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[Rezension] Bittere Sünde


Titel: Bittere Sünde
Autor: Liselotte Roll
Ausgabe: kartoniert mit Klappe
Seiten: 400
Originaltitel: Tredje Graden
ISBN: 978-3-8025-9225-6
Erscheint: 17.10.2013

9,99€ [DE]  |  10,30€ [AT]

Inhalt: "Als die grausam misshandelte Leiche von Erik Berggren gefunden wird, steht Kommissar Magnus Kalo vor einem Rätsel. Das Opfer führte ein einsames Leben und hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Doch ein Blick in dessen Vergangenheit bringt erste Anhaltspunkte: Eriks Vater soll zur Zeit der Militärjunta in Argentinien ein Mädchen gefoltert und vergewaltigt haben. Ist Rache das Motiv für den Mord? Je näher Kalo der Wahrheit kommt, desto größer wird auch die Gefahr für ihn und seine Familie …„Liselotte Roll erschafft spannende und faszinierende Charaktere. Ein absoluter Pageturner!“" Quelle: Bittere Sünde

Erstmal gilt mein Dank auch hier dem Verlag für die Zusendung des Buches, welches ich über ein Gewinnspiel erhalten habe, dass ich so gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.

Erik Berggren wird grausam misshandelt und mit schweren Verbrennungen am Unterleib auf dem Küchentisch seiner Gartenlaube gefunden. Niemand kann sich genau erklären, warum ausgerechnet er den Tod finden musste, warum ausgerechnet er so schwer misshandelt wurde.
Als der Kommissar Magnus Kalo mit dessen Mutter, welche in einem Pflegeheim lebt,  über ihren Sohn reden will, findet er sie genauso grausam verstümmelt und mit denselben Verbrennungen in ihrem Zimmer vor. Es scheint, als hätte er mit seinem Auftauchen verhindert, dass auch die Mutter des Opfers den Tod findet.
Doch wer ist dafür verantwortlich? Wer hat die beiden so grausam zugerichtet?
Bei den Emittlungen stoßen Magnus Kalo und seine Kollegen auf ein Geheimnis, welches den Vater Eriks betrifft und je länger sich Magnus Kalo dem Fall annimmt, umso mehr wird auch seine eigene Familie darin verwickelt und schon bald ist nicht nur sein eigenes Leben in großer Gefahr.

Der Schreibstil der Autorin, für welche dieser Roman ihr Debüt ist, hat mir eigentlich recht gut gefallen, ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und habe mich recht schnell in das Buch hineingefunden.
Es hat mich allerdings ein wenig gestört, dass die Beziehnung von Magnus und seiner Frau Linn ein bisschen zu sehr in den Vordergrund gerückt ist, oder eher ihr Verhalten. Obwohl er mitten im Fall steckt, obwohl sie weiss, dass er den Mörder unbedingt finden will, ruft sie ihn mehrmals am Tag an, will wissen wo er steckt, gerade weil ihrer beider Kinder krank sind - erkältungsbedingt.

Er - der mit dem Fall betraut ist - und sie, die eigentlich als Psychologin arbeitet sind im Grunde ein Paar, welches sich ergänzt, auch wenn es mich ein wenig irritiert hat, dass er ihr einfach so alle Einzelheiten aus dem Fall erzählt, woraufhin sie Ferndiagnosen stellt, ohne mit einem der Leute geredet zu haben, die er verhört hat und schließlich selbst auf eigene Faust zu einem der Tatorte fährt.

Die Suche nach dem Täter hat ein nervenaufreibendes Katz - und Maus - spiel hervorgerufen, was nicht nur bei Magnus und seiner Familie Spuren hinterlässt. Die Aufklärung und der eigentliche Tätet selbst haben mich dann doch etwas überrascht. Fast nichts hat auf ihn als Täter hingedeutet und Liselotte Roll hat mich nicht nur einmal auf eine völlig falsche Fährte geführt.

Alles in allem ein Thriller, welcher zwar einige Schwächen aufweist, aber durchaus ein Lesevergnügen mit einigen überraschenden Wendungen parat hält.

4/5 Herbstblätter.




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