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[ Anthologie Interview #8 ] Schrankgammeln mit Jacqueline Stoeck


Moin! Da bin ich wieder. Diesmal habe ich mir einfach so die Jaeckie entfü .. zu mir gelockt. Eh.. ich habe sie eingeladen. Genau, eingeladen meine ich!
Wir haben bei Keksen und Kaffee ein wenig geplaudert und ich konnte ihr allerhand Informationen entlocken, aber lest selbst.  

Hallöchen und willkommen in meinem Schrank! Nett hier, oder?
Ich bin das Grumpelchen und wohne hier.
Um dich und deine Geschichte ein bisschen besser kennenzulernen, habe ich mir ein paar Fragen überlegt. Hier gilt, alles kann und nichts muss. Wenn du eine Frage nicht beantworten möchtest, überspring sie einfach.
Ich verspreche auch nicht zu grummelig zu sein.

Stell dich doch am besten erst einmal ein bisschen besser vor, damit meine Follower auch wissen, wen ich hier überhaupt in meinen Schrank entfüh…. äh, eingeladen habe?

Hi, ich bin Jacqueline und lebe gemeinsam mit meinem Mann und unseren zwei Katzen, die sich für absolute Prinzessinnen halten, in Bremen. Ich habe Klaustrophobie, aber ich muss zugeben, dein Schrank ist wirklich gemütlich. Selbst ich halte es hier erstaunlich gut aus.

1. Wie lange schreibst du schon und wer oder was hat dich dazu animiert?

So richtig ernsthaft schreibe ich tatsächlich erst seit etwas mehr als einem Jahr. Für mich ist es eine tolle Möglichkeit, eine eigene, kleine Welt zu erschaffen und neue Perspektiven zu entdecken.

2. Wie läuft so ein Schreibtag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen Kapiteln? Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht? Grummelst du dabei auch ab und an vor dich hin, wie so ein Grumpeltier das tut?

Beim Schreiben brauche ich vor allem Ruhe, ausreichend Snacks und ein Spaßgetränk. Bevor ich loslege, muss ich definitiv wissen, in welche Richtung meine Geschichte sich entwickeln soll. Ganz ohne Planung läuft bei mir nichts, daher habe ich die jeweiligen Kapitel schon grob vorstrukturiert und schaue vor jeder Schreibsession, ob ich meine Struktur anpassen muss.

Außerdem brabbel ich die ganze Zeit leise vor mich hin und lese mir jeden Satz laut vor. So merke ich am besten, ob er flüssig klingt oder ob ich noch einmal nachbessern könnte.

3. Woher hast du die Inspiration für deine Geschichte genommen, die in der Anthologie veröffentlicht werden wird?

Mich faszinieren alte Bräuche und Geschichten, besonders aus der Keltenzeit. Die Wintersonnenwende mit ihren Ritualen und der Hoffnung auf einen Neuanfang war dafür perfekt geeignet.

4. Wie lange hast du für das Schreiben deiner Kurzgeschichte gebraucht?

Mit der ersten Fassung habe ich ganz schön gekämpft, weil ich den Rechercheaufwand doch etwas unterschätzt hatte. Immer wieder musste ich das Schreiben unterbrechen, um historische Details nachzulesen. Für die Rohfassung habe ich deshalb mindestens vier Wochen gebraucht. Dann kam ja auch noch die Überarbeitung dazu.


5. Hast du einen Lieblingssautoren oder eine Autorin, von der du einfach alles im Regal haben und lesen musst? Jemanden, der als dein Vorbild eine große Rolle spielt?

Puh, da gibt es einige. Wenn ich gedanklich einmal durch mein Bücherregal gehe, landen vor allem Sarah Beth Durst, Evie Woods und Kristina Quills immer wieder darin. Gleichzeitig gibt es so viele großartige Autorinnen und Autoren, dass es sich fast ein bisschen unfair anfühlt, nur ein paar Namen zu nennen.

6. Wenn du nicht gerade schreibst, womit verbringst du deine Nachmittage? Hast du ein Hobby, welches dir neben dem Schreiben sehr am Herzen liegt?

Lesen natürlich - vermutlich ist das die Standardantwort von Autorinnen und Autoren. Ansonsten liebe ich Spaziergänge durch den Park, besonders im Herbst und Winter. Und für einen gemütlichen Tag auf dem Sofa, an dem ich eine Netflix-Serie durchbinge, bin ich definitiv immer offen.

7. Wie holst du dich am besten wieder aus einem Kreatief und was rätst du anderen, die sich manchmal darin befinden?

Zum Glück hatte ich bisher noch kein richtig tiefes Kreativloch. Wenn es einmal stockt, hilft es mir, den Laptop zuzuklappen und mich abzulenken, z.B. mit einem Spaziergang oder Haushaltskram.

Mein wichtigster Rat ist aber, sich nicht unter Druck zu setzen. Kreativität lässt sich nicht erzwingen und manchmal braucht eine Geschichte einfach etwas Zeit, bis sie weitererzählt werden möchte.

8. Und als letzte Frage: Ist deine Kurzgeschichte deine erste Veröffentlichung oder hast du bereits Erfahrungen sammeln können?

Ich hoffe, du siehst die Schweißperlen auf meiner Stirn und das Zittern meiner Hände nicht, aber ja, das ist tatsächlich meine erste wirklich, richtig echte Veröffentlichung. Umso aufregender ist das alles für mich. Ich habe während des Lektorats unglaublich viel gelernt und hoffe natürlich, dass man das meinen zukünftigen Geschichten auch anmerken wird. Davon profitiert auch mein Debütroman, an dem ich gerade arbeite. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Autorinnen und Autoren. Der gemeinsame Austausch hat mir unheimlich viel Freude bereitet.

Ich hoffe, ich war nicht ganz so grummelig wie mein Ruf und hoffe, dass du mich vielleicht sogar weiter empfehlen möchtest. +hinter vorgehaltener Hand kicher+ Vielleicht treffen wir uns ja auch irgendwann noch einmal wieder, wenn eine neue Veröffentlichung im Raum steht. Getreu dem Motto: Man sieht sich immer zwei mal im Leben. Also dann … Dankeschön, war schön dich kennenzulernen, aber jetzt muss ich das tun, was ein Grumpelchen am besten kann. Vor sich hin grummeln und Kaffee trinken! Bis dann! +aus dem Schrank schieb und Tür schließ+

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