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[WritingFriday] Angst

Heute möchte ich euch wieder mit zu einer Bloggeraktion nehmen, bei der ich mal mehr, mal weniger gut mitmache.
Schande über mein Haupt. Ich habe in den letzten Wochen zwar tatsächlich geschrieben, aber nichts, was zu den vorgegebenen Themen zum Writing Friday passt.
Eher an meinen beiden Hauptprojekten und zwischendurch ist dann aber doch dieser kleine Text entstanden.
Bei dieser Bloggeraktion handelt es sich übrigens um den Writing Friday, den Elizzy von readbooksandfallinlove ins Leben gerufen hat, alle Informationen dazu, findet ihr auf ihrem Blog. 
Sie gibt monatlich ein paar Themen vor, zu denen man etwas schreiben kann.



Ein Hauptthema oder mehrere Unterkategorieren.
Wenn ihr auch dort mitmachen möchtet, dann schaut doch einfach bei ihr vorbei. 

 Die Regeln im Überblick

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen. 
Die Themen im Juli.

  • Du gerätst über eine Zeitmaschine ins alte Ägypten, erzähle von diesem Abenteuer.
  • Emma ist gerade in ein neues Haus gezogen, als sie dort den Wandschrank öffnet weht ihr ein kühler Wind entgegen, sie tritt hindurch und ist in einer anderen Welt… (Erzähle die Geschichte weiter)
  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Hund, Badeanzug, rosarot, gehüpft, Eiscreme
  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Kurt war zum Mörder geboren, könnte man meinen, wenn da nicht…” beginnt.
  • Berichte aus dem Alltag von Simon – ein kleiner bunter Spatz, mit Pilotenbrille und einem mutigen und grossen Herzen.

Ich habe mich über eine Geschichte über Kurt entschieden. 


Kurt war zum Mörder geboren, könnte man meinen, wenn da nicht…

… seine panische Angst vor dem Tod wäre. Schon früher, wenn er mit seinen Großeltern den Tatort gesehen hatte, hatte er sich regelrecht gegruselt. 
Immer, wenn die erste Leiche auf dem Bildschirm aufgetaucht war, hatte er sich die Augen zugehalten.
Horrorfilme, bei denen jemand starb, konnte er gar nicht gucken, ohne dass er vor Angst schlotterte. 
Ganz schlimm war es, als seine Großmutter ihm zum Geburtstag einen Thriller geschenkt hatte.
Einen Thriller, den er bis heute nicht gelesen hatte.
Unangetastet stand er im Schrank, weil Kurt unfähig war, ihn zu lesen. Inzwischen war er schon fast 30 Jahre alt und hatte noch immer Angst vor dem Tod. 
Die Ursache dafür war ihm in seinem Inneren klar, aber trotzdem hatte er noch mit niemandem darüber gesprochen. Mit niemandem, der nicht zu seiner Familie gehörte.
Gerade mal sieben Jahre alt war er gewesen, als er einen Mord beobachtet hatte.
Er hatte gesehen, wie sein eigener Vater seine Mutter getötet hatte.
Vor seinen Augen.
Damals war er noch zu klein gewesen, um es zu verstehen. Heute verstand er es umso mehr und umso näher der Tag heran rückte, an dem sich der Mord jährte, desto mehr war er sich sicher: Er wollte nicht so werden, wie sein Vater.
Obwohl er bei seinen Großeltern ein einigermaßen angenehmes Leben gehabt hatte, hasste er seinen Vater für das, was er ihm und der Familie angetan hatte. 
Er hatte ihm seine Mutter genommen. Die Frau, die ihn mehr geliebt hatte, als sie jemals hätte jemanden lieben können.
Nur einmal hatte er seinen Vater im Gefängnis besucht, um zu erfahren, warum der ältere Mann das getan hatte. 
Eine Antwort hatte er nie bekommen, aber er war sich sicher: So wollte er nicht werden und er würde seinem Vater nie verzeihen können, dass er ihn so früh mit dem Tod konfrontiert hatte. Mit dem Tod seiner geliebten Mutter. 
Und nicht nur einmal blieb die Frage offen: Was wäre er für ein Mensch geworden, hätte er sie nicht so früh verloren?!



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