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[Rezension] Das unerhörte Leben des Alex Woods..

Titel: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat
Autor: Gavin Extence

Originaltitel: Alex Woods VS The Universe
Originalverlag: Hodder & Stoughton, London 2013
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst

Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2633-4
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50* (* empf. VK-Preis)

Verlag: Limes

Inhalt: "Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …" Quelle: Alex Woods

Erstmal gilt mein Dank dem Verlag, welcher mir dieses Buch zur vorherigen Begutachtung und Besprechnung hat zukommen lassen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Rezension zu einem Buch noch nie so schwer gefallen ist, dass ich noch nie so lange gebraucht habe, um überhaupt die richtigen Worte zun finden.
Lest selbst, wie ich mich letztendlich entschieden habe.

Alex könnte ein Junge wie jeder andere sein, wenn da nicht dieser Meteroit gewesen wäre, der ihn am Kopf getroffen hätte. Nicht nur, dass er davon eine Narbe davon getragen hat, nein.. auch epileptische Anfälle gehören von nun an zu seinem Leben dazu.
Seine Mutter ist hellserisch begabt und mit dieser Tatsache macht es sich zudem noch unbeliebter, als das er das vermutlich eh schon längst ist.
In dem übellaunigen und etwas seltsamen Mr. Peterson, findet er schließlich einen Freund, welcher sogar kein eigenes Leben verändert und mehrere Jahre später befindet er sich mit 113g Marihuana und Mr. Peterson selbst in einer Urne an der Grenze zu Dover. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, welcher von Höhen und Tiefen nur so gespickt ist - sei es im Leben von Alex oder im Leben von Mr. Peterson.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich noch nie mit einer Rezension so schwer getan habe, wie bei diesem Buch. Bereits am Sonntag habe ich das Buch ausgelesen, aber dennoch habe ich einfach nicht die richtigen Worte gefunden und finde sie im Grunde auch jetzt noch nicht.

Auf der einen Seite hat mich das Buch durchaus beeindruckt und gerade das Ende hat mir zu Denken gegeben, ob ich genauso gehandelt hätte, ob ich Alex' Handlungsweise verstehen konnte. Der Innenteil bis dahin hat sich allerdings sehr gezogen und wenn ich ehrlich sein soll, war ich nach nicht mal 100 Seiten wirklich drauf und dran, das Buch wegzulegen, weil mir der Schreibstil einfach nicht richtig gefallen hat.

Mit keinem der Charaktere konnte ich mich wirklich richtig verbunden fühlen, auch wenn mir Mr. Peterson durchaus sympatisch war.
Alex war mir seinen Alter oftmals nicht angemessen, auch wenn er sich dieses Wissen vermutlich selbst angeignet hat. Manchmal fand ich es einfach nur übertrieben und seine Reaktion und Handlungen nicht dem Alter entsprechend, in welchem er sich gerade befand.

Mit einigen der Themen, denen sich Gavon Extence in seinem Erstlingswerk widmet, konnte ich mich jedoch auch identifizieren und ich fand es wirklich gut umgesetzt, wie er damit umgegangen ist. Bei anderen Themen jedoch wieder wusste ich nicht so richtig, wie ich darüber denken sollte oder ich fand diese endlos langen Diskussionen und Ausschweifungen einfach überflüssig.
Das durchaus ernste Thema der Sterbehilfe war gut umgesetzt und hat meiner Meinung nach auch wieder ans Ende des Buches gepasst.
Bevor jetzt wieder Spekulationen aufkommen, ich hätte das Buch ja nicht verstanden.. ich habe es durchaus, aber ich konnte mich mit dne Protagonisten und auch mit dem Schreibstil einfach nicht richtig anfreunden. Einiges fand ich viel zu sehr aus dem Stehgreiff aufgegriffen, teilweise sogar etwas unlogisch. Daher bekommt das Buch von mir nur 3/5 Schneeflöckchenbäume.






Und ja, ihr dürft mich mal wieder in der Luft zerreissen.

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