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[Rezension] Eulenflucht

Titel: Eulenflucht
Autor: Emily Kay

ISBN: 978-3942602136

Inhalt: "Wenn Deine Liebe alle in Gefahr bringt, die Du liebst …
Immer wieder träumt Mae den gleichen Albtraum, der scheinbar keine Verbindung zu ihrem Leben hat. Und trotzdem lassen sie die Traumbilder und Gefühle nicht los. Wenig später tauchen Sam und Konrad auf - zwei rätselhafte Brüder. Mae spürt vom ersten Augenblick eine Anziehung zu Sam, die sie sich nicht erklären kann. Noch ahnt sie nicht, dass die Brüder ein dunkles Geheimnis umgibt, das mit ihr verbunden ist. Ein Schicksal, das nicht gebrochen werden kann. Eine Liebe gegen jede Vernunft. Denn sie zerstört die Menschen, die Mae liebt." Quelle: Eulenflucht


Bei diesem Buch muss ich gestehen... das war ein reiner Coverkauf. Ich fand es einfach total toll von der Aufmachung her, also ist es fast wie automatisch in meinen Warenkorb bei der letzten Rebuy - Bestellung gewandert.
Der Klappentext hat mich in erster Linie nicht mal wirklich interessiert und ich habe ihn auch nur kurz überflogen, bevor ich mit dem Lesen angefangen habe.

Genau genommen, weiß ich nicht mal, wo genau ich anfangen soll oder wie genau ich mich ausdrücken soll, aber ich glaube, in meinem Kopf habe ich das Buch nicht nur einmal im hohen Bogen gegen die nächste Wand geschmissen oder vielleicht sogar aus dem Fenster.
Natürlich habe ich es nicht wortwörtlich getan und ich habe das Buch auch komplett durchgelesen, aber.. ...



Angefangen hat alles mit diesem typischen, unschuldigen Teenagermädchen, welches von Alpträumen geplagt wird, welche sie in ins frühere Dresden von 1945 zurück führen. Es scheint ihr, als wäre sie schon einmal da gewesen, als wäre sie das Mädchen aus ihren Träumen.
Ihr Freund Pascal ist... eigentlich ein genauso typischer Junge, zwar mit Mae zusammen, schreckt aber dennoch nicht davor zurück, seine Telefonnummer auch mal anderen Mädchen zuzustecken. Mag sein, das das nicht die feine englische Art war, aber im Laufe des Buches tat er mir dann doch irgendwie einfach nur noch ein bisschen leid.

Ja und dann... dann kam natürlich DER Adonis schlecht hin, und bei den ersten Beschreibungen des unglaublich gutaussehenden Jungen namens Sam - welcher übrigens seinen Bruder Konrad im Schlepptau hat - war mein erster Gedanke: Toll, wenn er jetzt noch das Glitzern anfängt, steht plötzlich Edward Cullen vor dir und nicht mehr Sam.
Es wurde ein neuer Star im Handballteam gesucht.. Sam kann perfekt Handball spielen.
Ein neuer Gitarrist in der Band von Mae's Bruder wurde auch gesucht: Überraschung, Sam beherrscht auch die Gitarre perfekt!
Sam ist perfekt, Sam kann alles! Sam ist - wie Mae es öfters mal so schön betonte - ein Übergott!
Mae's Reaktionen auf ihn fand ich irgendwie auch.. gewöhnungsbedürftig, wäre hier nicht das richtige Wort, ich fand sie eher unangebracht.
Mit ihren 18 Jahren war sie sofort hemmungslos verknallt, aber welches Mädchen kann so einem Adonis schon widerstehen. Pascal ist sofort vergessen und dennoch lässt sie Wochen verstreichen, ehe sie überhaupt auf die Idee kommt, Pascal irgendwas zu sagen.
Da kommt es ihr sogar noch recht, dass er diese Nummer mit den Handynummern "abgezogen" hat und sie sich es in dieser Situation ziemlich einfach gemacht hat.

Ich muss sagen, die Story hinter dem Buch fand ich an sich gar nicht schlecht, aber an der Umsetzung hat es sehr gehapert.
Sei es die Ausarbeitung der Charaktere, die Recherchen was die Freizeitaktivitäten angeht oder noch ein paar andere Dinge.
Sam war mir viel zu perfekt und sein Bruder Konrad konnte ihm einfach nicht richtig das Wasser reichen. Als seine Freundin bei einem mysteriösen Surfunfall ums Leben kommt, versucht er die Beziehung seines Bruders - wenn man das überhaupt schon so nennen kann - zu zerstören. Schon vor .. Jahrhunderten haben die beiden einen Pakt geschlossen, der sowas wie "Des einen Freud, des anderen Leid" bedeutet und Konrad will und kann einfach nicht zulassen, dass sein Bruder glücklicher wird, als er es je sein kann. Vio war die eine und es wird nie wieder eine andere geben, also soll auch sein Bruder die eine - welche natürlich Mae ist - nicht bekommen.
Wobei ich Vio als Charakter wirklich, wirklich gerne mochte - als wirklich einzige Person im ganzen Buch. oô

Das Buch hat mich irgendwann einfach nur noch genervt und obwohl ich es zu Ende gelesen habe, wird der zweite Band - wenn er denn erscheinen sollte - definitiv nicht den Weg in mein Bücherregal finden.

Und die Frage, die mich auch jetzt noch beschäftigt: Warum heisst das Buch "Eulenflucht", wenn von Eulen überhaupt nie irgendwie auch nur ansatzweise die Rede ist? oô

 

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