[ Anthologie Interview #11 ] Schrankgammeln mit Hannah Müller
Heute ist schon wieder Donnerstag und das kleine Grumpelchen hat natürlich auch heute wieder einen Gast. Diesmal hat er sich ein wenig mit Hannah unterhalten und dabei allerhand über sie erfahren.
Hallöchen und willkommen in meinem Schrank! Nett hier, oder?
Ich bin das Grumpelchen und wohne hier.
Um dich und deine Geschichte ein bisschen besser kennenzulernen, habe ich mir ein paar Fragen überlegt. Hier gilt, alles kann und nichts muss. Wenn du eine Frage nicht beantworten möchtest, überspring sie einfach.
Ich verspreche auch nicht zu grummelig zu sein.
Stell dich doch am besten erst einmal ein bisschen besser vor, damit meine Follower auch wissen, wen ich hier überhaupt in meinen Schrank entfüh…. äh, eingeladen habe?
Hi, Grumpelchen. Ich bin Hannah, 26 Jahre alt und wohne im schönen Sauerland. Ich arbeite als Physiotherapeutin und schreibe als Hobby. Meine Geschichten sind im Genre Romance und Romantasy. Natürlich bin ich immer offen für andere Genres, falls mit plötzlich eine Idee dazu kommen sollte. Meistens passiert das ja ziemlich random. Letztens war ich am Zucchini schneiden und hatte eine Idee zu einer Dark Romance Story. So ist das. Kopf voller Geschichten, aber leider nicht genug Hände die alle gleichzeitig aufs Papier zu bringen. Aber irgendwann, dann wird die richtige Zeit für diese Geschichten kommen-
Lesen tue ich auch für mein Leben gern. Von Rosa Rot Romance zu dunklen Thrillern ist alles dabei.
Auf Bookstagram bin ich seit kurzem unter dem Namen @phiene_liest unterwegs.
1. Wie lange schreibst du schon und wer oder was hat dich dazu animiert?
Im Grunde schreibe ich schon seitdem ich schreiben kann, haha. In der Grundschule habe ich schon geschrieben, da gibt es wilde Überbleibsel von. Magische Meerjungfrauen, Ponys unterm Bett und Feen in den Wolken. Ich hatte schon immer eine blühende Fantasie. In der Schule waren die Schmetterlinge draußen oder mein Bild in der Blockecke interessanter als die p-q-Formel. Naja, am Ende hab ich mein Abi doch geschafft. Puh, würde ich sagen. Wer oder was mich dazu animiert hat? Ich schätze meine Stimmen im Kopf. Die geben keine Ruhe, wenn eine Idee aufflammt, bis ich die aufgeschrieben habe.
2. Wie läuft so ein Schreibtag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen Kapiteln? Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht?
Grummelst du dabei auch ab und an vor dich hin, wie so ein Grumpeltier das tut?
Tatsächlich bin ich Team: im Hintergrund muss was laufen. Nicht mal nur Musik, lieber eine Serie die ich schon in- und auswendig kenne. Ich weiß nicht wie oft ich schon „Türkisch für Anfänger“ oder „Brooklyn 99“ geschaut habe. Ich kann mich dann einfach besser fokussieren.
Meistens plotte ich grob vor und mache mir einen Kapitelplan. Meistens ändert sich das beim Schreiben eh nochmal, wenn die Charaktere meinen, wieder aus der Reihe tanzen zu müssen. Manchmal verzweifle ich auch an Szenen und grummle vor mich hin. Da haben wir wohl was gemeinsam, Grumpelchen.
3. Woher hast du die Inspiration für deine Geschichte genommen, die in der Anthologie veröffentlicht werden wird?
“Zwischen Weihnachtssternen und Briefpapier“ ist einfach so entstanden, als ich das Wort „Stern“ gesehen habe. Ich habe nicht direkt an einen normalen Stern gedacht, sondern an die Blume. Und da kam irgendwie die Geschichte zwischen Mathis und Lara am Ende raus. Ich fand Brieffreundschaften schon immer cool und wollte früher immer selbst eine haben. Hat nie geklappt, aber hier habe ich es durch die beiden erleben dürfen.
Bei „Flammen in gefrorenen Herzen“ war es ja eher eine Gemeinschaftsarbeit mit Yara Cecilia. Wir haben beide zusammen rumgesponnen und sind irgendwie an den Faes hängen geblieben. Dadurch sind dann Brim und Frost entstanden, zwei starke Charakteren die den Umständen trotzen. Es wird spannend.
4. Wie lange hast du für das Schreiben deiner Kurzgeschichte gebraucht?
Für „Flammen in gefrorenen Herzen“ haben wir fast nur eine Woche gebraucht. Das war wirklich eine schnelle Nummer, weil sie uns auch so gut von den Fingern ging. Dann ging sie noch schnell zu Testlesern und mit Überarbeitung haben wir dann nur rund zwei Wochen gebraucht, um sie ins Lektorat zu schicken.
Für meine andere Geschichte habe ich doch noch ein wenig länger gebraucht. Ich würde sagen, so gut einen Monat. Aber nur weil ich superkritisch mit mir umgegangen bin und sie ständig umgeschrieben habe, bis ich dann endlich zufrieden war. Ich liebe diese Geschichte. Es ist cozy, romantisch und weihnachtlich.
5. Hast du einen Lieblingssautoren oder eine Autorin, von der du einfach alles im Regal haben und lesen musst? Jemanden, der als dein Vorbild eine große Rolle spielt?
Lieblingsautoren habe ich auf jeden Fall. Vorbild würde ich jetzt nicht direkt sagen. Ich finde es wahnsinnig inspirierend. Von Rina Kent habe ich bisher jedes Buch geliebt, genauso wie von Francis Eden. Eden Finley und Saxon James sind im Moment auch sehr hoch im Kurs. Jedes Buch was übersetzt wurde habe ich schon gelesen.
6. Wenn du nicht gerade schreibst, womit verbringst du deine Nachmittage? Hast du ein Hobby, welches dir neben dem Schreiben sehr am Herzen liegt?
Ich lese und male super gerne. Landschaften auf Leinwand, Fahrzeuge auf dem Tablet oder Zeichen auf Papier. Ansonsten Fahrrad fahren im Wald. Versuche mich immer mal wieder an neuen Sachen. Vor ein paar Wochen habe ich versucht zu sticken. Spoiler Alert: hatte keinen Erfolg.
7. Wie holst du dich am besten wieder aus einem Kreatief und was rätst du anderen, die sich manchmal darin befinden?
Immer wieder versuchen. Mal was anderes machen und dann ist da plötzlich wieder eine Idee. So einen richtigen Tipp habe ich leider auch nicht.
8. Und als letzte Frage: Ist deine Kurzgeschichte deine erste Veröffentlichung oder hast du bereits Erfahrungen sammeln können?
Das wird tatsächlich meine erste Veröffentlichung. Ich bin so aufgeregt und freue mich mit meiner Geschichte einen guten Zweck zu unterstützen.
Ich hoffe, ich war nicht ganz so grummelig wie mein Ruf und hoffe, dass du mich vielleicht sogar weiter empfehlen möchtest. +hinter vorgehaltener Hand kicher+ Vielleicht treffen wir uns ja auch irgendwann noch einmal wieder, wenn eine neue Veröffentlichung im Raum steht. Getreu dem Motto: Man sieht sich immer zwei mal im Leben.
Dankeschön, war schön dich kennenzulernen, aber jetzt muss ich das tun, was ein Grumpelchen am besten kann. Vor sich hin grummeln und Kaffee trinken!
Bis dann!
+aus dem Schrank schieb und Tür schließ+




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