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[Rezension] Wulferan - Der dunkle Held

Titel: Wulferan - Der dunkle Held
Autor: Kilian Braun

Genre:
Fantasy
ISBN:
9783957511126
Erscheinungsdatum:
30.10.2015
Erstveröffentlichung:
2015
Preis:
7,99 €


Inhalt: "In Armut geboren, als Sklave gedient, als Gladiator gekämpft, und nun auf der Flucht – Wulferans Leben war bisher wahrlich kein Zuckerschlecken. Und das wird sich auch nicht ändern. Die Halbelbenzauberer, Qel’tar genannt, haben ihren besten Kopfgeldjäger, Tyronnimus Tarlin, auf ihn angesetzt. Dem berüchtigten und genialen Großmeister im Zirkel der Jagd gelingt es, Wulferan in eine Falle zu locken. Doch der ehemalige Gladiator entkommt gemeinsam mit der Walküre Kira noch während des Gefängnistransports. Beide teilen dasselbe Schicksal: Sie gehören beide einem fast ausgestorbenen Volk an und beide sind von den Qel’tar geächtet. Kira weiß von einer bevorstehenden Entdeckung der Zauberer, mit der sie sich zu den totalen Herrschern emporschwingen werden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, ein mörderischer Kampf entbrennt zwischen Wulferan und Tyronnimus. Und während der eine über Truppen und Macht verfügt, hat der andere nur wenige Verbündete auf seiner Seite …" Quelle: Wulferan

Bei diesem E-Book danke ich in erster Linie Hockebooks und Blogg dein Buch, dass sie mir dieses Rezensionsexemplar überlassen haben, für welches ich wirklich.. lange gebraucht habe.
Es hatte mehrere Gründe und auch, wenn der Zeitmangel einer der größten zu sein scheint, möchte ich versuchen, ein wenig darüber zu schreiben, was ich wirklich beim Lesen empfunden habe.

Wulferan ist eigentlich kein Charakter, den man sofort ins Herz schließt, auch wenn man ihm aufgrund seiner Vergangenheit wahrlich nicht schlechtes wünscht.
Als Straßenkind, Slave und Gladiator geprägt ist er nun auf der Flucht und doch noch immer vor allem eins: Ein Mörder. Doch Die Halbelbenzauberer, Qel’tar genannt, haben ihren besten Kopfgeldjäger, Tyronnimus Tarlin, auf ihn angesetzt und es geschieht das, womit Wulferan insgeheim eigentlich nicht gerechnet hat: Er geht Tyronnimus in die Falle.
Wulferan wäre allerdings nicht Wulferan, würde er auch diesmal nicht entkommen. Gemeinam mit der Walküre Kira gelingt ihm die Flucht und während ein mächtiger Kampf zwischen Tyronnimus und Wulferan entbrannt, beginnt dieser sich nicht nur einmal zu fragen, was wäre, wenn er nicht
Wulferan wäre und sein Leben anders verlaufen wäre, als das es das im Laufe der Zeit ist.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich gehöre zu denen, die nur sehr schwer ins Buch gefunden haben, auch wenn mir der Prolog an sich schon gefallen hat.
Wulferan ist - gerade erst in die Fänge seines Erzfeindes geraten - befindet sich in einem Gefangenentransport, welcher ihn um Galgen bringen soll. Wulferan ist sich fast schon sicher, dieses Mal nicht entkommen zu können und beginnt dem Leser seine Geschichte zu erzählen, die Geschichte darüber, wie er zu dem geworden ist, der er ist und auch, wie er in diese für ihn aussichtslose Situation geraten konnte.

Nach dem Prolog war es allerdings ein wenig um mich geschehen und ich wollte unbedingt wissen, wie es Wulferan auf seiner erneuten Flucht ergeht, auf seiner Reise ins Ungewisse mit Kira - einer Walküre, welche doch das gleiche Schicksal zu teilen scheint, wie er selbst: Sie gehören beide einem fast ausgestorbenen Volk an und beide sind von den Qel’tar geächtet.

Ich habe es genossen, die beiden - und nicht nur die beiden - auf ihren Weg zu begleiten, immer mit der Angst im Nacken, doch noch von Tyronnimus  ein weiteres Mal gefangen genommen zu werden.
Der Kobold Yril ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen und ich habe mir nicht nur einmal gewünscht, einen solchen Kobold an meiner Seite zu haben.

Der Autor vermag es - trotz, dass ich auf den ersten Seiten ein paar Probleme hatte, den Leser zu fesseln, die dazu zu zwingen, weiterlesen zu wollen, was nun wirklich nichts schlechtes ist: Eher im Gegenteil.

Kilian Braun hat sehr viel Liebe in seine Beschreibung der Umwelt, der Natur und vor allem der Nächte in seinem Buch zu beschreiben. Manchmal hatte ich das Gefühl, gerade zu Anfang, mit in seinem Gefangenentransport zu sitzen, das zu empfinden, was er empfindet.
In Rückblenden erfährt der Leser Dinge aus Wulferan's Leben, Ereignisse, die ihn zu der Person gemacht haben, die er heute ist, was mir persönlich sehr gefallen hat.
Ich fand' außerdem, dass gerade Wulferan - mit ein wenig Hilfe von Kira - einen Sinneswandel vollzogen hat, der wirklich angenehm war und vor allem auch passende. Anfangs wirkte er recht überheblich, fast schon zynisch, aber im Laufe des Buches habe ich ihn irgendwie wirklich lieben gelernt und konnte nachvollziehen, warum er anfangs ein ganz Anderer war.

Kurzum, der Autor hat ein Buch geschaffen, welches mich mit seiner Welt und den Charakteren wirklich überraschen konnte und welches ich euch nur ans Herz legen kann.

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