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Schon ein Loch im Bauch, Alexander Dobler?

Heute habe ich wieder ein neues Interview von euch.
Ich habe Alexander Dobler über Twitter kennengelernt, da jemand einen seiner Tweets geretweetet hat. Er hat nach Testlesern für seinen Thriller gesucht und als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme.
Dieses Buch muss ich lesen!
Ich war deshalb auch so frech und habe ihn gefragt, ob ich ihm ein paar Fragen stellen darf.
Lest selbst, wie schlimm das Loch im Bauch bei ihm geworden ist.

Hallo lieber Alexander,
erstmal vielen lieben Dank, dass du dich dazu bereit erklärt hast, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Hallo auch an dich und deine Leser!

Stell dich doch bitte erst einmal in ein paar Sätzen vor, damit meine Leser auch wissen, mit wem sie es überhaupt zu tun bekommen.
Danach werde ich damit beginnen, dir ein paar Löcher in den Bauch zu fragen.

Mein Name ist Alexander Dobler. Ich bin am 18. Juni 1999 in Bayern geboren und in ländlicher Gegend aufgewachsen. Seit meiner Kindheit schreibe ich Geschichten, zeichne Comics und Animationen und habe einige Jahre lang sogar selbstgemachte Filme mit Freunden gedreht.
Seit November 2016 arbeite ich an meinem ersten Buch, das sich momentan in den Händen der Testleser befindet.

1. Welches Genre beinhalten deine Geschichten und in welchem würdest du gerne veröffentlichen?

Weil es auch die Genres sind, die ich selbst am liebsten lese, sind die meisten meiner Ideen Thriller oder Horrorgeschichten. Allerdings würde ich andere Genres in der Zukunft nicht komplett ausschließen.

2.Wie läuft so ein Schreibnachmittag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen Kapiteln? Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht?

Beim Schreiben und Überarbeiten ist mir Ruhe am liebsten. An Tagen, an denen es schwerer fällt, helfen aber sogenannte Binaural Beats meine Konzentration zu verbessern.
Musik höre ich höchstens beim Planen, um mich in eine bestimmte Stimmung zu bringen oder um die Kreativität anzukurbeln.
Bestimmte Rituale hab ich bis auf Nervennahrung keine, aber vor einem neuen Kapitel gehe ich meine Notizen noch einmal durch.

3.Hast du selbst einen Lieblingsautor oder ein Lieblingsbuch?

Da kann ich mich schwer entscheiden. Dracula und Frankenstein sind zwei Klassiker, die mir gut gefallen, aber auch die Hannibal Bücher und die Game of Thrones-Reihe würde ich zu meinen Lieblingen zählen.
Was Autoren angeht, stehen Stephen King und Tanja Hanika weit oben.

4. Ist es dir als Autor schwer gefallen, aufgrund der Thematik in deine Charaktere hineinzuversetzen? Oder vielleicht aufgrund deiner eigenen Vorstellungskraft?

Ja, manchmal, aber ich kann mich gut in andere Menschen reindenken, was das Ganze erleichtert. Vieles lässt sich auch von alltäglichen Gefühlen ableiten – jeder war schon einmal wütend, ängstlich oder hat Schmerz empfunden.
Und wenn es um Themen geht, die mir fremd sind, versuche ich mir durch Recherche ein Bild zu machen und unterhalte mich mit Leuten, die Erfahrung mit dem Thema haben.

5. Was hat dich zu deinem Thriller animiert und wann hast du angefangen, diese Idee in die Tat umzusetzen?

Angefangen hat es mit Stichpunkten auf einem Zettel. Warum mich genau diese Idee so gefesselt hat, kann ich selbst nicht beantworten, aber ich wollte eine Geschichte schreiben, in der sich die Hauptfigur in einer starken Grauzone bewegt.
Ende 2016 hab ich dann den ersten Entwurf auf Englisch geschrieben – eher zum Spaß für mich und ein paar Freunde. Aber es ist gut angekommen und hat in mir den Wunsch geweckt, die Ideen und Figuren weiterhin mit anderen zu teilen.
Seitdem hat sich einiges an der Geschichte geändert. Ich hab sie ins Deutsche übersetzt, verbessert und viel dazugelernt.

6. Welches ist dein größter – mit dem Schreiben verbundener – Traum?

Eine Veröffentlichung wäre natürlich erstmal ideal. Später würde ich gern einmal davon leben können, aber in erster Linie wünsche ich mir, dass ich die Leute mit meinen Büchern unterhalten, berühren und zum Nachdenken bringen kann.

7. Entwirfst du das Buchcover selbst oder übernimmt das jemand anders?

Momentan existiert für mein Buch noch kein Cover. Obwohl ich früher auch etwas Erfahrung mit Bild- und Videobearbeitung gesammelt hab, fehlt mir das nötige Können, um ein professionelles Cover zu gestalten. Deswegen wird das mein zukünftiger Verlag oder Grafikdesigner übernehmen müssen.

8. Wenn du nicht gerade schreibst, womit verbringst du deine Nachmittage? Hast du ein Hobby, welches dir neben dem Schreiben sehr am Herzen liegt?

Das Schreiben nimmt einen Großteil meiner Freizeit in Anspruch, aber wenn ich gerade keine Zeit mit Freunden oder Tieren verbringe, zeichne ich zum Beispiel gerne oder gucke Serien an.

9. Kann deiner Meinung nach jeder ein Buch schreiben oder braucht es dafür bestimmte Voraussetzungen?

Das Schreiben kann jeder lernen, aber um wirklich gut zu schreiben, brauch man meiner Meinung nach viel Empathie und Vorstellungskraft und einen großen Wissensdurst. Durchhaltevermögen wäre auch von Vorteil.

10. Hast du schon mal etwas geträumt, was hinterher auch wirklich wahr geworden ist?

Ist mir bisher noch nie passiert…bei manchen Träumen auch besser so.

11. Wie würdest du reagieren, wenn plötzlich eine deiner Buchfiguren an deiner Haustür klingeln würde?

Einige von ihnen hätten gute Gründe mich zu beseitigen, deswegen bleibt die Tür lieber geschlossen und ich auf Bodenhöhe.

12. Wie holst du dich am besten wieder aus einem Kreatief und was rätst du anderen, die sich gerade darin befinden?

Egal wie schwer es fällt, ein Satz ist besser als keiner. Erinner dich selbst, wieso du das alles tust und mach einfach weiter. Das hat mir bisher immer geholfen.

13. Als evtl. Selbstleser, hast du schon mal ein Buch abgebrochen oder gibst du jedem Buch eine Chance?

Obwohl ich manche Bücher lieber abgebrochen hätte (Fahrenheit 451, I'm looking at you), hab ich mich bisher meistens bis zum Ende durchgequält. Als normaler Leser hätte ich das nicht getan, aber gerade aus Büchern, die einem nicht gefallen, kann man als Autor oft viel lernen.

14. Und zu guter Letzt...Weil wir oben schon die Frage nach dem mit dem Schreiben verbundenen großen Traum hatten, welches ist dein größter – nicht mit dem Schreiben verbundener – Traum?

Hunde. Ich würde gern ein paar eigene Hunde haben.

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