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[ bloggeraktion ] freitagsfüller

  Moin!  Heute gibt es den Freitagsfüller etwas später, weil auch Barbara ihn diesmal etwas später online gestellt hat und ich vor der Arbeit dann selbst doch nicht mehr dazu gekommen bin, ihn auszufüllen.  But here wie go!  Wenn ich ihr auch mitmachen möchtet, dann schaut unbedingt mal bei  Barbara  und ihrem tollen Blog vorbei. Da gibt es allerhand zu entdecken.   1. Gute Nachrichten könnte ich definitiv mal wieder gebrauchen. Momentan habe ich das Gefühl, ich ziehe nur noch das Negative an. Ist mein Karma so mies geworden?  2.  Diese Welt ist definitiv nicht der richtige Platz für  noch mehr Hass. Den gibt es doch leider schon genug. Können wir nicht einfach alle in Frieden miteinander leben, statt uns gegenseitig das Leben schwer zu machen?  3. Kürben ist  so ein schreckliches Wort. Sorry an alle, die es benutzen, aber ich finde es schrecklich!  4. Mein Allgemeinzustand könnte besser sein. 5. Das Zimmer in uns...

[Rezension] Der Wortjongleur

Titel: Der Wortjongleur
Autor. Sigrun Casper

256 S., gebunden mit Lesebändchen,
14,90 € , ISBN 978-3-88769-573-6.
 Covermotiv Album Rinaldo Hopf.
Auch als E-Book (über Ihre Buchhandlung oder amazon).



Inhalt: "Bestellung


Kilian lebt mit seiner Mutter in einem Provinznest im Westdeutschland der fünfziger und sechziger Jahre. Er ist ein uneheliches Kind, ein „Bankert“. In der Schule und im Ort lässt man Mutter und Sohn deutlich spüren, was man von ihnen hält. Sie erfahren Verachtung von allen Seiten. Und dann bemerkt Kilian, dieser freundliche, überaus liebenswerte Junge, der so erstaunlich mit Sprache umgehen kann, auch noch früh, dass er schwul ist. Eines tages macht er sich auf die Suche nach dem unbekannten Vater.
Dieser Roman ist eine fiktive Biografie – aber genauso, wie hier beschrieben, könnten sich die ersten Lebensjahre und Jugend des 2013 verstorbenen Dichters Mario Wirz abgespielt haben. (Die Schriftstellerin Sigrun Casper verband eine langjährige Freundschaft mit dem Dichter.)" Quelle: Kilian
 
Erstmal gilt mein Dank an dieser Stelle dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und außerdem noch Sunita Sukhana, dafür dass sie sich mit dem Vorschlag für dieses Exemplar bei mir gemeldet hat.
Ich habe von der Autorin selbst noch nicht gehört, aber ich fand den Klappentext wirklich angesprechend und konnte es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen. Gerade, weil mich auch die Thematik an sich schon interessiert.


Kilian lebt mit seiner Mutter in einem Ort, in dem sich vermutlich Hase und Fuchs Gute Nacht sagen. Er wächst in den fünfziger und sechziger Jahren auf und ist das, was andere ein "Bankert" nennen. Ein uneheliches Kind, welches seinen Vater nicht kennt. In der Schule und im Ort spüren er und seine Mutter oftmals, was es heißt, nicht erwünscht zu sein und als wäre das nicht schon "schlimm" genug, merkt Kilian auch noch recht früh, dass er schwul ist.
Und dass der Wunsch in ihm reift, seinen Vater kennenlernen zu wollen.
Aber will dieser auch ihn kennenlernen? Weiß er überhaupt von ihm und wie wird er damit umgehen, dass Kilian schwul ist?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diesmal ein paar Probleme hatte, mich überhaupt richtig in das Buch hineinzulesen und dabei kann ich nicht mal genau sagen, woran genau es lag.
Erst nach etlichen Seiten hat sich dieses Gefühl gelegt und ich konnte mit Kilian ein wenig mitfühlen. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr der Rede wert, wenn ein Kind vor der Eheschließung geboren wird ( selbst ich habe mein Kind vor der Hochzeit mit meinem Mann bekommen), aber zu der damaligen Zeit lässt man Kilian und seine Mutter oftmals spüren, was man von ihnen hält: Nämlich krass ausgedrückt gar nichts.
Gerade, als sich die beiden nach dem Tod der Oma eine neue Wohnung nehmen und sich den anderen Hausmietern vorstellen wollen, erfahren sie viel Ablehnung.
 
Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber dennoch hat mich dieses Buch auf eine Art und Weise berührt, welche ich gar nicht so genau beschreiben kann und das Ende hat mich fast schon ein wenig wehmütig lächeln lassen.
Wer sich mit dem Gebiet ein wenig näher befassen möchte, sollte zu dieser fiktiven Biographie von Sigrun Casper greifen, welche auf ihre Art und Weise doch zeigt, wie nahe Fiktion und Realität manchmal miteinander verbunden sein können.
Vielleicht vermittelt das Buch manchmal den Eindruck etwas trocken oder zäh zu sein, aber meiner Meinung nach - und auch für den Fall, dass das jetzt verwirrend klingt - muss das so sein.
Ich habe mich der Herausforderung jedenfalls gestellt, vor welche Sunita Sukhana mich gestellt hat und bin auf weitere Bücher von Sigrun Casper gespannt.
 
Melanie
 


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