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[Rezension] Espace & Hide

Titel: Escpae
Autor: Jennifer Rush

ab 13 Jahren, Erstmals erschienen 2013, 2. Auflage 2014
320 Seiten, 14.0 x 21.5 cm
ISBN 978-3-7855-7516-1
Klappenbroschur mit Spotlack
12,95 € (D)
13,40 € (A)

Inhalt: "Du kannst nicht mehr nach Hause.
Du musstest deinem Vater schwören, nie wieder zurückzukommen.
Alles, woran du bisher geglaubt hast, entpuppt sich als Lüge.
Du weißt weder, wer du bist, noch, wem du trauen kannst.
Du weißt nur eins: Du rennst um dein Leben!

Wer sind die vier jungen Männer, die im Keller von Annas Haus gefangen gehalten werden? Tag für Tag führen Anna und ihr Vater im Auftrag der „Sektion“ medizinische Tests mit ihnen durch. Und Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, zu treffen. Denn in ihn ist sie verliebt.
Niemand weiß, warum die vier für diese Versuche ausgewählt wurden. Am wenigsten sie selbst, denn ihre Erinnerung reicht nur exakt fünf Jahre zurück. Als sich für Sam und die anderen die Gelegenheit zur Flucht ergibt, schließt Anna sich ihnen an. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach der wahren Identität der vier Jungen. Und die einzige Spur, die sie haben, ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken.

„Escape“ ist der erste Band einer Reihe." Quelle: Escape

Titel: Hide
Autor: Jennifer Rush

ab 13 Jahren, 1. Auflage 2014
272 Seiten, 14.0 x 21.5 cm
ISBN 978-3-7855-7517-8
Klappenbroschur mit Spotlack
12,95 € (D)
13,40 € (A)

Inhalt: "Du kannst niemandem vertrauen, nicht einmal dir selbst.
Alles, was du über dich zu wissen glaubtest, entpuppt sich als Lüge.
Die Suche nach deiner Vergangenheit setzt nicht nur dein Leben aufs Spiel.
Du weißt nur eins: Sie werden nicht aufhören, dich zu jagen!

Anna und den Jungs ist die Flucht vor der Sektion gelungen und sie haben sogar einige Hinweise auf ihre eigene Herkunft erbeuten können. Nur wie lange können sie sich dieser mächtigen Organisation entziehen? Als sie auf eine Spur stoßen, die offenbar zu Annas Schwester führt, müssen sie erneut ihre Deckung aufgeben. Die Suche nach der eigenen Vergangenheit treibt Anna unaufhörlich an. Falls Teile ihrer Familie überlebt haben, müssen die vier sie finden. Koste es, was es wolle.
Doch tappen sie vielleicht gerade dadurch in eine raffinierte Falle?

„Hide“ ist der zweite Band einer Reihe. Quelle: Hide

Heute bekommt ihr mal wieder eine Zweifach - Rezension von mir. Ich habe diese beiden Bücher am letzten Samstag erst bekommen und gestern und heute genutzt, um sie komplett durchzulesen. Muss schließlich ausgenutzt werden, wenn man endlich mal genug Zeit und Muse zum Lesen hat.

Ich weiss gar nicht so genau, wo ich anfangen soll, aber bereits "Escape" konnte mich auf den ersten Seiten fesseln und ich weiß genau, wenn ein Buch das schafft, hat es gewonnen und die Autorin konnte mich glücklich machen.
Aber der Reihe nach.


Escape


Anna könnte ein ganz normales Mädchen sein, ein ganz normaler Teenager. Wären da nicht diese 4 junge  Männern, die in ihrem Keller in dem Haus untergebracht sind, welches sie mit ihrem Vater bewohnt.
Wer sind diese 4 Männer und warum fühlt sie sich von Sam so unwahrscheinlich angezogen? Warum nutzt sie jede Gelegenheit, um ihm nahe zu sein und wenn sie nur die halbe Nacht mit ihm Schach spielt?
Aber warum ist Sam mit den anderen eingesperrt und was für Tests führt ihr Vater regelmäßig an den Jungs vor?
Anna ist die Verwirrung und Ratlosigkeit förmlich ins Gesicht geschrieben und das sollen nicht die einzigen Fragen bleiben, die Anna durch den Kopf gehen.

Der Titel lässt schon erahnen, dass es nicht bei den eingesperrten Jungs bleibt, denn es bietet sich ihnen der Moment der Flucht und Anna muss mit. Anfangs nicht ganz freiwillig, aber schließlich kann sie so doch in Sam's Nähe sein und muss ihn nicht aufgeben. Die Tatsache, dass die Jungs sie ebenso wenig aufgeben müssen und auch gar nicht können, wird's anfangs von allen einfach ausgeblendet, zumal jeder von ihnen - selbst Anna - an Erinnerungenlücken an die Vergangenheit leiden.

Hide

Anna und "ihren" Jungs ist die Flucht aus dem Labor gelungen und sogar einige Fragen konnten inzwischen beantwortet werden.
Jeder einzelne von ihnen weiß jedoch, dass die Organisation, für welche Anna's Vater die Tests an den Jungs durchgeführt hat, nicht aufgeben wird.
Anna merkt bald, dass gerade sie eine entscheidende Rolle im Leben der anderen und in der Organisation spielt.
Aber will sie wirklich diese Reise in die Vergangenheit in Kauf nehmen, um an Ende alles verlieren zu können, was sie bislang gehabt hat? Was, wenn alles eine Falle ist, als Anna Lebenszeichen ihrer eigenen Familie findet?
Schon bald weiß sie nicht mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen kann und soll und schon gar nicht, wer sie überhaupt ist oder war.



Der Schreibstil hat es mir sofort angetan. Ich habe mich sofort in die Protagonisten hineingesetzt gefühlt und ich hatte das Gefühl, nur so durch die Seiten zu fliegen.
Der Spannungsbogen wird konstant aufrecht gehalten und auch die Szenen, die andere als brutal empfinden würden, fand ich passend gesetzt und wunderbar ausgeschrieben.
Zwischen Sam und Anna bahnt sich eine kleine Liebesgeschichte an, welche anfangs jedoch nur auf Seiten von Anna existiert, welche schon in Sam verliebt war, als sie noch eine dicke Glasscheibe voneinander trennte.

Jeder einzelne Protagonist ist mir auf seine Art und Weise ans Herz gewachsen und meiner Meinung nach ist jeder Charakter über sich selbst hinaus gewachsen. Egal in welche Richtung.
Ich hatte nie das Gefühl, dass mich irgendeiner der Charaktere nervte oder dass ich irgendwie dachte, der Charakter wäre irgendwie fehl am Platz.
In beiden Bücher hat sich der Spannungsbogen - wie oben schon erwähnt - kontant aufrecht gehalten, der Übergang vom ersten zum zweiten Band war für mich fast schon perfekt.
Ich muss ehrlich gestehen, dass mein persönlicher Liebling Cas war. Oftmals hat er mich - egal, in was für einer Situation sie sich befanden - zum Schmunzeln gebracht und ich wollte ihn am liebsten einfach nur drücken.

Jennifer Rush hat mit Escape und Hide zwei Bücher geschaffen, die den Leser nicht loslassenu nd zum Mitfiebern zwingen.
Die fehlenden Erinnerungen der vier Jungs und auch von Anna haben am Ende alles zu einem großen Puzzlestück zusammengefügt und könnten unterschiedlicher nicht sein. Jeder der Charaktere ging auf andere Art und Weise damit um und dennoch hat es gepasst.
Ich könnte noch stundenlang schwärmen, aber ich denke, inzwischen hat jeder verstanden, was ich sagen möchte: Ich bin ernsthaft begeistert und will mehr.

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