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Lesemonat April '26

Der letzte Tag im April ist fast vorbei und ich habe natürlich auch in diesem Monat wieder einen Rückblicker für euch, den ich euch nicht vorenthalten möchte.  Diesmal habe ich weniger gelesen, als im letzten Monat. 1610 Seiten, um genau zu sein. Aber das Lesen soll ja keine Wettkampf sein, nicht wahr?  Jeder soll das lesen, was er schafft. Das Leben ist schon stressig genug, da muss man sich nicht auch noch innerhalb der Bookbubble an die Gurgel gehen, weil einer mehr und einer wenigen gelesen hat, oder?  Aber darum soll es hier ja gar nicht erst gehen, sondern viel mehr um die Bücher, die mich diesen Monat begleitet habe.  Angefangen habe ich mit dem Buch "Du weißt 'nen Scheiss über Sterne" von Petr Hanel. Und naja, was soll ich sagen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen. Der Klappentext klang zwar schon interessant, aber ich habe es tatsächlich nur geschafft, bis Seite 208 zu kommen, bevor ich zum nächsten Buch gegriffen habe.   Inhalt: "Mark...

[Rezension] Romeos Schatten

Titel: Romeos Schatten
Autor: Melinda Taub

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (18. Dezember 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404170954
  • ISBN-13: 978-3404170951
Inhalt: "Seit Generationen bekämpfen sich die Capulets und die Montagues in einer grausamen Fehde - bis der tragische Tod von Romeo und Julia die Familien in Trauer vereint. Doch der Frieden hält nicht lange, und bald fließt wieder jede Nacht Blut in den Straßen der Stadt. Der Fürst von Verona sieht nur einen Weg, die Feindseligkeiten zu beenden: eine Hochzeit zwischen Benvolio, Romeos Vetter, und Rosalinde, einer Cousine Julias. Die beiden können sich nicht ausstehen, und doch hängt das Schicksal der von Intrigen und Hass zerfressenen Stadt von ihnen ab ...!" Quelle: Romeos Schatten

Wer kennt sie nicht? Die Geschichte von Romeo und Julia?
Die Geschichte der ewig ineinander Verliebten, die sich nicht lieben dürfen, durch ihre schon genauso ewig miteinander verfeindeten Familien.
Der tragische Tod der jungen Leute, vereint die Familie Capulet und Montague. Zumindest für einen kurzen Moment.
Der Frieden hält nicht lange an, also kommt Escalus, der Fürst Veronas auf eine aberwitzige Idee.
Rosalinde, eine Cousine Julias und Benvolio, der Vetter Romeos sollen heiraten.
Die beiden können sich absolut nicht ausstehen und doch scheint das Schicksal Veronas einzig und allein von ihnen abzuhängen.
Als weitere Morde geschehen, müssen sich Benvolio und Rosalinde zwangsläufig zusammentun und nicht nur ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen.

Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil der Autorin sofort gefallen hat. Die Vorgeschichte zu Romeo und Julia habe ich natürlich vor Augen gehabt.
Gerade dieser Umstand hat es mir auch unheimlich erleichtert, dem Erzählstil zu folgen. Melinda Taub versucht, stilmässig an die Sprache des 14/!5 Jahrhunderts anzuknüpfen und es ist ihr wirklich sehr gut gelungen.
Rosalinde, als eine der Haupfiguren, war mir wirklich von Anfang an sympathisch. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich nicht mal vom Fürsten richtig etwas sagen lässt. Im Laufe des Buches wächst sie noch weiter über sich hinaus und das fand ich an manchen Stellen wirklich bewundernswert.
Ihr Gegenpart, der Vetter Romeos, steht ihr dabei in nichts nach. Manchmal hat mich der Schlagabtausch der beiden Protagonisten wirklich zum Schmunzeln gebracht.
Ein Abenteuer scheint das nächste zu jagen und obwohl sich Benvolio und Rosalinde nun wirklich nicht leiden können, müssen sie lernen, dass nur sie dazu beitragen können, endlich für Frieden in Verona zu sorgen.
Egal auf welche Weise sie das versuchen.

Die Autorin konnte mich mit ihrer Version von den Ereignissen nach dem tragischen Tod der beiden Liebenden passiert sein könnte, ein Buch geschaffen, was ich gar nicht erst aus der Hand wollte. Erneut in die Welt von Romeo und Julia eintauchen zu können, hat dazu geführt, dass ich es nicht eine Sekunde bereut habe, mir das Buch zugelegt zu haben.
Ich fand es sogar schade, dass es so schnell ausgelesen war.  Lest es einfach selbst und lasst euch vielleicht genauso verzaubern, wie es bei mir der Fall war.



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