[Rezension] Julia Dippel - Cassardim - Jenseits der goldenen Brücke

Titel: Cassardim
Autor: Julia Dippel


  • Band 1, 528 Seiten 
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 528 Seiten 
  • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH; Auflage: 3. (17. Oktober 2019)
  • ISBN:
  • 978-3-522-65412-8
  • Preis:
    13,99
  • Erscheinungstermin:
    17.10.2019 
Inhalt: "Amaia ist gerade sechzehn geworden – zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren – ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie. Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und ihr Herz verliert." Quelle: Cassardim


Folgenden Link kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: Quelle:
Cassardim )





Für dieses Buch danke ich Netgalley und Thienemann - Esslinger für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Ich muss gestehen, dass ich diese Rezension in den letzten Tagen etwas von mir weggeschoben habe. Ich habe sie angefangen und dann doch wieder gelöscht. Ich habe ein paar der Notizen, die ich mich diesmal tatsächlich zu dem Buch gemacht habe, nochmals gelesen und doch wieder verworfen.
Ich war mir einfach absolut nicht sicher, wie ich dieses Buch richtig bewerten soll und ich glaube, ich kann es immer noch nicht.
Aber dennoch möchte ich es versuchen. Und erklären, warum es mir so schwer fällt, die richtigen Worte zu finden.


Amaia ist gerade erst sechszehn Jahre alt geworden und das nicht zum ersten Mal. Ihre Familie altert nicht so schnell wie andere Familien. Ihren Geschwistern sieht sie nicht ähnlich und doch tun Amaia Eltern alles dafür, dieses Geheimnis zu wahren.
Ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár.
Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und sich hoffnungslos verliebt.

Ich muss sagen, dass mir der Anfang wirklich gut gefallen hat. Und am Schreibstil Julia Dippels kann ich nicht mal meckern.
Will ich auch gar nicht. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ihre Art zu schreiben ist eigentlich wirklich toll.
Aber .. und jetzt kommt ein wirklich großes Aber. Im Laufe der Geschichte konnte mich zwar auch weiterhin der Schreibstil überzeugen, die Handlungen hingegen aber umso weniger.
Es ist nicht alles schlecht gewesen, eher im Gegenteil. Ich fand die Idee hinter der Geschichte wirklich gut. Amaia, die ebenso unmenschlich ist wie ihre Geschwister, begibt sich auf die Suche nach sich selbst, mit allen Höhen und Tiefen.
Amaia mochte ich als Charakterin zwar schon, aber manchmal konnte ich viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen.
Die Charakterzüge, die gezeigt haben, dass sie ebenso für sich selbst einstehen kann, wie für andere, haben mir gefallen. Als Noár auftaucht, hat sie ihm oft die Stirn geboten. Und sich in ihn verliebt.
Natürlich in ihn und in keinen anderen.
Manchmal fand ich sie dann allerdings schon wieder zu sehr auf ihn fixiert. Sie verzeiht ihm Dinge, bei denen ich vermutlich erstmal auf Abstand gegangen wäre.
Sie ist ihm völlig verfallen, was sich an manchen Stellen leider auch auf ihr Verhalten ausgewirkt hat und das fand ich wirklich schade.
Die Beziehung zu ihrer besten Freundin Zoe geht völlig unter und wird am Ende nur noch kurz angeschnitten und das quasi auch nur über Dritte.

Noár war einer dieser Charaktere, die ich von Anfang an am liebsten ignoriert hätte. Was, da er neben Amaia der Hauptcharakter ist, nur schwer möglich war.
Ich bin mir nicht sicher, woran es gelegen hat. Vielleicht seine Art. Vielleicht, dass ein zu großes Geheimnis darum gemacht wurde, wer er wirklich ist.
Wobei ich auf der anderen Seite dann auch wieder sagen muss, dass sein gelüftetes Geheimnis mich dann doch etwas überraschen konnte.

Cassardim selbst, als das Reich der Toten hat mir sehr gefallen. Eine, in mehrere Gebiete, geteilte Welt, wo Amaia und ihre Geschwister jeweils einem Gebiet zugeordnet sind.
Ihre Merkmale machen sich bereits auf dem Weg zum Fürstenpalast bemerkbar und das fand ich wirklich faszinierend.
Die Beschreibungen der einzelnen Merkmale hat Julia Dippel sehr detailgetreu und vorstellbar beschrieben, was mich wiederrum beeindrucken konnte.

Alles in allem muss ich sagen, dass Cassardim bei mir eine Art Hassliebe war. Es gab Passagen, wie die erwähnten Beschreibungen über Cassardim und seine Teilgebiete, die mir sehr gefallen haben. Mit den Charakteren bin ich allerdings nie so richtig warm geworden.
Mein heimlicher Star im gnzen Buch war Amaias kleiner Bruder, der kleine Künstler.
Ich wollte das Buch wirklich mehr mögen, leider ist es mir nicht gelungen. Mit Höhen und Tiefen habe ich ein Buch erlebt, dass  - zumindest in meinen Augen - mit der Lüftung mancher Geheimnisse an Spannung verloren hat.
Leider.

Kommentare

  1. Hallo Mella,

    bei dem Buch habe ich schon viele positive Meinungen gehört, jedoch bin ich mir noch ziemlich unsicher, ob es mir gefallen wird und, ob ich es lesen sollte.
    Wenn ich etwas zwiegespalten bin, oder das Buch eine Hassliebe war, drücke ich mich meistens auch etwas vor der Rezension. Die richtigen Worte zu finden ist da einfach schwer. Charaktere sind mir generell unglaublich wichtig, deswegen bin ich immer noch skeptisch, ob ich das Buch lesen sollte. Vielleicht lese ich mir mal die Leseprobe durch :)

    Liebe Grüße
    Emily

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