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Lesemonat April '26

Der letzte Tag im April ist fast vorbei und ich habe natürlich auch in diesem Monat wieder einen Rückblicker für euch, den ich euch nicht vorenthalten möchte.  Diesmal habe ich weniger gelesen, als im letzten Monat. 1610 Seiten, um genau zu sein. Aber das Lesen soll ja keine Wettkampf sein, nicht wahr?  Jeder soll das lesen, was er schafft. Das Leben ist schon stressig genug, da muss man sich nicht auch noch innerhalb der Bookbubble an die Gurgel gehen, weil einer mehr und einer wenigen gelesen hat, oder?  Aber darum soll es hier ja gar nicht erst gehen, sondern viel mehr um die Bücher, die mich diesen Monat begleitet habe.  Angefangen habe ich mit dem Buch "Du weißt 'nen Scheiss über Sterne" von Petr Hanel. Und naja, was soll ich sagen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen. Der Klappentext klang zwar schon interessant, aber ich habe es tatsächlich nur geschafft, bis Seite 208 zu kommen, bevor ich zum nächsten Buch gegriffen habe.   Inhalt: "Mark...

[Rezension] Wo die Schneeflocken glitzern

Titel: Wo die Schneeflocken glitzern
Autor: Cathryn Constable
Einband Gebunden
Seiten 336
Alter ab 11 Jahren
ISBN 978-3-551-52051-7

D: 16,99 € inkl. MwSt. A: 17,50 € CH: 24,50 sFr
Inhalt: "Sophie ist überglücklich. Ihre Internatsklasse macht einen Schulausflug nach Russland. Dafür fälscht sie sogar die Unterschrift ihres Vormunds. Endlich wird sie das Land sehen, von dem sie schon ihr Leben lang träumt! Als aber ihre russische Betreuerin plötzlich aus dem Zug verschwindet, sind Sophie und ihre beiden Freundinnen auf sich allein gestellt, inmitten einer einsamen, tief verschneiten Winterlandschaft und ohne Verbindung zur Außenwelt. Doch Prinzessin Volkonskaja nimmt sie in ihrem Palast auf. Auch wenn Sophie rätselhaft ist, wieso sie die Mädchen bereits erwartet hat …  " Quelle:  Wolf Princess
Dieses Buch ist eine Tauschprämie von Was liest du?
Ich habe schon viel über das Buch gehört von einigen Bloggern und als es als Prämie verfügbar war, habe ich direkt zugeschlagen und mich dafür beworben. In dem Sinne gilt mein Dank also "Was liest du?", für das bereitgestellte Exemplar.



Sophie kann es gar nicht fassen. Sie soll nach Russland, sie soll mit ihrer Internatsklasse einen Schulausflug nach Russland, dem Land, von welchem sie schon immer geträumt hat. Nacht für Nacht findet sie sich in ihren Träumen gemeinsam mit ihrem Vater in Russland wieder.
Eigentlich ist Sophie jemand, der gar nicht so genau beachtet wird. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst sie bei Rosemary auf, einer Freundin ihrer Eltern, welche nun als ihr Vormund fungiert und doch scheint es Rosemary egal zu sein, was aus Sophie wird, immerhin hat sie nicht mal genug Geld für das junge Mädchen um ihr angemessene Klamotten zu kaufen.
Als Sophie zusammen mit ihren Freundinnen Delphine und Marianne an dem Schülerausflug teilnimmt, fälscht sie vorher sogar die Unterschrift Rosemarys, weiss sie doch genau, dass dieser einem solchen Ausflug nie zustimmen würde.
Auf dem Weg ins Innere des Landes werden sie jedoch plötzlich von ihrer russischen Betreuerin im Stich gelassen. Mutterseelenallein und nur zu dritt werden sie an einem einsamen Bahnhof förmlich aus dem Zug geschmissen und von da an entwickelt sich alles zu einem reinen Abenteuer, welches sich so nicht mal Sophie erträumt hatte und welches ihr zeigt, dass sie nicht mal die Person ist, für die sie sich bislang immer gehalten hat.

Der Schreibstil der Autorin ist seit und altersentsprechend geschrieben, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass ich es nicht unbedingt mit 13jährigen Mädchen zu tun habe. Gerade in der ersten Häfte des Buches wirkt sie oft reifer und erwachsener, wächst selbst am Ende noch regelrecht über sich hinaus. Sie ist das typische "Schlechte Kindheit, böser Vormund", Mädchen, welches oftmals sehr naiv wirkt und sich mit ihren Freundinnen - der schlauen Marianne und der schönen, aber oftmals arroganten Delphine - fast schon perfekt ergänzt.

Mit der erwähnten Prinzessin des Winterpalastes konnte ich über das gesamte Buch hinweg einfach nicht warm werden und wenn ich ehrlich sein soll, haben mich auch die Beschreibungen, was z.B. Sankt Peterburg angeht, etwas enttäuscht. Ich war zwar noch nie dort, aber ich hätte mir schon ein bisschen mehr Liebe zum Detail gewünscht.
Das Ende hat mich hingegen doch ein wenig überrascht, auch wenn ich finde, dass Sophie diese lebensverändernde Entscheidung nicht hätte alleine treffen sollen oder vielleicht sogar dürfen, immerhin ist sie laut Buch gerade einmal 13 Jahre alt.

Das Thema Spannung ist genau auf die Altersangabe abgestimmt, ein wenig Spannung, ein wenig Kitsch und fertig ist ein Jugendbuch, welches gerade Mädchen ab 14 die kalten Winterabende versüßen sollte.
4/5 Herbstblätter für dieses kleine Lesevergnügen, welcher mir zwar gefallen hat, welches aber dennoch noch viel mehr Potenzial gehabt hätte.



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