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[Rezension] Bea geht

Titel: Bea geht - Ein Abschied auf Raten
Autor: Sebastian Willing 
Taschenbuch: 160 Seiten 
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (3. Juni 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3732241394 
ISBN-13: 978-3732241392

Inhalt: "Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden.Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden." Quelle: Kauf mich

Uff, ehrlich gesagt, was ich gar nicht, wo ich bei diesem Buch überhaupt anfangen soll, geschweige denn, in welche Richtung mich dieses Buch überhaupt führt, aber eines weiss ich: Es hat mich enttäuscht.
Das Buch stand schon länger auf meiner Wunschliste und als ich die Chance hatte, es zu bekommen, habe ich diese natürlich auch genutzt.

Bea ist eigentlich ein ganz normales Mädchen und doch ist sie anders. Inzwischen 13 Jahre alt, steht sie geistig auf dem Stand einer 1 1/1jährigen. Dazu kommen Anfälle, die sogar zur Bewusstlosigkewit führen und niemand weiss genau, woher sie kommen oder was Bea richtig fehlt. Über die Jahre hinweg gehen Bea und ihre Eltern diesen Weg gemeinsam, gemeinsam mit Beas jüngerer Schwester, auch wenn sich die Eltern Bea's am Ende dafür entscheiden, sie in eine entsprechenende Einrichtung zu geben. Sie selbst fühlen sich der Aufgabe, richtig für sie zu sorgen einfach nicht mehr gewachsen.

Ich glaube, auf der einen Seite kann sich niemand genau in die Situationen der Betroffenen hineinversetzen, wenn es einen nicht selbst betrifft.
Ich konnte auf der einen Seite nachvollziehen, dass sich Beas Eltern für diesen Schritt entschieden haben, aber auf der anderen Seite eben auch wieder nicht, gerade aufgrund einiger Aussagen, die in dem Buch getätigt wurden.
Ich konnte diese Aussagen - vielleicht auch gerade weil ich selbst Mutter bin - manchmal nicht nachvollziehen, auch wenn ich weder das Recht habe, über Beas Eltern zu urteilen, noch über Bea selbst oder die Umstände.
Ich habe anhand des Titels und der Beschreibung vielleicht sogar etwas anderes erwartet und einige der beschriebenen Szenen kamen mir etwas härter vor, als sie vielleicht gedacht waren. Dennoch hat das Buch ein gewisses Mass an Gefühl und  die gesamte Familie hat meinen Respekt, dafür, dass sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen sind.
Ich finde, dass man dieses Buch nicht anhand von irgendwelcher Sterne und Punkte, meinetwegen auch Blätter bewerten sollte, daher werde ich es auch nicht tun.
Alles in allem ist es ein Buch über eine manchmal starke, manchmal schwächelnde Familie, von der sich jeder ein eigenes Bild machen sollte.

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