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[Rezension] Kell's Legende

Titel: Kell's Legende
Autor: Andy Remic

Originaltitel: Kell's Legend / 01 Clockwork Vampire
Originalverlag: Angry Robot, Nottingham 2009
Aus dem Englischen von Wolfgang Thon

Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-26876-4
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90 * (* empf. VK-Preis)

Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 16. Juli 2012

Inhalt: "Es ist eine Zeit für Helden, eine Zeit für Krieger – und Kells Axt dürstet nach Blut. Doch Kell ist kein Held. Er ist nur ein Mann, der stets versucht hat, das Richtige zu tun. Da fällt eine grausame Armee aus dem Norden über seine Heimat her, und Kell muss sich entscheiden. Wird er den Erwartungen seiner Enkelin Nianna gerecht werden, die ihn aus tiefster Seele verehrt? Oder wird er sie enttäuschen und dafür ihrer beider Leben retten? Kells größter Kampf steht bevor!" Kell

Dieses Buch hat mir mein Mann zum Geburtstag mitgebracht, nachdem ich selbst ein paar Mal drumherum geschlichen bin und es doch nicht mitgenommen habe.
Das Cover fand ich mit dem Klappentext zusammen wirklich ansprechend und ich habe es mir vor kurzem vorgenommen.
Nadine war zwar der Meinung, dass Cover macht einem Angst, aber ich fands irgendwie... toll. :D




Den Inhalt selbst werde ich diesmal nicht wiedergeben, denn er kann ja oben bereits nachgelesen werden und ich möchte lieber direkt auf das Buch eingehen.
Bereits mit den ersten Seiten lernt man Kell kennen. Einen gezeichneten Mann, welcher in seinem Leben schon viel erlebt hat und momentan eigentlich nur noch zuhause sitzt und seine Suppe schlürft.
Zu seiner Familie hat er kaum Kontakt und einzig und allein seine Enkelin Nianna hält an ihm fest und kommt ihn - wenn auch heimlich - fast täglich besuchen.

Als Vachine die Stadt angreifen und alles töten, was sich ihnen in den Weg stellt, muss Kell sich entscheiden, ob er wieder der Held werden will, der er einst war und den Nianna noch immer verehrt oder ob er sie enttäsucht.
Vachine benötigen das Blut der Menschen, um daraus Blutöl herzustellen, welches sie selbst am Lesen erhält und ich muss ehrlich sagen, dass mir diese Art der "Bösewichte" wirklich gut gefallen hat.
Es war eine andere Art der Vampire, wie man sie sonst kennt und der Autor hat sie teilweise so detailgetreu beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst einem gegenüberzustehen.

Manchmal hat man beim Lesen das Gefühl gehabt, sich in einem einzigen Gemetzel wiederzufinden. Mit seiner Axt verbindet ihn eine Art Blutband, welches sich nicht lösen lässt und welches ihm doch schon so manches Mal das Leben gerettet hat.

Als ich Nianne kennengelernt habe, war sie für mich ein Mädchen, welches ihren Großvater - vielleicht sogar gegen den "Willen" ihrer Familie - verehrt und das Gefühl hat, ein bisschen für ihn verantwortlich zu sein.
Im Laufe der Geschichte hatte ich manchmal echt das Gefühl, sie wäre ein wenig zu naiv oder einfach nur Scheu. Sie zeigt zwar oft genug, dass sie ihrem Großvater durchaus gerecht werden kann, aber das Hauptaugenmerk lag auf ihm und sein.. Gemetzel.

Saark... ja, der liebe Saark. Der war irgendwie.. komisch. Ich konnte ihn nie so genau einschätzen. Manchmal hatte ich das Gefühl, der agiert die meiste Zeit gegen Kell und Nianna, ebenso wie ihre Freundin Kat, aber auf der anderen Seite konnte er mich dann doch wieder überraschen, indem er sich für die Freundinnen und auch für Kell eingesätzt hat.
Er war für mich eher dieser typische Schönling, der in fast jedem Buch vorkommt. Manchmal war er mir zwar etwas zu.. "schön", aber irgendwie hat er auch perfekt an die Seite Kells gepasst.
Klingt jetzt ein wenig komisch, ist aber so. :D

Der Storyverlauf an sich war überraschend und doch auch manchmal verwirrend. Angesichts der vielen Perspektivwechsel in den einzelnen Kapiteln hatte ich manchmal das Gefühl, nicht richtig zu wissen, wo ich mich jetzt tatsächlich befinde,
Mal in der Geschichte rund um Kell, befand ich mich plötzlich iweder in einem ganz anderen Teil der Geschichte, was manchmal schon gestört hat.

Das Ende des Buches war wirklich so ein... Argh - Moment, denn es verleitet förmlich dazu, sich auch den zweiten Band zulegen zu wollen. Der Autor hat einen fiesen Cliffhänger parat, welchen ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde.
Ein Teil von mir hat sich wirklich gedacht.. "Boah, echt Andy.. da bringst du uns bis dahin, lässt Kell bis an diese Stelle laufen und dann passiert.. schlichtweg nichts!
Das war schon ein bisschen frustrierend.

Ich kann dieses Buch aber auf jeden Fall all denen empfehlen, die kein Liebesgeschnulze und auch keine heissen Sexszenen erwarten. Die Brutalität dieses Buches mag für den einen oder anderen nicht geeignet sind, aber ich persönlich fand es einfach nur.. geil. ( Sorry, die Wortwahl, ist aber so.. xD)


Kommentare

  1. Huhu :)
    Das Cover macht einen ja auch Angat wundert mich das er nicht umkippt mit der Axt, aber deine Rezi macht ja neugierig *-*
    Knuddel

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