Direkt zum Hauptbereich

[Rezension] Die Phoenix - Chroniken 1 - Asche

Titel:  - Die Phoenix - Chroniken 1 - Asche
Autor: Lori Handeland

Inhalt: "Jetzt beginnt die letzte Schlacht - diese Worte raunt Ruthie ihrer Pflegetochter Elizabeth Phoenix zu, bevor sie stirbt, Tage später erwacht Liz im Krankenhaus, heimgesucht von finsteren Visionen. Was hat es mit Ruthies geheimnisvollen Worten auf sich? Und warum taucht ausgerechnet jetzt Liz' Ex-Geliebter Jimmy Sanducci wieder auf? Unversehens gerät die ehemalige Polizistin zwischen die Fronten eines Krieges übernatürlicher Mächte, und die wieder entflammte Leidenschaft für Jimmy führt nicht nur Liz an den Rand des Abgrunds ..." Quelle: Asche

Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, wo ich das Buch überhaupt her habe, aber es ist ewig lange auf meiner SuB - Liste rumgewandert. Von einer Ecke in die andere des Bücherregals, ohne dass ich es wirklich in die Hand genommen habe.
Gelesen habe ich es nun auch schon im letzten Monat und mich bislang noch um die Rezension gedrückt. Aus "guten" Grund, wie ihr sicherlich nach dem Lesen feststellen werden.

Elizabeth Phoenix wächst bei ihrer Pflegemutter Ruthie auf. Eine liebe, einfühlsame Frau, die ein Herz für Kinder zu haben scheint. Als Ruthie ermordet wird, richten sich ihre letzten Worte an Elizabeth.
Und nicht nur die letzten Worte, sondern auch eine besondere Gabe. Liz soll von nun an als Seherin im kampf gegen das Böse fungieren.
Tage nach dem Mord an ihrer Ziehmutter wacht Liz im Krankenhaus auf, tatsächlich mit finsteren Visionen.
Und warum taucht ausgerechnet Liz' Exfreund dann auf, wenn sie die ersten Visionen hat? Hat er am Ende vielleicht sogar etwas zu tun?
Noch bevor sie sich näher Gedanken darüber machen muss, befindet sie sich inmitten eines Krieges, den sie unmöglich gewinnen kann und der nicht nur ihr Leben verändern wird.


Also... ich glaube, erst einmal muss ich ganz tief Luft holen. Ich habe mich nicht nur einmal zwingen müssen, dass Buch nicht einfach in die nächste Ecke zu werfen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin echt gerne und kann und werde, was den betrifft, auch nicht wirklich etwas zu meckern haben.
Es geht mir einzig und allein um die Handlung, so wie ich sie empfunden habe.
Liz war ein Charakter, den ich nur schwer einschätzen konnte. Anfangs habe ich wirklich mit ihr mitgefühlt. Der Tod bzw. der Mord an ihrer Ziehmutter Ruthie war nicht einfach für die junge Frau, was ich wirklich nach vollziehen konnte.
Aber irgendwann ging es einfach... irgendwie gar nicht mehr richtig darum. Als ihr Exfreund Jimmy auftaucht, sind natürlich auch plötzlich all die quälenden Gefühle wieder da.
Sie kann ihn nicht vergessen, konnte es nie und hat dann doch plötzlich Sex mit einem anderen. Aus Gründen, die für sie erst hinterher ersichtlich werden, von denen ihr Sexpartner aber die ganze Zeit weiß. Was für Elizabeth natürlich so direkt aber kein Problem darstellt.
Okay, wieso nicht. Es war einfach zu viel? Manchmal hatte ich das Gefühl, Liz' wäre... perfekt? Kann alles, weiss fast alles und handelt - ihres Ermessens nach - eh immer richtig.
Liz' Verhalten konnte ich gerade, was das angeht auch nicht mehr wirklich nachvollziehen. Gerade, auch was ihr Verhalten und ihren Hass Jimmy gegenüber angeht.
Den mochte ich zur Abwechslung nämlich echt gerne.

Die Umsetzung an sich, war... gar nicht so schlecht. Es kam mir aber irgendwie mehr wie ein Erotikroman vor - wobei ich die Sexszenen an sich nicht mal als sonderlich erotisch empfunden habe, sondern eher so... als.. Mittel zum Zweck. Der eigentliche Aspekt, den die Autorin mit ihrem ersten Band erwecken wollte, konnte auf mich nicht überspringen.
Zumal ich gerne mehr über die eigentlichen Hintergründe erfahren hätte, die auch zu Ruthies Tod geführt haben.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass es noch mehrere Bände gibt, aber dieser hier konnte mich leider nicht überzeugen.
Idee war wirklich gut, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen, was nicht zuletzt an den Charakteren - und vor allem an Liz gelegen hat.

Kommentare