[ Anthologie Interview #10 ] Schrankgammeln mit Yara Cecilia
Eine weitere Autorin hat sich heute wieder in den Schrank getraut. Das Grumpelchen hat es sich bei Kaffee, Tee und Keksen mit ihr gemütlich gemacht und Yara dabei das eine oder andere Geheimnis entlockt.
Oder es zumindest versucht.
Hallöchen und willkommen in meinem Schrank! Nett hier, oder?
Absolut, wirklich sehr nett hier. :)
Ich bin das Grumpelchen und wohne hier.
Freut mich Grumpelchen, ich bin Yara. Danke dir für die Einladung. :)
Um dich und deine Geschichte ein bisschen besser kennenzulernen, habe ich mir ein
paar Fragen überlegt. Hier gilt, alles kann und nichts muss. Wenn du eine Frage nicht beantworten möchtest, überspring sie einfach. Ich verspreche auch nicht zu grummelig zu sein.
Alles klar, legen wir los! :)
Stell dich doch am besten erst einmal ein bisschen besser vor, damit meine Follower
auch wissen, wen ich hier überhaupt in meinen Schrank entfüh…. äh, eingeladen
habe?
Hehe, mein Name ist Yara, ich bin 30 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unserem Hund Ikarus im wunderschönen Sauerland. Seit 2024 tausche ich mich auf Bookstagram unter @woerter_waeldchen mit einer Lese- und Schreibbegeisterten Community aus.
1. Wie lange schreibst du schon und wer oder was hat dich dazu animiert?
Geschichten begleiten mich schon mein ganzes Leben. Erst wurden sie mir von meiner Oma und meiner Mama vorgelesen, dann fing ich 2009 selbst an fantastische Geschichten zu schreiben. Dieses Jahr veröffentliche ich meine ersten Kurzgeschichten und hoffe in den kommenden Jahren auf Verlagsverträge für meine Buchprojekte. Ich denke, mir war dieses eine Leben immer zu wenig, ich wollte mehr erleben und konnte dieses Bedürfnis zwischen den Seiten unzähliger Bücher stillen. Schließlich wurden die Geschichten, die meiner eigenen Fantasie entsprungen sind immer lauter, bis ich dann schließlich dem Bedürfnis nachgegeben habe und sie angefangen habe aufzuschreiben.
2. Wie läuft so ein Schreibtag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du
Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen Kapiteln?
Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht? Grummelst du dabei auch ab und an vor dich hin, wie so ein Grumpeltier das tut?
Wenn ich mir vornehme zu schreiben, muss grundsätzlich Musik laufen, meist habe ich Playlisten zu den einzelnen Projekten oder suche mir gezielt Musik heraus, die den Vibe der Szene spiegelt, die ich schreiben möchte. Früher habe ich einfach drauf los geschrieben, doch in den letzten zwei Jahren habe ich mich zu einer richtigen Plottermaus entwickelt. Daher orientiere ich mich beim Schreiben der einzelnen
Szenen an meinen Kapitelplan. Häufig mache ich mir Lichterketten oder Kerzen an und was leckeres zu trinken darf auch nicht fehlen. Ich habs gern rundum gemütlich. Ach so und ich schreibe am liebsten Abends bzw. Nachts. Bin eine richtige Nachteule.
Grummeln tue ich nicht wirklich, das ein oder andere Selbstgespräch oder Schluchzen und Weinen in besonders emotionalen Szenen bekommt man dann aber doch zu hören.
3. Woher hast du die Inspiration für deine Geschichte genommen, die in der Anthologie veröffentlicht werden wird?
Die Inspiration für »Zimtsterne und zweite Chancen« entsprang wohl meinen eigenen Vorlieben und Erfahrungen. Ich liebe Zimt über alles. Es schmeckt für mich nach Weihnachten. Zudem kommt eine Erfahrungen, die viele Menschen in ihrem Leben machen. Beziehungen, ganz gleich ob Freundschaft oder Liebe, die ohne eine Erklärung enden. Für genau diese Menschen, habe ich mir eine Erklärung gewünscht,
die sie in meiner Kurzgeschichte bekommen.
Für die zweite Kurzgeschichte »Flammen in gefrorenen Herzen«, die ich zusammen mit
der lieben Hannah geschrieben habe, kam meine Inspiration ganz unspektakulär von einer Bergsteiger-Doku und dem Lied ‚Rose im Winter‘ von Saltatio Mortis.
4. Wie lange hast du für das Schreiben deiner Kurzgeschichte gebraucht?
Gute Frage, also ich weiß noch, dass ich mir für Zimtsterne und zweite Chancen mehr Zeit genommen habe. Grundsätzlich arbeite ich immer mit Testleser Feedback,
welches ich dann anschleichend immer noch einarbeite.
5. Hast du einen Lieblingssautoren oder eine Autorin, von der du einfach alles im Regal haben
und lesen musst? Jemanden, der als dein Vorbild eine große Rolle spielt?
Zu meinen aktuellen LieblingsautorInnen (da kann mich nie so ganz festlegen) gehören: Brynne Weaver, Navessa Allen, CG Drews, K M Moronova, Marie Graßhoff und Rachel Gillig! Von denen muss ich alles im Regal haben!
Jede wundervolle Autorin, die an ihre Träume glaubt, sich stetig weiterentwickelt und niemals aufgibt, ist mein Vorbild! 🥰
6. Wenn du nicht gerade schreibst, womit verbringst du deine Nachmittage? Hast du ein Hobby, welches dir neben dem Schreiben sehr am Herzen liegt?
Ich bin viel mit meinem Hund in der Natur unterwegs. Lese, höre Hörbücher oder treffe mich mit den Mädels aus dem Buchclub. Wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe oder was mit meinen Freunden unternehme, kommen mir häufig neue Ideen für weitere Projekte oder spannende Szenen. Am Ende lande ich dann letztendlich wieder am Laptop und schreibe.
7. Wie holst du dich am besten wieder aus einem Kreatief und was rätst du anderen,
die sich manchmal darin befinden?
Was mir immer aus einem Kreatief (geniales Wort) heraus hilft, sind ausgiebige Spaziergänge in der Natur mit meinem Hund Ikarus und guter Musik auf den Ohren!😍
8. Und als letzte Frage: Ist deine Kurzgeschichte deine erste Veröffentlichung oder hast
du bereits Erfahrungen sammeln können?
Ich habe bereits eine Kurzgeschichte mit dem Titel »Der Seelensammler« in der Mondschein-Anthologie des Weltenbruch Verlags veröffentlicht. »Zimtsterne und zweite Chancen« und »Flammen in gefrorenen Herzen« sind meine dritte und vierte Veröffentlichung und Anfang nächsten Jahres erscheint meine Kurzgeschichte »Black Dog« in der Spuren der Zeit Anthologie des Valois Verlags.
Ich hoffe, ich war nicht ganz so grummelig wie mein Ruf und hoffe, dass du mich
vielleicht sogar weiter empfehlen möchtest. +hinter vorgehaltener Hand kichern+
Vielleicht treffen wir uns ja auch irgendwann noch einmal wieder, wenn eine neue
Veröffentlichung im Raum steht. Getreu dem Motto: Man sieht sich immer zwei mal im
Leben.
Es war ganz zauberhaft und das hoffe ich doch sehr. Es hat mir viel Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten.
Dankeschön, war schön dich kennenzulernen, aber jetzt muss ich das tun, was ein Grumpelchen am besten kann. Vor sich hin grummeln und Kaffee trinken!
Bis dann! +aus dem Schrank schieb und Tür schließ+
Lass dir den Kaffee schmecken und bis dann! :)




Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Kommentare sind immer gerne gesehen, aber bitte angemessen. Sie müssen ausserdem von mir erst freigeschaltet werden, bevor sie sichtbar werden.
Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung der Daten gemäß des DSGVO einverstanden.
Ein Widerspruch gegen die Verarbeitung ist möglich.