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[Rezension] Rubinrot

Titel: Rubinrot
Autor: Kerstin Gier
  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 478 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00AAT6N0C
Inhalt: "Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!" Quelle: Rubinrot

Schon lange befindet sich dieses E-Book auf meiner Festplatte, zusammen mit den anderen beiden Teilen und schon genauso lange wollte ich es eigentlich lesen, aber bin doch immer wieder darüber hinweg gekommen.
Von den Büchernkenne ich gar keines, aber ich habe schon so oft davon gelesen und gehört, dass ich sie mir jetzt endlich einmal vorgenommen habe bzw. erstmal nur den ersten Teil.
Ich muss allerdings auch im Vorfeld sagen, dass ich verdammt hohe Erwartungen an dieses Buch hatte, bzw. auch noch an die anderen beiden Bände habe, denn die Meinungen waren ja alle schlichtweg positiv. 

Gwendolyn hat es mit ihrer Familie schon nicht einfach. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben und erst, als sie sich plötzlich, wie aus dem Nichts in einer völlig anderen Zeit wieder findet und nicht mal richtig weiss, wie sie dorthin gekommen ist. 
Erst jetzt begreift sie, dass sie selbst das größte Geheimnis ihrer Familie hütet, dass sie selbst der Schlüssel zu allem zu sein scheint.
Während dieser Zeitsprünge passiert scheinbar jedoch etwas, womit niemand rechnet, am allerwenigsten sie selbst: Sie verliebt sich und das darf auf keinen Fall geschehen, macht es doch alles nur noch komplizierter und nicht nur Gwendolyn Leben gerät aus dem Fugen.

Ich habe das Buch bereits vor längerer Zeit beendet und habe lang überlegt, wie ich diese Rezension am besten schreibe, wie ich meine Worte verpacke, ohne dass ich sie falsch übermittele oder ich irgendeinem Shitstorm ausgesetzt bin ( Ja, auch mir ist das schon passiert!)
Gegen den Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich nichts sagen. Kerstin Gier schreibt flüssig und man gleitet förmlich durch den Text, ehe man sich versieht, hat man schon zwei oder drei Kapitel überflogen.

Die Umsetzung des Buches war da schon wieder ein wenig anders. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Zeitreisen und die Tatsache, dass Gwen dieses Zeitreisegen in sich trägt und nicht, wie vorher von allen angenommen, ihre Cousine Charlotte.
Eben diese ging mir gelinde gesagt echt auf die Nerven und ich wollte sie zusammen mit ihrer Mutter echt auf den Mond schiessen und noch viel weiter weg.
Ihre ganze Art und Weise, vor allem, wie sie sich Gwen gegenüber benommen haben, ist mir echt ein wenig sauer aufgestossen und ich fand es einfach nur... ja, ich glaube, kindisch wäre das richtige Wort.

Den Hauptaspekt der Zeitreisen fand ich wirklich gut und gerade Gwen's Reaktionen, wenn sie sich anfangs plötzlich wieder woanders wieder fand, haben mich teilweise wirklich zum Schmunzeln bringen können.
Vom restlichen Aspekt her, hatte ich jedoch - wie etliche andere vor mir vermutlich auch - das Gefühl, dass es sich um eine Art Einleitung handelt.
Es wird lediglich darüber diskutiert, für  wen dieses Zeitreise - Gen besser geeignet wäre, es wird lediglich darüber diskutiert, warum Gwen das Gen bekommen hat und nicht Charlotte.

Wenn mich Gwen nicht gerade zum Schmunzeln gebracht hat, fand ich auch ihre Verhalten oftmals total kindisch, unglaublich naiv und Gideon hat mit seiner anfänglichen Meinung wirklich ins Schwarze getroffen.
Das Ganze hat sich dann aber ein paar Seiten später schon wieder geändert, was ich dann doch ein bisschen früh fand.
Gideon selbst ist natürlich DER Traumtyp schlechthin, wie soll es auch anders sein. Er hat eine sofortige Meinung von ihr, als er sie das erste Mal trifft und ist erstmal natürlich so gar nicht interessiert, ein paar Seiten später dann allerdings schon.

Vielleicht bin ich einfach schon zu alt oder zu abgestumpft, was auch immer, um mich von dem Hype um den Auftakt dieser Reihe mitreissen zu lassen, aber zumindest der erste Band konnte mich noch nicht recht von sich überzeugen.
Ich habe die nachfolgenden beiden Bücher bereits als Ebook vorliegen und werde sie mit Sicherheit auch lesen.. irgendwann.
Momentan habe ich allerdings nicht das Bedürfnis danach und wie gesagt, dieser Band konnte mich einfach nicht überzeugen und ich fand die Charaktere, bis auf wenige Ausnahmen, schlichtweg nervtötend.
Kurz: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Und jetzt dürft ihr mir steinigen, mich kreuzigen, mich meinetwegen auch auf dem imaginären Scheiterhaufen verbrennen, wenn euch danach ist, das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass mich dieser erste Band der Trilogie einfach nicht richtig packen und fesseln, geschweige denn überzeugen konnte.
Morddrohungen bitte an die Mailadresse, die im Impressum zu finden ist.


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