Direkt zum Hauptbereich

Last Post ♥

Lesemonat April '26

Der letzte Tag im April ist fast vorbei und ich habe natürlich auch in diesem Monat wieder einen Rückblicker für euch, den ich euch nicht vorenthalten möchte.  Diesmal habe ich weniger gelesen, als im letzten Monat. 1610 Seiten, um genau zu sein. Aber das Lesen soll ja keine Wettkampf sein, nicht wahr?  Jeder soll das lesen, was er schafft. Das Leben ist schon stressig genug, da muss man sich nicht auch noch innerhalb der Bookbubble an die Gurgel gehen, weil einer mehr und einer wenigen gelesen hat, oder?  Aber darum soll es hier ja gar nicht erst gehen, sondern viel mehr um die Bücher, die mich diesen Monat begleitet habe.  Angefangen habe ich mit dem Buch "Du weißt 'nen Scheiss über Sterne" von Petr Hanel. Und naja, was soll ich sagen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen. Der Klappentext klang zwar schon interessant, aber ich habe es tatsächlich nur geschafft, bis Seite 208 zu kommen, bevor ich zum nächsten Buch gegriffen habe.   Inhalt: "Mark...

[Rezension] Catherine Strefford - Nur kurz leben


Dieses Buch ist wieder eines von denen, über die ich auf Twitter gestolpert bin. Jemand in meiner Timeline hatte dieses Buch geretweetet, da Catherine Strefford nach Bloggern gesucht hatte, die sich dafür interessieren und das Buch gerne rezensieren würde.
Das Buch selbst ist mir schon auf einigen Blogs und Instagram - accounts begegnet, obwohl ich bislang trotzdem noch keine weitere Rezension zu dem Buch wirklich gelesen habe.
Ich wollte mich überraschen lassen und soviel kann ich euch verraten: Ich war nach dem Lesen tatsächlich überrascht.
Auf welche Weise werde ich euch in der Rezension erklären.

Richie ist ein durchschnittlicher Typ, der ganz passabel aussieht. Dennoch ist sein Leben nicht so, wie er es sich vorstellt. Seine drei Jobs nerven ihn und auch sonst, scheint es sein Leben nicht gut mit ihm zu meinen.
In einem Anflug von Unzurechnungsfähigkeit entschließt er sich in der Tankstelle, in der er arbeitet, etwas Geld abzuzweigen. Mit über 14.000 Euro in der Tasche klaut er sich ein Auto und bricht auf zu einem Roadtrip, der nicht nur sein Leben verändern wird.
In seinem geklauten Auto befindet sich nämlich noch ein zusätzlicher Passagier, der Richie daran erinnert, was wirklich wichtig ist im Leben.

Der Schreibstil der Autorin hat mir von der ersten Seite an gefallen. Ich habe dieses Buch als eBook gelesen und es sogar einem anderen vorgezogen.
Der Schreibstil sit flüssig und verständlich, mal fliegt förmlich durch die Seiten. Leider viel zu schnell.
Richie als Charakter war quasi die Hauptperson der Geschichte und sie wird auch in der Ich - Version aus seiner Sicht erzählt.
Ich persönlich mag so etwas - im Gegensatz zu manch anderem - ja echt gerne. Dadurch ist man dem Charakter oftmals viel näher und so war es auch diesmal.
Ich war hautnah dabei, als Richie die Entscheidung trifft, die sein Leben verändert. Oder als er zum ersten Mal auf Leon trifft und ihn am liebsten direkt wieder loswerden will.

Beide erleben einen Roadtrip, der einer wahren Gefühlsachterbahn gleicht.
Nicht auf Beziehungsebene, sondern eher auf der Freundschaftsebene. Die beiden ergänzen sich mehr, als beide es für möglich halten.
Richie, der so gar nicht viel von sich selbst hält, war mir einfach direkt sympatisch.
Ich heisse seine Aktion zwar in keinster Weise gut, aber ich konnte seine Selbstzweifel verstehen. Die Tatsache, das bei ihm kaum Selbstwertgefühl vorhanden ist.
Erst durch seine Reise mit Leon lernt sich selbst viel besser kennen. Nicht nur sich, sondern auch Leon.
Der Junge ist so ganz anders, als er früher war und doch fasziniert er ihn. Rein Freundschaftlich.

Dieses Buch beeinhaltet so wahnsinnig viel, dass ich gar nicht richtig herauskristallisieren kann, was genau mir am besten gefallen hat.
Es ist wahnsinnig berührend, es regt zum Nachdenken an und kann einem vielleicht auch die Augen öffnen.
Lasst euch auf diese wunderbare Geschichte ein, die ich euch einfach nur ans Herz legen kann.
Nur kurz leben zeigt, dass das Leben viel mehr wert sein kann, als man es sich erdenkt. Und viel mehr Möglichkeiten zu leben bereithält, als man sich dessen vielleicht bewusst ist. 



Kommentare