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[Rezension] Kati Winter - Koma


Dieses Rezensionsexemplar hat mich erst heute aus dem Redrum Verlag erreicht.
Auf Anraten meiner besten blauen Hälfte Thriller Lady habe ich mich bei dem Redrum Verlag beworben und durfte mir ein Buch aussuchen. 

Meine Wahl ist auf dieses Buch von Kati Winter gefallen, dass allein vom Klappentext her echt .. krass klangt.
Und da ihr die Rezension bereits lesen könnt, habe ich das Buch meinem dicken Wälzer auch kurzzeitig vorgezogen und es durchgelesen. 



Maria ist am Ziel ihrer Träume. Sie hat endlich ihren Märchenprinzen Maik geheiratet und das in einem Traum von einem Kleid. 
Wie eine Prinzessin stand sie neben ihm am Altar und hat der Liebe ihres Lebens das Ja - Wort gegeben. 
Oder doch nicht? 
Als Maria das nächste Mal erwacht, erwacht sie in einem Alptraum. Gefangen in ihrem eigenen Körper lag sie im Koma und kann sich auch nach dem Aufwachen noch nicht bewegen.
Hilflos ist sie dem ausgeliefert, was der Arzt, der für sie zuständig zu sein scheint, ihr antut. Er vergewaltigt sie, er demütigt und peinigt sie. 
Gerade, als sie glaubt, endlich in Sicherheit zu sein, geschieht etwas, dass ihre eigene Vorstellungen an den Rand des Wahnsinnis bringt und sie weiss selbst nicht mehr, was Wahrheit und was noch immer Traum ist? 


Ich kannte die Autorin bis dato gar nicht und bin mir auch ihrer Youtube - Karriere nicht bewusst. Ihr Name ist mir zwar schon mal über den Weg gelaufen, meine ich mich zu erinnern, aber reingehört oder gesehen habe ich bislang nicht. 


Der Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man die wenigen Seiten binnen weniger Augenblicke förmlich inhaliert hat, dennoch hat mich das Buch etwas zwiegespalten zurückgelassen. 
Maria als Hauptprotagonistin hat mir auf den ersten Blick einfach nur Leid getan.
Ich konnte verstehen, wie sehr es sie ängstigt, ihrem Peiniger derart ausgeliefert zu sein, ohne etwas dagegen tun zu können.
Erst, als sie die Stimme ihrer Mutter in ihrem Kopf wahrnimmt, wächst sie über sich hinaus. 
Der Storyverlauf an sich hat mir wirklich gut gefallen und doch hatte ich das Gefühl, mir hätte irgendetwas gefehlt.
Das Ende fand ich ein wenig zu abrupt und der letzte Satz hat mich auch ein wenig verwirrt, aber dazu möchte ich gar nichts weiter sagen.

Kati Winter Schreibstil ist nicht für jeden etwas, da bin ich mir sicher. Sie spart nicht an Beschreibungen dessen, was Maria angetan wird. 
Und das auf eine Weise, die unglaublich viel Brutalität enthält. 
Sie beschönigt nichts und bringt den Leser und seine eigenen Gedankengänge dabei durchaus auf ein ganz neues Level. 
Bis auf den Aspekt, dass mir etwas gefehlt hat, von dem ich nicht mal genau erklären kann, was es ist, kann ich das Buch wirklich empfehlen.
Eine Geschichte, die es in sich hat und gleichzeitig um Nachdenken anregt. 
Eine Geschichte, in der Protagonisten über sich hinaus wachsen und sich ihren Ängsten und Gedanken stellen.
Eine Geschichte, bei der auch ich mich gefragt habe: Was ist noch Realität und was ist bereits der uneingeschränkte Wahnsinn.

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