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Lesemonat April '26

Der letzte Tag im April ist fast vorbei und ich habe natürlich auch in diesem Monat wieder einen Rückblicker für euch, den ich euch nicht vorenthalten möchte.  Diesmal habe ich weniger gelesen, als im letzten Monat. 1610 Seiten, um genau zu sein. Aber das Lesen soll ja keine Wettkampf sein, nicht wahr?  Jeder soll das lesen, was er schafft. Das Leben ist schon stressig genug, da muss man sich nicht auch noch innerhalb der Bookbubble an die Gurgel gehen, weil einer mehr und einer wenigen gelesen hat, oder?  Aber darum soll es hier ja gar nicht erst gehen, sondern viel mehr um die Bücher, die mich diesen Monat begleitet habe.  Angefangen habe ich mit dem Buch "Du weißt 'nen Scheiss über Sterne" von Petr Hanel. Und naja, was soll ich sagen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen. Der Klappentext klang zwar schon interessant, aber ich habe es tatsächlich nur geschafft, bis Seite 208 zu kommen, bevor ich zum nächsten Buch gegriffen habe.   Inhalt: "Mark...

[Rezension] Hells Gate

Titel: Hells Gate
Autor: Richard Crompton

19. Juni 2015
978-3-423-26062-6

14,90 € [D]
inkl. MwSt., versandkostenfrei in D, A, CH, weitere Infos 
Inhalt: "
Eine packende Reise in die Abgründe Afrikas
Der eigenwillige Massai-Ermittler Mollel wird von Nairobi in die Provinz versetzt, in einen kleinen Ort direkt neben dem Nationalpark Hell’s Gate. Hier gibt es bis auf ein paar Touristen, die den Nationalpark besuchen und im örtlichen Hotel absteigen, nur sehr wenig Abwechslung ... Bis eine Blumenpflückerin ermordet wird, die auf einer nahe gelegenen Blumenfarm gearbeitet hat. Mollel argwöhnt schnell, dass eine Polizisten-Gang in den Mord verwickelt ist, die mit Gewalt und Selbstjustiz die Gegend unsicher macht. Für Mollel wird es brandgefährlich, aber heraushalten kann er sich aus dieser Sache nicht: Er muss sich fragen, ob er noch auf der richtigen Seite steht." Quelle: Mollel

Ach du meine Güte.. ich weiß gar nicht, ob ich mich beim dtv Verlag jemals werde dafür entschuldigen können, dass diese Rezension so verdammt lang auf sich warten ließ.
Ich habe das Buch bereits im Augst letzten jahres ( !!!) gelesen und es kann sich echt niemand vorstellen, wie groß mein schlechtes Gewissen ist, weil die Rezension erst jetzt erfolgt.

Ich habe bereits den ersten Band "Wenn der Mond stirbt" um den Massai - Ermittler Mollel gelesen und war auf den zweiten wirklich sehr gespannt.
Konnte er meine Erwartungen erfüllen und fast nahtlos an den ersten Band anknüpfen?
Lest selbst.

Nach den Ereignissen rund um seinen letzten Fall, wird Mollel in die Provinz Nairobis versetzt. 
Auch dort macht er sich nicht wirklich viele Freunde, stößt auf Mauern des Schweigens und der Ablehnung. 
Als auch hier die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, gerät er schnell in ein Bett aus Lügen und Intrigen, muss am Ende sogar um sein eigenes Leben fürchten. Er muss sich sogar die Frage stellen, ob er wirklich noch für die richtige Seite kämpft.

Der Schreibstil hat mir wie auch im ersten Band wirklich gefallen. Mollel ist trotz oder gerade wegen seiner eigenbrödlerischen Art ein Typ, den man irgendwie einfach ins Herz schließt. 
Er sagt, was er denkt und handelt oft so, wie man es gar nicht von ihm erwartet. 

In diesem Buch spielt auch die Vergangenheit des sympathischen Ermittlers eine Rolle, welche mittels Rückblenden in die Geschichte eingebaut wurde. 

Auch bei diesem Band hat Richard Crompton den Leser deutlich spüren lassen, wie sehr ihm Nairobi selbst ans Herz gewachsen ist und wie sehr er sich damit beschäftigt hat. 
Durch verschiedene Handlungsstränge, die am Ende zueinander führen, nehmen den Leser mit auf eine Reise durch das wunderschöne Nairobi.
Durch die detailgetreue Erzählweise des Autors, fühlt man sich fast wie.. Zuhause. 
Der Spannungsbogen wird recht konstant aufrecht erhalten, auch wenn ich selbst finde, dass der Autor auch hier noch weitaus mehr Luft nach oben hat. 
Dennoch ein Buch, welches ich euch durchaus als Krimi in einer anderen Welt ans Herz legen möchte. 



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