[ Anthologie Interview #5 ] Schrankgammeln mit Nicole Miketta
Neuer Tag, neues Interview. Diesmal hat sich das Grumpelchen Nicole Miketta in seinen Schrank geholt. Allerdings hat sich das Grumpelchen auch eine kleine Pause gegönnt, denn vier Besucher hintereinander, erforderten dann doch zwei Tage Ruhe. Aber jetzt ist es wieder voller Elan und hat sich in das Gespräch mit Nicole gestürzt.
Hallöchen und willkommen in meinem Schrank! Nett hier, oder?
Ich bin das Grumpelchen und wohne hier.
Um dich und deine Geschichte ein bisschen besser kennenzulernen, habe ich mir ein paar
Fragen überlegt. Hier gilt, alles kann und nichts muss. Wenn du eine Frage nicht
beantworten möchtest, überspring sie einfach.
Ich verspreche auch nicht zu grummelig zu sein.
Stell dich doch am besten erst einmal ein bisschen besser vor, damit meine Follower
auch wissen, wen ich hier überhaupt in meinen Schrank entfüh…. äh, eingeladen
habe?
Ich bin Nicole, 51 Jahre alt, komme aus dem Norden und als echtes Winterkind freue ich mich besonders, dass meine Kurzgeschichte Teil dieser Anthologie sein darf.
1. Wie lange schreibst du schon und wer oder was hat dich dazu animiert?
Ich schreibe seit der Schulzeit. Damals hat es mit kleinen Gedichten und kurzen Geschichten angefangen. Später durfte ich sogar ein Theaterstück für unsere Abschlussfeier schreiben. Ich hatte eine wunderbare Deutschlehrerin, die mich immer bestärkt hat und mir gezeigt hat, wie viel Freude im Schreiben steckt.
2. Wie läuft so ein Schreibtag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du
Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen
Kapiteln? Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht?
Grummelst du dabei auch ab und an vor dich hin, wie so ein Grumpeltier das tut?
Ganze Schreibtage gibt es bei mir leider nicht. Zwischen Arbeit, Hobbys, meinem
Seelenhund und der Familie versuche ich mir jeden Tag ein bisschen Schreibzeit
freizuschaufeln. Wenn der Tag vollgepackt ist, werden es manchmal nur ein paar
Wörter, aber ich versuche wirklich, täglich zu schreiben.
Zum Schreiben brauche ich Ruhe, Musik würde mich eher ablenken. Was ich
allerdings unbedingt brauche, ist Kaffee. Ohne den läuft bei mir gar nichts, er gehört
einfach zu meinem Schreibritual dazu.
Bevor ich anfange, mache ich mir immer Notizen und plotte meine Geschichten. Das
hilft mir sehr, mich nicht zu verzetteln. Grummeln tue ich beim Schreiben selten, meistens bin ich dabei erstaunlich ausgeglichen.
3. Woher hast du die Inspiration für deine Geschichte genommen, die in der Anthologie
veröffentlicht werden wird?
Inspiriert zu meiner Kurzgeschichte hat mich unsere Schottlandreise im letzten Jahr.
Das kleine Dorf Culross in meiner Geschichte gibt es tatsächlich, und es hat durch die Serie Outlander eine gewisse Berühmtheit erlangt. In der Serie heißt es Cranesmuir. Die besondere Stimmung dort hat mich sofort eingefangen.
4. Wie lange hast du für das Schreiben deiner Kurzgeschichte gebraucht?
Das hat schon einige Zeit gedauert. Besonders die Zeichenvorgabe hat mir während des Schreibens zu schaffen gemacht. Sich zu überlegen, welche Stellen man streicht, damit die Vorgabe nicht überschritten wird, fand ich ziemlich herausfordernd.
5. Hast du einen Lieblingssautoren oder eine Autorin, von der du einfach alles im Regal haben und lesen musst? Jemanden, der als dein Vorbild eine große Rolle spielt?
Ich habe keine Lieblingsautorin und lese wirklich querbeet. Von zeitgenössischer Literatur über historische Romane bis hin zu Krimis und Thrillern. Ich lasse mich gern überraschen und bin da sehr offen. Nur Science Fiction ist nicht so meins.
6. Wenn du nicht gerade schreibst, womit verbringst du deine Nachmittage? Hast du ein Hobby, welches dir neben dem Schreiben sehr am Herzen liegt?
Nachmittags bin ich meistens mit unserer Adoptivhündin Ella aus Rumänien unterwegs. Die Spaziergänge tun uns beiden gut. Außerdem nähe ich gern und ich lese viel.
7. Wie holst du dich am besten wieder aus einem Kreatief und was rätst du anderen, die sich manchmal darin befinden?
Raus in die Natur. Das das hilft mir immer. Beim Spazierengehen habe ich die besten Einfälle.
8. Und als letzte Frage: Ist deine Kurzgeschichte deine erste Veröffentlichung oder hast du bereits Erfahrungen sammeln können?
Ja, es ist meine erste Veröffentlichung. Ich bin unglaublich aufgeregt und einfach
total froh, dass ich Teil der Anthologie sein darf.
Ich hoffe, ich war nicht ganz so grummelig wie mein Ruf und hoffe, dass du mich vielleicht sogar weiter empfehlen möchtest. +hinter vorgehaltener Hand kicher+ Vielleicht treffen wir uns ja auch irgendwann noch einmal wieder, wenn eine neue Veröffentlichung im Raum steht. Getreu dem Motto: Man sieht sich immer zwei mal im Leben.
Dankeschön, war schön dich kennenzulernen, aber jetzt muss ich das tun, was ein Grumpelchen am besten kann. Vor sich hin grummeln und Kaffee trinken!
Bis dann!
+aus dem Schrank schieb und Tür schließ+



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