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[Rezension] Ein Name für dich

Titel: Ein Name für dich
Autor: Marjolijn van Heemstra

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Atlantik (4. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455005071
  • ISBN-13: 978-3455005073
Inhalt: An ihrem achtzehnten Geburtstag gab Marjolijn ihrer Großmutter ein Versprechen: Sie würde ihren Sohn nach dem Onkel Frans Julius Johan benennen. Frans galt in der der Familie als Held, als gefeierter Widerstandskämpfer, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg durch einen Bombenanschlag drei Nazi-Kollaborateure tötete.
Doch mit ihrer ersten Schwangerschaft wird ihr bewusst, dass sie erst die ganze Wahrheit kennen muss, damit sie dieses Versprechen einlösen kann. 27 Wochen bleiben ihr, um die Geschichte einer ganzen Familie offenzulegen. So hartnäckig dringt sie in die Vergangenheit ein, dass sie das Leben ihres Kindes und ihr eigenes immer weiter aufs Spiel setzt. Doch die erste Geschichte, die sie mit diesem Namen ihrem Kind erzählt, soll um jeden Preis die richtige sein." Quelle: Ein Name für dich

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Ein Name für dich )





Für dieses Buch danke ich Hofmann und Campe bzw. dem Atlantik Verlag, der so freundlich war, mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung zu stellen.
Ich muss gestehen, dass diese Rezension schon seit einiger Zeit in meinen Entwürfen darauf wartet, dass ich sie endlich mal vernünftig schreibe.
Ich habe sie begonnen und wieder gelöscht, ich habe erneut begonnen und wieder ein paar Satzelemente gelöscht.



Marjolijn ist achtzehn Jahre alt, als sie ihrer Großmutter das Versprechen gibt, ihr erstes Kind nach dem Onkel Frans Julius Johann zu nennen.
Nach Frans, der in der Familie als Held galt und als Widerstandskämpfer dafür sorgte, dass im zweiten Weltkrieg drei Nazi - Kollaborateure ihren Tod fanden.
Um zu weitere ihre erste Schwangerschaft schließlich aber voran schreitet, umso sicherer ist sich die junge Frau, dass sie erst die komplette Wahrheit kennen muss, um ihrem Kind wirklich diesen Namen geben zu können.
Sie beginnt zu recherchieren und beginnt damit nicht nur ihre eigene gesundheit aufs Spiel zu setzen, sondern auch die ihres ungeborenes Kindes.


Ich bin - wie schon oben erwähnt - schon mehrmals an diese Rezension gegangen und jedesmal kam etwas anderes heraus.
Aber bei einer Sache war ich mir die meiste Zeit sicher: Ich war ratlos und bin es noch immer. Wenn ich über das Buch nachdenke, kann ich gar nicht so genau sagen, was ich denken oder empfinden soll.
Das Buch an sich ist unterteilt in mehrere Woche. In die Wochen, die Marjolijn noch bleiben, bis ihr Kind das Licht der Welt erblicken soll.  
Viel Zeit bleibt der jungen Frau nicht, um herauszufinden, wer ihr Onkel wirklich wahr. Umso gehetzter scheint sie am Ende zu sein und merkt nicht, dass sich nicht nur sich, sondern auch ihrem Kind schadet.
Mit Marjolijn als Charakter bin ich irgendwie nicht so richtig warm geworden. Ich konnte zwar durchaus verstehen, dass sie dem Wunsch ihrer Oma nachkommen möchte, aber manchmal hatte diese Suche nach der Wahrheit für mich fast schon etwas von .. Besessenheit?
Um jeden Preis will Marjolijn mehr über Frans herausfinden. War er wirklich der Mann, für den ihn alle hielten?
Und was, wenn nicht?
Sie verstrickt sich immer mehr in diesem Strudel aus Wahrheit und eigenem Empfinden, was eben meiner Meinung nach etwas von Besessenheit hatte.

Für sie steht hauptsächlich im Vordergrund, dass sie ihrem Kind einen Namen geben kann oder eher muss.
Manchmal war das für mich etwas befremdlich. Gerade, weil ich selbst Mutter bin und manche ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte.
Und ich muss ganz ehrlich gestehen, am Ende wusste ich auch nicht mehr richtig, was ist Mythos und was ist die Wahrheit?
Das Buch konnte mich einfach nicht richtig fesseln und hat am Ende doch ein paar mehr Fragen aufgeworfen, als es beantworten konnte.
Schade eigentlich, denn an sich ist der Schreibstil der Autorin wirklich gut und auch die Geschichte dahinter klingt nach mehr, als sie letztendlich in sich trägt.



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