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[Rezension] Krähenmutter

Titel: Krähenmutter
Autor: Catherine Shepard


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (4. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492309658
  • ISBN-13: 978-3492309653
Inhalt: "LKA-Ermittlerin Laura Kern steht vor einem Rätsel. Ein Kind wurde am helllichten Tag aus einem Supermarkt entführt, doch es gibt keine Lösegeldforderung. Auch die Eltern schweigen sich aus – stecken sie womöglich mit den Tätern unter einer Decke? Laura und ihr Partner Max kämpfen sich durch einen Strudel widersprüchlicher Zeugenaussagen, während ihnen das Innenministerium im Nacken sitzt. Doch dann verschwindet der Vater des Kindes. Und dem LKA läuft die Zeit davon ..." Quelle: Krähenmutter

Als erstes möchte ich heute dem Piper Verlag dafür danken, dass sie mir das Rezensionsexemplar haben zukommen lassen. Der Klappentext klang wirklich gut. Am Cover selbst hat mich vor allem die rote Schrift angezogen. Ebenso wie die Krähe auf dem Kinderwagen.
Lest selbst, wie ich das Buch letztendlich empfunden habe.


Laura Kern arbeitet beim LKA und steht derzeit vor ihrem schwierigsten und vielleicht auch emotionalsten Fall. Mitten am helllichten Tag verschwindet ein Kind aus einen Supermarkt. Sechs Monate alt.
Warum hat niemand etwas mitbekommen? Wie konnte der Junge einfach verschwinden und wo war die Mutter zu der Zeit? Warum erfolgt keine Lösegeldforderung und was hat der täter wirklich mit dem Kind vor?
Fragen, die Ermittlerin Laura und ihren Partner Max regelrecht quälen. Sie müssen sich mit einer Menge widersprüchlicher Zeugenaussagen auseinandersetzen und gerade schnell an ihre Grenzen. Vor allem, weil ihnen auch noch das Innenmisterium im Nacken sitzt.
Als der Vater des entführten Kindes auf genauso mysteriöse Weise verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen und innerhalb von zwei Tagen förmlich verschlungen. Der Titel "Krähenmutter" wird seinem Namen wirklich gerecht.
Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Nachvollziehbar und detailgetreu hat die Autorin ein Bild geschaffen, dass es mir nicht möglich gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Es sei denn, ich musste es.
Als Leser hat man deutlich gemerkt, dass sich die Autorin vorher gedanken um das gemacht hat, was sie schreibt. Um die Polizeiarbeit, um die seelischen Hintergründe. Der Aspekt hat mir hier wirklich gut gefallen.
Laura, als Hauptprotagonistin, wirkt auf den Leser sehr rechtschaffend und gleich sympathisch. Dennoch merkt man als Leser sofort, dass sie anders ist, als andere Kriminalbeamtinnen. Durch ihre Vergangenheit geprägt wirkt sich iher Verhalten manchmal auf die Ermittlungsarbeit, auf ihre Handlungen aus. Es hat sie zwar irgendwie menschlich gemacht, aber irgendwie. Ich bin mir nicht sicher, wie ich es erklären soll, aber manchmal hat es mich genervt, dass ein paar der Handlungen mit Lauras Vergangenheit quasi entschuldigt wurden. 

Der andere Hauptprotagonist, den die Autorin nur "Baby" genannt hat, hat es mir irgendwie sofort angetan. Er wirft sofort ein paar Fragen auf. Wer ist er? warum wird er lediglich "Baby" genannt? Und was hat er mit Lauras aktuellen Fall zu tun? 
Der Thriller, welcher für mich auch gut im Krimi - Genre aufgehoben wäre, braucht keinerlei Blutflecken, um authenisch zu wirken. 
Die Charakterere haben kleine Schwächen, die sie sympatisch machen. Die Geschichte hält die Spannung aufrecht, ohne zu viel davon aufzubauen.
Es scheint alles perfekt aufeinander abgestimmt zu sein. Zu perfekt? 
Nein, in dem Fall denke ich nicht. Ich möchte auf jeden Fall ein weiteres Mal an Lauras Leben und ihrer Arbeit teilhaben und auch auf ein Wiedersehen mit Max hoffen. 

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