwandt, also die Autorin und ich. Jedenfalls kam ich hinterher ins Gespräch mit besagten Familienmitgliedern und voller Stolz erzählte man mir von Veröffentlichung dieses Printbuches.
Ich habe noch an Ort und Stelle gegoogelt und hach, was war ich sofort in das Cover verliebt. Das Buch ist sofort auf meine Amazon - Buchliste gewandert und als ich am nächsten Tag, nach der Arbeit ein Buch für ein Wichtelpaket besorgen wollte, hat mich Viviens Buch dabei fast sogar angesprungen.
Auch wenn der Tag der Empfehlung also eigentlich einen traurigen Hintergrund hatte, hat er mir ein neues Buch beschert.
Aber wie hat mir der Rest gefallen? Abgesehen vom Cover?
Davon möchte ich euch jetzt erzählen.


Malia steht kurz vor ihrer Volljährigkeit. Für andere ein Grund zum Feiern, kommt es für sie einem Weltuntergang gleich.
Sie erfährt, dass sie eine von denen ist, die sich zu den Glücklichen der Gesellschaft zählen dürfen. Zu denen, denen eine ausssergewöhnliche Gabe zugeteilt worden ist. Einen von denen, die sie nie sein will.
Malia will diese Gabe gar nicht und trotzdem zählt sie von einem Tag auf den anderen zur High Society.  Der Elite. Immerhin ist die quasi daran schuld, dass sie einen Menschen verloren hat, der ihr soviel bedeutet hat.
Plötzlich richten sich die Augen der Nation auf und unscheinbare Mädchen und sie muss mit dieser Gabe klar kommen, die sie gar nicht haben will.
Und als wäre das nicht schon schlimm genug, muss sie sich ausgerechnet von ihrem heimlichen Schwarm ausbilden lassen. Seit Jahren ist sie schon in ihn verknallt und seine unmittelbare Nähe bringt nicht nur sie völlig aus dem Konzept.

Der Schreibstil von Vivien Summer hat mir wirklich gefallen. „Spark“ ist der Auftakt einer Dystopie Reihe von vier Bänden und der erste Band beschäftigt sich hauptsächlich mit Malia und ihrem Kampf gegen.. ja manchmal, wirklich gegen sich selbst. 
Das Element Feuer bekommt hier besonders viel Aufmerksamkeit und der Umstand, dass Menschen bzw. genveränderte Soldaten diese Gabe - und die der drei anderen Elemente - beherrschen können, hat mir wirklich gut gefallen. 
Malia ist ein Charakter, der mir wirklich gefallen hat. 
Vivien Summer hat es mir zwar nicht einfach gemacht, sie in manchen Situationen verstehen zu können, aber gerade das mag ich ja an solchen Charakteren.
Ich liebe Herausforderungen oder so.
Malia will diese Gabe einfach nicht, sie will keine Heldin sein und manchmal hat sie das den Leser auch deutlich spüren lassen. Gut, sie ist erst am Anfang ihrer eigentlichen persönlichen Herausforderung und wird wahrscheinlich noch nicht viel ausrichten können, aber manchmal hätte ich mir schon ein paar mehr mutige Momente von ihr gewünscht.
Noch mehr Momente, in denen sie zeigt, dass sie auch über sich hinauswachsen kann. ( Vielleicht folgt das ja noch in den Folgebänden?!) 

Ihr "Gegenpart", war mir echt so... boah, ihr könnt euch gar nicht erst vorstellen, wie oft ich mit der Bratpfanne hinter ihm stehen wollte. 
Chris ist wirklich dieser typische Bad Boy und lässt es Malia und zu oft spüren. Und das scheinbar auch noch mit wirklicher Genugtuung. Er versucht mit seiner ruppigen Art zu überspielen, dass hinter seinem Bad Boy - Image mehr steckt, als er nach aussen hin scheint. 
Ich mag diese "Harte Schale - Weicher Kern - Jungs wirklich gerne und Vivien Summer ist dieser Charakter wirklich gut gelungen.
Auch die Lovestory, die sich zwischen Malia und Chris entwickeln soll, hat sie glaubwürdig rüber bringen können und nicht gleich dieses "Ja man, ich liebe dich auch. Lass uns bis ans Ende unser Tage fröhlich durch die Gegend hopsen" beschrieben.  Das mag ich nämlich absolut gar nicht.
Gerade der Schlagabtausch zwischen Malia und Chris hat mir sehr gefallen, auch wenn er sie damit manchmal schon sehr verletzt hat. 

Der Auftakt dieser Reihe konnte mich wirklich begeistern. Mit Spannung, die zeigt, warum ausgerechnet Malia zu einer der glücklichen Auserwählten wurde, hat die Autorin ausserdem einen roten Faden gezogen, der sich durch das Buch hindurch zieht und auch konstant bleibt. Hauptsächlich dreht es sich in diesem ersten Band um das Training von Malia und den anderen Rekruten, aber gerade diesen Aspekt fand ich echt spannung und informativ. Als Leser spürt man beim Lesen, dass sich die Autorin Gedanken darüber gemacht hat, wie so etwas wirklich ablaufen könnte oder abläuft.
Mit einer kleinen Liebesgeschichte am Rande, Werten wie Freundschaft, Missgunst oder auch Erfolg hat sie ein Buch geschaffen, dass mich definitiv überzeugen könnte.
Und mit einem Cliffhänger, der hätte fieser nicht sein können, hat sie mich unglaublich neugierig auf den Nachfolgeband gemacht. 
Von mir definitiv eine klare Leseempfehlung und das nicht nur aufgrund der Vorgeschichte, die dieses Buch mit sich gebracht hat.

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