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[Rezension] Für jetzt und alle Ewigkeit

Titel: Für jetzt und alle Ewigkeit
Autor: Liz Nickles
  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453186605
  • ISBN-13: 978-3453186606
Leseprobe und Quelle: Für immer und alle Ewigkeit

Dieses Buch habe ich aufgrund einer Empfehlung gelesen. Ich habe mal wieder einen Kandidaten gesucht, welcher es schaffen könnte, mich zum Weinen zu bringen. Verena hat mir dieses Buch nahegelegt, also habe ich mich hingesetzt und angefangen zu lesen.
Wer meine ehrliche Meinung dazu incl. kleinerer Spoiler nicht lesen will, sollte gar nicht erst auf ".. Read more..", klicken.

Nicole McBain ist gerade im letzten Collegejahr, hat einen wunderbaren Freund, die besten Freunde der Welt und die große Ehre, die Rede beim Abschlussball zu halten.
Sie weiss schon genau, welchen Weg sie einmal einschlagen wird, hat sich gerade erst mir ihrem Freund Tim gerade erst eine eigene Wohnung gemietet, bis sie auf der Abschlussfeier zusammenbricht und man einen Hirntumor bei ihr diagnostiziert.
Von da an ist nichts mehr, wie es einmal war und nicht nur das Leben Nickys beginnt sich von Grund auf zu ändern.

Der Schreibstil der Autorin war zwar recht angenehm bzw. flüssig und man hatte das Gefühl, nur so durch die Seiten zu fliegen, aber... aber jetzt kommt das große Aber.
Die Handlungsweise, die ganzen Handlungen angesitzt der entstandenen Situation konnte ich einfach nicht nachvollziehen.
Erstmal reagiert Nicky auf diese Nachricht so, als hätte sie lediglich die Windpocken, will sich gar nicht damit auseinander setzen, auch wenn ich es aufgrund des Schockzustandes vielleicht sogar ein Stückchen weit verstehen könnte.
Als sie sich dazu entschließt, eine Kreuzfahrt zu machen, welche von ihren Eltern gesponsert wird, schnappt sich sich kurzerhand ihre Freund und nimmt diese mit. Bis auf Tim, dem ist sein Job wichtiger, als die Zeit mit seiner Freundin zu verbringen.
Wie der Zufall es will, lernt sie auf dem Schiff einen jungen Mann kennen, welcher sich als ihre große Liebe entpuppt, Tim ist recht schnell vergessen.
Nach etlichen Hin und Her, in welchem sogar ausgerechnet Tim - obwohl er Nicky noch liebt - die Initiative ergreift und sie mit eben jenem jungen Mann verkuppelt, macht dieser seiner neuen Freundin einen Heiratsantrag.
Keine Stunde später wird geheiratet.
Allein das war für mich etwas zu unrealistisch, gerade was das Verhalten von Tim angeht. Egal, wie sehr er sie liebt, egal, wie sehr er will, dass sie auf ihre letzten Tage hin noch glücklich sein könnte oder sollte, das war eine Szene, welche mir doch ein bisschen sauer aufgestossen ist.

Ich will nicht sagen, dass das Buch in meinen Augen grundsätzlich schlecht war, aber mir hat einfach die Tiefe in der ganzen Geschichte gefehlt. Die Emotionen haben sich mir gar nicht erst richtig erschlossen, teilweise hatte ich einfach das Gefühl,  mich nicht in einem Buch über das Sterben, sondern in einem ganz anderem Buch wiederzufinden.
Als Zeitvertreib für zwischen durch oder für all diejenigen, denen so etwas nichts ausmacht,  vielleicht geeignet, aber für mich war es absolut nichts.

1/5 Schneeflöckchenbäume, mehr kann ich meiner Meinung nach dafür nicht vergeben.
Und jetzt.. dürft ihr mich in der Luft dafür zerreissen.



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